Do., 24.05.2018

Gute Gene: Patrick Choroba begibt sich auf Spuren von Papa Wojciech Wie der Vater so der Sohn

Wojciech Choroba (links) hat 82 Mal für den FC Gütersloh in der 2. Bundesliga gespielt. Sohn Patrick, hier noch im Verler Trikot, will bald in der 3. Liga kicken.

Wojciech Choroba (links) hat 82 Mal für den FC Gütersloh in der 2. Bundesliga gespielt. Sohn Patrick, hier noch im Verler Trikot, will bald in der 3. Liga kicken. Foto: Dünhölter/Borgmeier

Von Christian Bröder

Verl (WB). Dass er seiner ebenso fußballbegeisterten Schwester Joanna wie am Mittwoch bei der Gartenarbeit hilft, wird künftig schwierig für Patrick Choroba. Dem gebürtig aus Gütersloh stammenden Rechtsverteidiger, noch bis zum 30. Juni beim SC Verl unter Vertrag, steht ein Umzug ins Haus.

Seit Dienstag ist es offiziell: Der 21-Jährige verlässt den West-Regionalligisten nach insgesamt neun Jahren – zwei davon in der 1. Mannschaft, für die er in der abgelaufenen Saison 33 Partien (5 Tore) absolviert hat. »Es fällt mir sehr schwer zu gehen, denn ich habe seit der Jugend in Verl gespielt. Aber jetzt ist es an der Zeit, mal den nächsten Schritt zu gehen«, erklärt Choroba, der in den nächsten Tagen bei seinem neuen Verein unterschreiben wird. Angebote hat er aus der 1. Liga in Polen sowie der 3. Liga in Deutschland vorliegen, besonderen Reiz hat die Offerte eines Klubs aus dem Süden. Choroba: »Vielleicht geht es nach Baden-Württemberg. Die Tendenz ist, dass ich in Deutschland bleibe. Hier habe ich meine Freunde und meine Familie.«

»Die Karriere meines Vaters spielt dabei eine große Rolle«

Gute Gene sind im Spiel: Vater Wojciech spielte einst selbst beim SC Verl, ehe der polnische Verteidiger zwischen 1996 und 1999 für den FC Gütersloh 82 Mal in der 2. Bundesliga zum Einsatz kam. Wie der Vater so der Sohn? »Klar. Die Karriere meines Vaters spielt dabei auch eine große Rolle. Man möchte seinem Papa ja zeigen, dass man auch das Zeug dazu hat, höherklassig zu spielen. Vielleicht klappt es mal mit der 2. Liga. Das wäre ein Traum«, sagt Choroba junior, der nun den Beweis antreten will, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Einige Drittligisten aus der Region hatten den Defensivmann auf dem Zettel: Beim VfL Osnabrück und bei den Sportfreunden Lotte ist er ein Thema gewesen, Preußen Münster hat ihm abgesagt. Nun also zieht’s ihn woanders hin – entweder nach Polen oder nach Süddeutschland.

Klar ist aber, dass Patrick Choroba seinen Heimatort Lipperreihe bei Oerlinghausen verlassen wird. Dort wohnt er noch bei Papa Wojciech, Mutter Sabine und Oma Klara, die erst vor einige Zeit aus Polen zugezogen ist. Die drei werden ihren Patrick künftig wohl genauso etwas seltener sehen wie Schwester Joana, bei der er sich aber ein ähnlich fachkundiges Urteil einholen könnte wie bei Papa Wojciech. Auch die hauptberufliche Polizistin spielt nämlich Fußball, in der Bezirksliga beim SC Bielefeld.

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