Fr., 08.02.2019

Herausforderer TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck reist voller Selbstvertrauen in die Seidensticker Halle »Wir können auch die TSG schlagen«

Sebastian Kopschek und seine Teamkollegen vom TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck treten heute Abend mit breiter Brust in der Seidensticker Halle an: »Wir wollen gewinnen!«

Sebastian Kopschek und seine Teamkollegen vom TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck treten heute Abend mit breiter Brust in der Seidensticker Halle an: »Wir wollen gewinnen!« Foto: Bernhard Pierel

Von Arndt Wienböker

Bielefeld (WB). »Wir fahren in die Seidensticker Halle, um zu gewinnen.« Aus dem Jöllenbecker Lager sind vor dem Stadtderby bei der TSG selbstbewusste Töne zu hören. Kein Wunder, sechs Spiele ohne Niederlage (10:2 Punkte) und vier Siege am Stück haben die Jürmker Brust immer breiter werden lassen.

»Und wir können auch die TSG schlagen«, betont Linkshänder Sebastian Kopschek. Gleiches hat Linksaußen Daniel Meyer im Sinn, der seinem Ex-Verein heute Abend nur allzu gern ein Bein stellen würde. »Das wird ein tolles Ding. Wir sind total heiß auf das Derby.«

Die Favoritenrolle schieben die Jöllenbecker artig dem Nachbarn zu. »Dazu braucht man doch nur auf die Tabelle zu gucken. Da spielt der Zweite gegen den Neunten«, verweist Eric Husemann auf die nackten Zahlen. Aber auch der TuS 97-Trainer hegt die Hoffnung, dass seine Mannschaft diesmal – das Hinspiel ging mit 28:32 verloren – ein Gegner auf Augenhöhe sein wird. »Natürlich fahren wir nicht in die Seidensticker Halle, um brav die Punkte abzuliefern. So ein Derby hängt auch immer von den Emotionen ab.« Außerdem freut sich Husemann auf das Treffen mit Carl Moritz Wagner, mit dem er damals bei der HSG 02 Bielefeld zusammen gespielt hat. »Unter Calles Kommando hat sich die TSG stabilisiert. Und sie haben den Aufstieg wieder selbst in der Hand. Das sorgt natürlich für noch mehr Brisanz«, stellt Eric Husemann fest.

Starke Angriffsleistung im Hinspiel

Auch Sebastian Kopschek verweist auf die prickelnde Ausgangsposition: »Beide Mannschaften haben dafür gesorgt, dass richtig Spannung drin ist. Ich hoffe, dass die Seidensticker Halle voll wird. 2000 Zuschauer würden mich freuen.«

Die sollen am Freitagabend dann einen Herausforderer sehen, der dem Favoriten alles abverlangt. »Der Druck liegt ganz klar bei der TSG. Die dürfen nicht verlieren. Für uns wäre eine Niederlage dagegen kein Beinbruch«, sagt Kopschek. Entscheidend wird nach Ansicht des Jöllenbecker Kapitäns die Defensive sein: »Das Spiel wird in der Abwehr entschieden. Da müssen wir uns im Vergleich zum Mennighüffen-Spiel deutlich steigern.«

Beim jüngsten 31:27-Heimsieg lieferte der TuS 97 dafür eine starke Angriffsleistung ab. Die positive Entwicklung, die die Jürmker offensiv in den vergangenen zwei Monaten genommen haben, lässt sich auch an Zahlen ablesen. Im Schnitt erzielte der TuS 97 in den letzten fünf Spielen mehr als 32 Tore. »Wir haben uns gefestigt und spielen die Sachen vorne jetzt viel besser auf den Punkt«, betont Linkshänder und Haupttorschütze Kopschek.

Ex-Spenger sind endgültig angekommen

Das würde auch damit zusammenhängen, dass er sowie die beiden anderen Ex-Spenger Sebastian Reinsch und Justus Clausing endgültig in Jöllenbeck angekommen seien. »Es hat halt ein bisschen gedauert, bis die Abstimmung passt. Jetzt sind wir an einem Punkt angelangt, wo Batti, Justus und ich allen mehr Stabilität geben.« Das wollen Kopschek und Co. auch heute Abend unter Beweis stellen.

Sorgen personeller Art haben die Jöllenbecker nicht, alle Spieler stehen bereit und scharren mit den Hufen. Unabhängig vom heutigen Ausgang formuliert Eric Husemann ein übergeordnetes Ziel: »Wir wollen natürlich, dass es das Stadtderby auch in der nächsten Saison gibt.« Darauf könnte die TSG liebend gern verzichten. Die spannende Frage lautet, ob ausgerechnet der Stadtrivale dem Aufstiegsanwärter heute Abend ein Bein stellen kann. »Wir haben viel Selbstvertrauen getankt und gute Chancen, die TSG zu ärgern«, betont Sebastian Kopschek. Es ist angerichtet für ein heißes Derby...

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