Sa., 13.10.2018

Prämisse gegen Dortmund: Hinten zu Null spielen Wer soll beim FCG die Tore schießen?

Nick Flock (links) wird auch gegen den ASC Dortmund erneut die linke Außenbahn beackern müssen, da Vadim Thomas beim FC Gütersloh ein letztes Mal rotgesperrt fehlt.

Nick Flock (links) wird auch gegen den ASC Dortmund erneut die linke Außenbahn beackern müssen, da Vadim Thomas beim FC Gütersloh ein letztes Mal rotgesperrt fehlt. Foto: Wolfgang Wotke

Von Dirk Heidemann

Gütersloh (WB). Selbstvertrauen ist ein zartes Pflänzchen, das gehegt und gepflegt werden muss, um seine volle Pracht entfalten zu können. Beim FC Gütersloh ist dieses Pflänzchen schon vor längerer Zeit zertrampelt worden.

»Das fehlende Selbstvertrauen ist unser größtes Problem«, sagt Dennis Brinkmann, Trainer des auf dem letzten Tabellenplatz stehenden Fußball-Oberligisten, vor dem Heimspiel am Sonntag gegen den ASC Dortmund (Platz sieben/ 14 Punkte). Die Angst, einen folgenschweren Fehler begehen zu können, hemmt so manchen Gütersloher Kicker in seinen Aktionen.

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Fußball-Sachverstand ist bei uns auf dem Platz genügend vorhanden. Aber es hapert an der Umsetzung.

Dennis Brinkmann

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Die Folge: der Spielfluss stockt, gefährliche Szenen vor dem gegnerischen Kasten sind selten. Ganze fünf erzielte Tore in neun Partien sprechen eine deutliche Sprache. »Fußball-Sachverstand ist bei uns auf dem Platz genügend vorhanden. Aber es hapert an der Umsetzung«, meint Dennis Brinkmann, der daher immer als erstes im Blick hat, dass hinten die Null steht.

24 Gegentore – der Oberliga-Tiefstwert

Das Problem: Bislang hat das nur beim 0:0 gegen Ahlen geklappt, da sich die Hintermannschaft ansonsten als nicht sonderlich sattelfest erwiesen hat. 24 Gegentreffer sind Oberliga-Tiefstwert. »Dabei sollte die Abwehr eigentlich unser Prunkstück sein«, will Dennis Brinkmann die Akteure in diesem Mannschaftsteil jetzt deutlicher in die Pflicht nehmen: »Ich erwarte, dass dort mehr Verantwortung übernommen und vor allem bei Standardsituationen konsequenter verteidigt wird.«

Wer macht’s vorne? Flock auf Außen – Wieckowicz pausiert

Sollte gegen den ASC Dortmund ein Gegentor verhindert werden können, stellt sich aber immer noch die Frage, wer vorne einen Treffer erzielen kann. Mittelstürmer Lars Schröder wird mit einer Schultereckgelenkssprengung noch mindestens vier Wochen lang fehlen, sein eigentlicher Stellvertreter Nick Flock muss mangels Alternativen auf der linken Außenbahn ran. Dort fehlt Vadim Thomas, der noch ein letztes Mal rotgesperrt zusehen wird. Wieder dabei sind Serdar Erdogmus (Gelb-Rot-Sperre abgesessen) und Mergim Deljiu (Ellenbogenluxation auskuriert). In der kommenden Woche wird auch Nico Bartling zurückkehren, so dass neben Schröder dann nur noch Markus Baum (fällt mit einem Faserriss im Oberschenkel bis zur Winterpause aus) ersetzt werden muss. Selbigen hat Matthäus Wieckowicz zwar nicht erlitten, der Routinier soll dennoch am Sonntag eine Pause einlegen

ASC – gefestigtes Team mit Brümmer und Südfeld als Korsettstangen

Den ASC Dortmund, der in der vergangenen Saison lange um den Aufstieg mitgespielt hatte, bezeichnet Dennis Brinkmann als »gefestigte Mannschaft mit zwei Ausnahmespielern«. Der Coach meint damit die beiden Mittelfeldakteure Kevin Brümmer und Phil Südfeld, die zusammen schon sieben Treffer erzielt haben.

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