Sa., 16.02.2019

Volleyball: Erst Heimspiel gegen Bochum, dann Pokal in Paderborn Post SV drohen Überstunden

Einsatz am XXL-Wochenende ungewiss: Markus Wittek (links) hat Knieprobleme.

Einsatz am XXL-Wochenende ungewiss: Markus Wittek (links) hat Knieprobleme. Foto: Peter Unger

Von Henrik Wittenborn

Bielefeld (WB). Auf den Telekom Post SV könnte ein langes Wochenende zukommen: Am Samstag (19 Uhr) empfängt der Volleyball-Regionalligist den VfL Telstar Bochum in der Almhalle, keine 24 Stunden später geht’s zum Pokal nach Paderborn.

Und beim Gedanken an das Mammut-Programm hat Bielefelds Trainer Michael Baumeister durchaus Bauchschmerzen. Denn ausgerechnet im Erfolgsfall würde das Wochenende ein besonders hartes für das personell ohnehin schon gebeutelte Team werden. Nach dem Ligaspiel am Samstagabend könnten am Sonntag nämlich noch zwei Spiele im Bezirkspokal anstehen. Im »Halbfinale« geht es am Vormittag gegen den Verbandsliga-Tabellenführer SC Halle, bei einem Sieg würde es im Anschluss zur Partie gegen den Klassenkonkurrenten VBC Paderborn kommen. Und dass der Gegner schon fest steht, ärgert den Post SV. Denn der VBC durfte sein eigenes »Halbfinale«, obendrein gegen die eigene Reserve, schon vorher ausspielen. »Das ist unglücklich, weil wir uns im Pokal gut präsentieren und unbedingt weiterkommen wollen«, sagt Baumeister. Bei Siegen gegen Halle und den VBC käme es zu einem späteren Zeitpunkt noch zu einem Finale um den Bezirkspokal.

»Larifari lasse ich nicht zu«

Bis sich der Post SV gedanklich darauf einstellen muss, ist allerdings erst noch eine andere große Aufgabe zu lösen. Die heißt VfL Bochum und steckt mitten im Abstiegskampf. »Ich will Einsatz sehen. Larifari lasse ich nicht zu«, macht Baumeister trotz der nach wie vor festgefahrenen Situation im Mittelfeld der Regionalliga klar. Mit einem Sieg würde sich der Post SV weiter nach unten absichern und wohl auch letzte Zweifel am Klassenerhalt beseitigen. Baumeister rechnet allerdings mit einem langen Abend. »In einer Stunde werden wir das Spiel sicher nicht gewinnen.«

Die Planungssicherheit könnten die Verantwortlichen auch gut gebrauchen. »Wir müssen die laufende Saison jetzt vernünftig zu Ende bringen und uns für die kommende einspielen«, sagt Baumeister. Der Coach verrät darüber hinaus, dass die Bielefelder durchaus mit externen Verstärkungen für die nächste Saison planen. Konkret seien mögliche Neuverpflichtungen bisher allerdings noch nicht.

Allzu viele Gedanken kann Michael Baumeister ohnehin noch nicht in die Zukunft investieren, ist gegenwärtig doch einmal mehr ein kompliziertes Personal-Puzzle zu lösen. Felix Dammann muss sich mit seiner Knöchelverletzung weiterhin gedulden. Möglicherweise muss am Samstag auch Markus Wittek tatenlos zuschauen. Der hatte sich schon beim 3:1 in Aasee am Knie verletzt und gegen den Brühler TV (1:3) unter Schmerzen gespielt. Die Trainingseinheit am Dienstag musste Wittek dann vorzeitig abbrechen.

Dafür rückt das Comeback von Tim Borgstedt in greifbare Nähe. Zwar klagte der Routinier nach seinem Einsatz in der zweiten Mannschaft wieder über Schmerzen am lädierten Knöchel, könnte laut Baumeister aber wieder eine Alternative sein. »Wir werden ihn allerdings nur dosiert einsetzen.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6393759?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F