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So., 04.12.2016

FSV Gütersloh siegt im letzten Heimspiel 2017 – Laura Hoffmann zurück nach Bochum 3:2, ‘ne Kiste Cola-Vanille und Likörchen

Die Gütersloherin Shpresa Aradini (rechts), hier verfolgt von Nele Schomaker, erzielt gegen den SV Meppen am Samstag in der Tönnies-Arena zwei Tore.

Die Gütersloherin Shpresa Aradini (rechts), hier verfolgt von Nele Schomaker, erzielt gegen den SV Meppen am Samstag in der Tönnies-Arena zwei Tore. Foto: Wolfgang Wotke

Von Christian Bröder

Rheda-Wiedenbrück (WB). Ohne Zittern geht es in dieser Saison scheinbar nicht: Während 88 Zuschauer bei null Grad auf der Tribüne der Tönnies-Arena bibbern, schlottern den Fußballerinnen des FSV Gütersloh am Samstag aus einem anderen Grund die Knie. Der SV Meppen drängt und drückt mit aller Macht auf den Ausgleich. Doch am Ende gewinnt das Team von Britta Hainke die vorgezogene Partie vom elften Spieltag der2. Bundesliga Nord mit 3:2 (2:1).

Erleichterung pur beim Abschied vom eigenen Anhang: Der Erfolg im letzten Heimspiel des Jahres ist der zweite hintereinander und der fünfte Saisonsieg. Durch ihn klettert der FSV in der Tabelle vorläufig auf Tabellenplatz fünf. »Das ist doch ein schönes Weihnachtsgeschenk fürs Publikum«, strahlt Geschäftsführer Michael Horstkötter mit nikolaus-roten Backen.

In der Hochphase der Glühwein-Saison ist der Vorsprung zur Gefahrenzone auf neun Punkte angewachsen, die Stimmung stimmt. Bei den Gütersloherinnen stehen jedoch andere Getränke hoch im Kurs: Doppeltorschützin Shpresa Aradini (36./52.) wünscht sich für ihr Kopfballtor zum 2:1 wegen des Seltenheitswertes »’ne Kiste Cola-Vanille« als Sonderprämie. Und Spielführerin Marina Hermes bekommt nach Abpfiff von Fan Daniel Green eine Flasche Winter-Sahne-Likör mit Marzipangeschmack in die Hände gedrückt. Na dann, Stößchen!

Schmaler Grad zwischen Angriffsfreude und Angst im Kopf

Als durchaus flüssig und ansehnlich lässt sich auch das temporeiche Kombinationsspiel bezeichnen, mit dem Gütersloh zu Beginn dominiert. Magdalena »Maggi« Richter, Alleinunterhalterin auf links, gelingt das 1:0 (11.). Auch die Bogenlampe von Katrin Posdorfer ist gefährlich (13.), Richter vergibt zwei weitere Chancen (19./22.). Mitten in eine der stärksten Saisonleistungen fällt das 1:1 (23.) durch Denise Franjkovic – ein Mix aus Fehlern und individueller Schwäche. Birgitta Schmücker und Svenja Hörenbaum haben oft mit ihrem Schnelligkeits-Defizit gegenüber der fixen Offensive der Emsländerinnen zu kämpfen. Insgesamt ist Gütersloh hinten anfällig, während es vorne rund läuft: Nach Aradinis Doppelschlag steht es 3:1 und der FSV geht sogar auf das vierte Tor. Stattdessen aber fällt das 2:3 durch Franjkovic (66.), das wieder mal für einen spürbaren Knick beim Gastgeber sorgt. Hainkes Schachzug, mit den Einwechslungen von Melanie Ott und Geldona Morina kurz zuvor (64.) die Zentrale stärken zu wollen, geht nicht auf. Wieder flattern die Nerven.

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Ich freue mich, dass wir dem Druck stand gehalten haben

Britta Hainke

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Torhüterin Sarah Rolle muss ein ums andere Mal parieren, doch am Ende reicht’s. »Ich freue mich, dass wir dem Druck stand gehalten haben«, erklärt die Trainerin. Der 48-Jährigen steht demnächst eine Spielerin weniger zur Verfügung: Laura Hoffmann, im April 2015 vom VfL Bochum gekommen, kehrt aus beruflichen Gründen zu ihrem Heimatverein zurück. Die 25-Jährige, im Hauptjob Krankenkassen-Mitarbeiterin, hat einen neuen Posten eingenommen und kann den Aufwand mit Anreise zum Training nicht weiter betreiben.

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Montag, 5. Dezember, im WESTFALEN-BLATT, Lokalsport Gütersloh.

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