Do., 21.02.2019

Rugby: Damen der SG Bielefeld/Osnabrück überwintert auf dem dritten Tabellenplatz »Wille und Ehrgeiz stimmen«

Bielefelds Leonie Vögler beim Ballvortrag. Liv Glindemann (links) und Kristina Reinbold eilen zu Hilfe.

Bielefelds Leonie Vögler beim Ballvortrag. Liv Glindemann (links) und Kristina Reinbold eilen zu Hilfe.

Bielefeld (WB). Die Hinrunde hätte für die SG Bielefeld/Osnabrück kaum besser laufen können. Bei den bislang drei Turnieren der 7er-Liga Nordwest feierte die SG teils deutliche Siege und belegt im Gesamtklassement aktuell den dritten Platz. Und das, obwohl die Damenmannschaft in Bielefeld erst seit wenigen Jahren besteht und es die Zusammenarbeit mit dem Osnabrück RFC zu koordinieren gilt. Zur Winterpause zieht RCB-Coach Darren Kerr dieses Resümee:

Seine Bilanz zur Winterpause: »Ich bin ehrlich gesagt etwas überrascht. Der dritte Platz ist sehr gut, damit hätte ich vor der Saison nicht gerechnet. Das Team steht völlig verdient dort oben.«

Gründe für das Formhoch: »Das Team spielt nun seit zwei Jahren zusammen und hat in dieser Zeit große Fortschritte gemacht. Die Mannschaft hat sich technisch verbessert und spielt gutes Rugby. Außerdem haben wir in den vergangenen Monaten erfahrene Spielerinnen dazugewonnen. Die Trainingsbeteiligung ist kon-stant, und bei den Turnieren wird das umgesetzt, was wir im Training eingeübt haben.«

Die Höhepunkte der Saison: »Die Siege gegen gut eingespielte Teams wie SCW Göttingen oder Hannover Unicorns. Unser Team glaubt an sich selbst und ist in der Lage oben mitzuspielen. Der Wille und der Ehrgeiz stimmen.«

Die Stimmung im Team: „Untereinander passt es einfach. Die Stimmung ist gut. Auch abseits des Platzes unternehmen die Spielerinnen unternehmen viel miteinander.«

Die Kooperation mit dem Osnabrück RFC: »„Manchmal etwas schwierig. Das größte Problem ist das Training. In der Vergangenheit war das eher spontan. Nun haben wir uns vorgenommen, dass sich die Spielerinnen an jedem zweiten Samstag im Monat zu einem gemeinsamen Training treffen. Ich hoffe, das klappt, denke jedoch auch, dass jede Spielgemeinschaft diese Probleme hat.«

Die größten Vorteile der Mannschaft: »Die Trainingsbeteiligung ist sehr gut. Sechs, sieben Frauen sind regelmäßig beim Training. Können die Spielerinnen nicht, sagen sie ab. Das erleichtert die Planung ungemein. Während des Trainings sind die Spielerinnen sehr lernwillig, stellen viele Fragen. Das macht viel Spaß.«

Möglicher Nachholbedarf: »Wir brauchen mehr Spielerinnen und mehr Leute, die sich für den Sport interessieren. Momentan haben wir etwa 15 Spielerinnen. Das ist kein besonders breiter Kader. Wir müssen mehr in unsere Eigenwerbung investieren. In den zurückliegenden zwei Jahren haben wir zwar neue Spielerinnen dazu bekommen. Es ist jedoch seit Monaten keine Frau dazugekommen, die ganz neu mit dem Sport angefangen hat. Dafür ist auch die Konkurrenz zu den Bulldogs zu groß, obwohl das ein anderer Sport ist. Daher sind wir umso stolzer, dass wir zurzeit oben mitspielen.«

Die Planungen zur Winterpause: »Wir wollen vor allem das gemeinsame Training mit Osnabrück hinbekommen und viele Spielerinnen auf den Platz bekommen. Dazu möchte ich das Training insgesamt ein bisschen intensiver gestalten.«

Die Ziele für die Rückrunde: »Wir wollen den dritten Platz halten. Die ersten vier Teams der Liga nehmen am Qualifikationsturnier für die Deutschen Meisterschaften teil. Da wollen wir hin, alles mitnehmen und weiterkommen. Wir haben uns die Achtung der anderen Teams verdient und gezeigt, dass wir jeden schlagen können. Daran wollen wir anknüpfen.«

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