Fußball: DSC-Frauen brauchen ein wenig Zeit, um zu gewohnter Dominanz zu finden – Theesen holt sich noch mehr Sicherheit
Sieg bringt neue Erkenntnisse

Bielefeld (WB). Drei Punkte und zwei Erkenntnisse für Arminias Fußballerinnen nach dem 3:1 gegen den 1. FC Köln II: Zum einen hat der DSC seine Ausnahmestellung in der Regionalliga West ganz offensichtlich mit ins erhoffte Aufstiegsjahr genommen.

Dienstag, 19.02.2019, 11:03 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 16:06 Uhr
Friederike Schaaf bleibt mit Arminias Frauen in der Erfolgsspur: Das 3:1 gegen den 1. FC Köln II war der 15. Sieg im 15. Spiel. Foto: Henrik Wittenborn
Friederike Schaaf bleibt mit Arminias Frauen in der Erfolgsspur: Das 3:1 gegen den 1. FC Köln II war der 15. Sieg im 15. Spiel. Foto: Henrik Wittenborn

Allerdings machte der 15. Sieg im 15. Spiel auch klar, dass der angepeilte Sprung in die 2. Bundesliga vor allem personell gut vorbereitet werden will. Um die Offensive muss sich der DSC eher weniger Sorgen machen. Im Gegenteil: Trotz des Ausfalls von Giustina Ronzetti und einer angeschlagenen Sarah Grünheid erspielte sich Arminia gegen den »Effzeh« genügend Möglichkeiten, um den Abstiegskandidaten auch deutlich höher besiegen zu können. Und das trotz der Anlaufschwierigkeiten in Halbzeit eins, in der Arminia sichtlich Mühe hatte, zu gewohnter Dominanz zu finden.

Defizite aufgedeckt

Wirklich brenzlig wurde das für die Bielefelderinnen zwar nicht. Wenn die Gäste allerdings einmal mit Tempo auf die DSC-Verteidigung zurollten, wurden Arminias Probleme sichtbar. Erst ließ sich Sandra Hausberger kurz nach Tanja Thormählens 1:0 von der zugegebenermaßen außergewöhnlich flinken Janet Stopka überlaufen, und auch beim Kölner Anschlusstreffer in der 58. Minute hatte die Hintermannschaft der Gastgeberinnen einen entscheidenden Geschwindigkeitsnachteil. »Da sind die Defizite aufgedeckt worden«, sagte Abteilungsleiter Werner Jöstingmeyer. Also will vorgesorgt werden: Der DSC befinde sich bereits in aussichtsreichen Gesprächen mit potenziellen Verstärkungen für die kommende Saison, wenngleich Jöstingmeyer mit Rücksicht auf die abgebenden Vereine noch keine Namen nennen will. Dabei entsteht gerade in der Abwehr auf jeden Fall Handlungsbedarf: Lea Malin Mößinger wird sich nach der Saison voraussichtlich für ein Jahr in die USA verabschieden.

Dass im ersten Pflichtspiel in 2019 noch nicht alles rund lief, blieb auch DSC-Trainer Markus Wuckel nicht verborgen. »Aber das ist alles nachvollziehbar. Die gewisse Sicherheit muss nach der Pause erst wieder kommen.« Für sein Team geht es am kommenden Wochenende mit dem Gastspiel bei Alemannia Aachen gegen den nächsten Abstiegskandidaten.

Spannung hoch halten

Westfalenligist VfL Theesen feierte mit dem 4:1 beim SV Rödinghausen II einen optimalen Einstieg in die zweite Saisonhälfte. »Das waren wieder einmal zwei ganz unterschiedliche Halbzeiten. In der zweiten Hälfte haben wir es viel besser gemacht und sind mit einfachen Mitteln zum Sieg gekommen«, freute sich Andreas Brandwein. Der hatte bereits in der 20. Minute einen Elfmeter für sein Team gesehen, aber ein Festhalten von Tobias Guthardt am überragenden Marvin Höner blieb ungeahndet. »Das war Elfer und Rot«, so Brandwein. Der Strafstoß, der dann kurz vor der Pause zum 1:1 durch Höner führte, sei dagegen genauso zweifelhaft gewesen wie der in der Anfangsphase, den Florian Ernst problemlos parieren konnte.

Dass Ernst den 0:1-Rückstand durch Bennet Heine mit einem Aussetzer einleitete, sollte nicht weiter ins Gewicht fallen, weil Theesens Kontertaktik in der zweiten Hälfte voll aufging. Zweimal Janz und erneut Höner sorgten für ein verdientes Happyend. »Ein Sieg mit einem Tor Unterschied wäre vielleicht gerechter gewesen, aber wir nehmen das natürlich gerne so mit. Das wird uns noch mehr Sicherheit geben. Wir müssen aber die Spannung weiter hoch halten, auch wenn wir mit unten nichts mehr zu tun haben werden«, sagte Brandwein. Dessen Team steht nun auf Tabellenplatz sechs. Und von den Top 5 konnte am Sonntag kein einziges Team dreifach punkten!

Rödinghausens Trainer Martin Sek, dem in der Woche zuvor mitgeteilt wurde, dass sein Vertrag nicht verlängert wird, denkt unabhängig von der Niederlage gegen Theesen über einen Rücktritt nach. »Ich habe diese Entscheidung noch nicht verdaut und werde mir Gedanken machen«, sagte Sek nach der Partie am Sonntag.

Pause für den VfB

Mit dem 1:1 gegen Preußen Espelkamp hat Landesligist VfB Fichte seine Tabellenführung zwar vorerst um einen Punkt ausgebaut, im Aufstiegsrennen aber möglicherweise trotzdem Boden eingebüßt. Denn Verfolger TuS Tengern kam gegen den BV Bad Lippspringe nach der Spielabsage nicht zum Zug und hat damit schon zwei Spiele weniger ausgetragen als der VfB. Und Fichte muss in den kommenden Wochen tatenlos zuschauen, wie Tengern möglicherweise die Spitze übernimmt. Am Sonntag hat der VfB turnusmäßig spielfrei, während Tengern beim Abstiegskandidaten SuS Westenholz antritt. Am darauffolgenden Wochenende ruht der Spielbetrieb in der Landesliga komplett – mit einer Ausnahme: Dann holt Tengern seine Ende 2018 ausgefallene Partie bei SuS Bad Westernkotten nach. Mit zwei Siegen wäre Fichte seine Spitzenposition los, ohne selbst eingreifen zu können. Dazu kommen die Hüpker also erst wieder am 10. März im Spiel beim SV Eidinghausen-Werste. »Die lange Pause ist natürlich nicht ideal«, sagt Co-Trainer Güven Aydin, der der Angelegenheit allerdings auch Positives abgewinnen kann: »Wir haben noch einige Dinge, an denen wir jetzt arbeiten können.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6403159?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2350436%2F2514639%2F
AfD-Veranstaltung mit Björn Höcke in Höxter: Wir begleiten den Nachmittag im Newsblog
Rund 500 Gegendemonstranten am Wall erwartet : AfD-Veranstaltung mit Björn Höcke in Höxter: Wir begleiten den Nachmittag im Newsblog
Nachrichten-Ticker