Basketball: Innerhalb von nur 25 Stunden muss der TSVE gleich zwei Mal antreten
»Volle Pulle« gegen Waltrop

Bielefeld (WB/hw). »Wir gehen volle Pulle!« Wenn der TSVE Bielefeld schon am Freitagabend (20.30 Uhr) zum Nachholspiel der 2. Basketball-Regionalliga beim GV Waltrop antritt, gibt es für Dolphins-Trainer Emre Atsür keinen Gedanken an den nächsten Tag – und das, obwohl dann schon die nächste Partie ansteht.

Freitag, 22.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 22.02.2019, 11:50 Uhr
Wie lange reicht die Kraft? Bastian Landgraf (links) und die TSVE-Dolphins haben ein intensives Wochenende vor sich. Heute geht’s nach Waltrop, Samstag zu den TuS HammStars. Foto: Henrik Wittenborn
Wie lange reicht die Kraft? Bastian Landgraf (links) und die TSVE-Dolphins haben ein intensives Wochenende vor sich. Heute geht’s nach Waltrop, Samstag zu den TuS HammStars. Foto: Henrik Wittenborn

2. Herren-Regionalliga

GV Waltrop – TSVE Bielefeld (Freitag, 20.30 Uhr). So viel ist klar: Wirklich warm werden die Dolphins mit diesem Spieltermin nicht mehr. Und das liegt für Emre Atsür nicht nur am unglücklichen Tag oder der späten Anwurfzeit. Denn auch zwischen dem GVW und dem TSVE knirscht es. 

Zur Erinnerung: Die Bielefelder waren bereits vor einigen Wochen in Waltrop zu Gast. Ein enges Spiel endete damals mit einer ungewöhnlichen Kontroverse. Aufgrund eines Fehlers am Kampfrichtertisch bekamen die Waltroper damals versehentlich einen Punkt zu viel gut geschrieben – und der sollte ganz entscheidend werden. Statt des korrekten 56:55 für den TSVE ging es mit einem 56:56 in eine Verlängerung, die es gar nicht mehr hätte geben dürfen. In der setzte sich der GVW durch und feierte einen Befreiungsschlag im Abstiegskampf. Zumindest für einige Tage. 

Denn der TSVE legte umgehend Protest gegen die Wertung der Partie ein und bekam vom Westdeutschen Basketball-Verband Recht. Der entschied allerdings nicht ganz zugunsten des TSVE und setzte die Partie neu an. »Hätte der Schiedsrichter direkt nach dem Spiel die Verlängerung aus dem Spielberichtsbogen gestrichen, dann wäre das Spiel wohl für uns gewertet worden«, erklärt Emre Atsür. So kam es zur zweiten Dienstreise der Dolphins nach Waltrop. Wirklich willkommen scheint der TSVE beim Abstiegskandidaten aber nicht zu sein. Der GVW legte selbst Protest gegen die Neuansetzung ein und beharrte laut Atsür stattdessen auf seinem Sieg. »Das ist fast schon ein bisschen peinlich.« Auch der Verband wies den Waltroper Einspruch letztlich zurück.

In Summe führt das die Dolphins in ein Wochenende mit Überlänge. Der Motor für anstrengende 25 Stunden zwischen Spielbeginn in Waltrop und Abpfiff in Hamm: Motivation! »Das Spiel am Freitag hat absolute Priorität. Wir denken überhaupt noch nicht an Hamm«, verspricht Atsür, der auf den privat verhinderten Dzemal Taletovic und Robin Richter verzichten muss. Fabian Dörnemann brach sich bei der Derby-Niederlage gegen die Baskets Paderborn II (61:62) wie befürchtet das Nasenbein und fällt ebenfalls aus.

TuS 59 HammStars – TSVE Bielefeld (Sa., 19.30 Uhr). Zeit zur Regeneration bleibt den Dolphins zwischen beiden Partien fast nur auf der Autobahn. »Am Samstag wird das eine reine Frage der Kraft«, befürchtet Atsür. »Aber ganz nüchtern betrachtet ist die Chance für uns in Waltrop größer als in Hamm.« Trotzdem haben sich die Bielefelder einen Plan B zurechtgelegt. Sollten die TSVE-Leistungsträger wie Bastian Landgraf oder Mirko Derek am Freitag lange spielen müssen, vertraut Atsür in Hamm auf den ein oder anderen Nachwuchsspieler. Auch Dzemal Taletovic soll am Samstag wieder zum Team stoßen.»Er wird frisch sein«, hofft Atsür. Die Gastgeber waren mit Aufstiegsambitionen in die Saison gegangen, müssen ihre Hoffnungen angesichts von acht Punkten Rückstand auf Spitzenreiter BSV Wulfen aber allmählich begraben. Mit der Maximalausbeute von vier Punkten könnten sich die Dolphins sogar am TuS vorbeischieben. 

Regionalliga Damen

TSVE Lady Dolphins – Herner TC II (So., 14 Uhr, Helmholtz-Gymnasium). Auch nach 16 Spieltagen sind die Lady Dolphins noch gut für Überraschungen. »Elf Leute waren wir schon lange nicht mehr beim Training«, scherzt Trainer Emrah Turan. Sogar Kristin Willms schaute unter der Woche einmal mehr bei ihrem Team vorbei, wird aber am Sonntag keine Option sein. Turan ist trotzdem tiefenentspannt. Nur eine Frage treibt ihn um: Wer steht bei der Herner Reserve auf dem Feld? Bei der Hinspielniederlage gab’s Verstärkungen aus dem Herner Bundesligakader. »Für Sonntag rechne ich aber eher nicht damit«, sagt Turan.

Denn die akute Abstiegsgefahr der außerordentlich jung aufgestellten Gäste ist mittlerweile gebannt. Mit 14 Punkten ist der TC wohl ausreichend abgesichert. Und auch für die Lady Dolphins liegt der Fokus eher auf anderen Aufgaben. »In zwei Wochen spielen wir gegen Rhöndorf. Das ist unser Zielspiel«, sagt Turan.

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