Futsal-Regionalliga: Nationalspieler entscheidet Topspiel zwischen dem MCH und Köln
Sözer stürmt den Gipfel

Bielefeld (WB). Der Weg zur Westdeutschen Meisterschaft ist frei, jetzt muss ihn der MCH Sennestadt nur noch selbst gehen. Nach dem an Dramatik nicht zu überbietenden Sieg im Topspiel gegen die Futsal Panthers Köln ist der MCH zurück an der Spitze der Regionalliga.

Montag, 25.02.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 25.02.2019, 12:46 Uhr
Die letzte von unzähligen Wendungen: Im Hintergrund feiert der MCH Memos Sözer für sein Tor zum 5:4, Kölns Lukas Sepp kann den Knock-out nicht fassen. Foto: Henrik Wittenborn
Die letzte von unzähligen Wendungen: Im Hintergrund feiert der MCH Memos Sözer für sein Tor zum 5:4, Kölns Lukas Sepp kann den Knock-out nicht fassen. Foto: Henrik Wittenborn

MCH Sennestadt – Futsal Panthers Köln 5:4 (2:2). Wer glaubte, das 6:5 im Derby zwischen dem MCH und den Black Panthers Bielefeld sei bereits die atemberaubendste Partie der Saison gewesen, der hatte die Rechnung ohne dieses Topspiel gemacht. Und wer glaubte, dass das umstrittene 4:4 von Kölns Lukas Sepp die letzte von unzähligen Wendungen war, der hatte die Rechnung ohne Memos Sözer gemacht.

Dabei schienen die Sennestädter eigentlich schon am Boden. Gerade erst hatten die als Tabellenführer zum MCH gereisten Kölner unter kuriosen Umständen das 4:4. Ob der Ball tatsächlich in vollem Umfang hinter der Linie war, darüber gab es durchaus unterschiedliche Meinungen in der Sporthalle Sennestadt-Süd.

Aber da waren ja noch die Schlusssekunden: In denen hätte der amtierende Deutsche Vizemeister die Uhr eigentlich nur noch herunterspielen müssen, um dank des Unentschiedens seinen Drei-Punkte-Vorsprung auf den MCH zu wahren. Doch dann patzte Panthers-Keeper Maximilian Bartsch nicht zum ersten, aber zum letzten Mal an diesem denkwürdigen Abend. Memos Sözer luchste Bartsch den Ball tatsächlich noch einmal ab und traf im Fallen zum 5:4 – genau eine Sekunde vor dem Ende.

Nach 5:4 auf dem Mount Everest

»Wir sind den Berg heute so oft hinaufgeklettert und immer wieder heruntergerutscht«, sagte MCH-Trainer Sebastian Rauch. Tatsächlich schien es bis zur besagten Schlusssekunde, als müsse Sennestadt den Abend im Tal und nicht auf dem Gipfel verbringen. Gabriel Oliveira hatte einen stark aufspielenden MCH Mitte der ersten Halbzeit in Führung gebracht. Die Kölner benötigten danach nur zwei Minuten, um die Partie zu drehen und auf den Kopf zu stellen. Hakan Erdem glich noch vor der Pause aus.

Nach der Gelb-Roten Karte gegen Kölns Carlos Blasco Bujan nahm das ohnehin schon rasante Topspiel noch einmal richtig Fahrt auf. Ersin Gül traf zum 3:2, Niclas Hoffmans konterte mit dem erneuten Ausgleich, ehe Gabriel Oliveira den MCH zum dritten Mal in Führung brachte. Es folgte die wohl wirklich dramatischste Schlussphase der Saison mit dem Gipfelsturm von Memos Sözer. »Wir fühlen uns wie auf dem Mount Everest«, scherzte Sebastian Rauch. Auch in der Tabelle ist der Gipfel endgültig in Sichtweite. Mit dem Sieg zog der MCH nach Punkten gleich und dank des gewonnenen direkten Vergleichs (Hinspiel 2:0) wieder in der Tabelle an Köln vorbei. Die Rechnung zum Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft ist damit einfach: Gewinnt der MCH seine letzten vier Spiele, ist er nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Niederlage für Black Panthers

Wuppertaler SV – Black Panthers Bielefeld 2:1 (1:1). Die schlechten Nachrichten rissen für die Black Panthers am Samstag einfach nicht ab – nicht vor und auch nicht während des Spiels. Kapitän Nick Mdoreuli musste kurzfristig passen, dazu verletzte sich Toptorjäger Hakim Aytan schon vor der Pause am Fuß. Den Bielefeldern stand damit nur noch ein weitgehend unerfahrenes Team zur Verfügung. Das hatte »Routinier« Dennis Lobitz schon nach einer Minute in Führung geschossen. Im direkten Gegenzug kam der WSV allerdings zum Ausgleich.

»Es war klar, dass es in dieser Konstellation schwer für uns werden würde. Man hat die Unerfahrenheit auf dem Feld gesehen«, sagte Trainer Raúl de Azevedo. Bemerkbar machte sich die vor allem vor dem Wuppertaler Tor. Die Black Panthers vergaben nach der Pause beste Gelegenheiten und wurden dafür drei Minuten vor dem Ende mit dem Wuppertaler Siegtreffer bestraft.

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