Handball-Oberliga: TuS 97 baut nach der Pause ab und verliert 27:30 gegen Hamm II
Die Struktur im Angriff geht verloren

Bielefeld (WB). Unterm Strich war der Tabellendritte ASV Hamm-Westfalen II dann doch eine (kleine) Nummer zu groß für die Oberliga-Handballer des TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck. »Um so einen Gegner zu schlagen, müssen wir 60 Minuten auf einem Level spielen. Das haben wir nicht geschafft«, urteilte TuS 97-Trainer Eric Husemann nach dem 27:30 (17:17) gegen den Aufstiegsanwärter.

Montag, 18.02.2019, 05:30 Uhr aktualisiert: 18.02.2019, 06:01 Uhr
Es hat nicht ganz gereicht: Auch der achtfache Torschütze Sebastian Kopschek baute in der zweiten Halbzeit ab. Foto: Oliver Schwabe
Es hat nicht ganz gereicht: Auch der achtfache Torschütze Sebastian Kopschek baute in der zweiten Halbzeit ab. Foto: Oliver Schwabe

»In der ersten Halbzeit haben wir zu viele Gegentore bekommen, in der zweiten Hälfte haben wir im Angriff stark nachgelassen«, fasste Jöllenbecks Nils Grothaus das Geschehen zusammen. In Abschnitt eins bekamen die Zuschauer in der Sporthalle Jöllenbeck ein munteres Scheibenschießen zu sehen. Beide Mannschaften drückten von Beginn an aufs Tempo, die Abwehrarbeit wurde dagegen vernachlässigt. Keine der Deckungsreihen bekam Zugriff auf den gegnerischen Angriff.

Auf Seiten der Gäste drückte zunächst Linkshänder Julian Krieg der Partie seinen Stempel auf. Mit seinem dritten Treffer traf der Rückraummann zum 4:2 für den ASV. Husemann: »So ein Spieler ist nur schwer in den Griff zu kriegen.« Doch auch die Jöllenbecker Tormaschinerie lief auf Hochtouren. Till Kraatz gelang der Ausgleich zum 7:7 (11.), der auffällige Justus Clausing stellte wenig später in Unterzahl auf 10:10 (17.). Es ging weiter munter hin und her, wobei es den Jürmkern nicht einmal gelingen sollte, in Führung zu gehen. Allerdings profitierten die Gastgeber auch davon, dass Hamms Keeper Maurice Behrens in der ersten Halbzeit keinen Ball zu packen bekam, während Jöllenbecks David Weinholz (insgesamt 15 Paraden) seiner Mannschaft wichtige Rückendeckung gab.

Zur Pause scheint noch alles möglich

Beim 17:17 zur Pause schien alles möglich, doch die Überraschung aus Jöllenbecker Sicht blieb aus, weil im Angriff die Struktur verloren ging. In elf Minuten erzielte der TuS 97 nach der Pause nur ein Tor. Fehlwürfe und einfache Ballverluste (auch ASV-Torwart Behrens hielt nun einige Bälle) führten zu einem 18:22 (41.). Diesem Rückstand hechelten die Jürmker in der Folge hinterher.

Der Gegner konnte die Angriffseffektivität der ersten 30 Minuten zwar auch nicht mehr aufrecht erhalten, Hamm ließ sich aber nicht mehr vom Siegkurs abbringen. »Wir haben in der zweiten Halbzeit vorne keine Lösungen mehr gefunden, falsche Abschlüsse gesucht und insgesamt zu viele Fehler gemacht«, monierte Eric Husemann. Der TuS 97-Coach rotierte im Angriff nun durch – ohne Erfolg. Regisseur Leon Ludwigs zum Beispiel erwischte einen rabenschwarzen Tag.

Hamm macht mit dem 27:22 alles klar

Der TuS 97 ließ sich zwar nicht abschütteln, konnte den ASV aber auch nicht mehr in Bedrängnis bringen. Beim 22:27 (55.) war die Entscheidung gefallen. »Wir haben in der zweiten Halbzeit einfach zu viele Bälle weggeworfen und Hamm dadurch ins Laufen gebracht«, ärgerte sich Nils Grothaus über den Spielverlauf und auch über den Ausgang; denn: »Das wären zwei echte Bonuspunkte gewesen. Hamm war nicht so überragend wie im Hinspiel.« Da hatten die Jürmker mit 26:35 den Kürzeren gezogen.

Aus dem erhofften Sieg gegen ein Topteam ist also wieder nichts geworden, aber damit darf sich der Tabellenzehnte nicht aufhalten. Husemann: »Wir müssen die beiden Spiele gegen die TSG und Hamm schnell abhaken, denn jetzt kommen die Spiele, in denen wir wieder punkten müssen.«

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