Fr., 04.01.2019

Für »Mühle« ist Loxten haushoher Favorit – Dähne wechselt nach Werther – Kein Harz in Wiedenbrück Der Pokal polarisiert

Pascal Pelkmann (links) und Nico Schmeckthal (rechts) wollen am Samstag mit Oberligist TSG Harsewinkel in eigener Halle den Einzug in die Endrunde schaffen.

Pascal Pelkmann (links) und Nico Schmeckthal (rechts) wollen am Samstag mit Oberligist TSG Harsewinkel in eigener Halle den Einzug in die Endrunde schaffen. Foto: Wolfgang Wotke

Von Christian Bröder

Gütersloh (WB). Vier Austragungsorte, 32 Mannschaften und 56 Spiele: Das Handballjahr 2019 beginnt für die Klubs aus der Region traditionell mit dem Kreispokal der Frauen und Männer – und eben dessen zwiespältiger Betrachtungsweise. Für die einen ist er eine Woche vor dem Wiederbeginn der Meisterschaft ein willkommener Härtetest, für die anderen einfach über.

Dem Verbandsliga-Dritten TV Isselhorst und Trainer Dirk Elschner passt der Wettbewerb in der Vorbereitung nämlich zeitlich ebenso wenig ins Konzept wie Bezirksligist SG Neuenkirchen-Varensell. Verbandsligist Spvg. Steinhagen schickt nur seine zweite Garnitur (Landesliga-Letzter) am Samstag zur Viertelfinal-Gruppe 4 nach Wiedenbrück, zumal dort in der Halle ein Harzverbot herrscht.

TSG Harsewinkel wieder im Training – Bröskamp wird geschont

Auch für Manuel Mühlbrandt und Oberligist TSG Harsewinkel genießt die Meisterschaft klar Priorität, gleichwohl gewinnt der Trainer dem Pokal-Wochenende etwas Positives ab: »Wir können wieder spielen, ein paar Abstimmung vornehmen und Situationen unter Wettkampfbedingungen simulieren«, erklärt der 34-Jährige, der am Mittwoch die Vorbereitung für den zweiten Saisonteil aufgenommen hat. Der 60-minütigen Flutlicht-Laufeinheit im Moddenbachstadion und anschließendem Fitnessstudio-Besuch blieben die Urlauber Malik St. Claire, Benjamin Doherty und Florian Öttking noch fern, am Samstag sollen sie nach dem gemeinsamen Frühstück in der Gruppenphase vor eigenem Publikum dagegen dabei sein. Schlüsselfigur Florian Bröskamp wird hingegen bewusst geschont. Mühlbrandts Zielsetzung: »Wir wollen natürlich gern die Endrunde am Sonntag erreichen. Aber Loxten ist haushoher Favorit. So wie im letzten Jahr werden sie sich nicht noch mal die Butter vom Brot nehmen lassen.«

Vorjahres-Finalisten mit HSG Gütersloh in der »Todesgruppe« 2

Zur Erinnerung: Die »Frösche« von Ex-Zweitligaspieler Dirk Schmidtmeier verloren das Endspiel gegen Landesligist TuS Brockhagen mit 11:12 (5:5). Beide Klubs kreuzen diesmal schon vorzeitig in der »Todesgruppe« 2 in Brockhagen die Klingen, in der auch die seit Donnerstag wieder trainierende HSG Gütersloh spielt. Für Trainer Jochen Borcherding (51) ist der hiesige Wettbewerb noch Neuland: »Ich kenne den Pokal nur aus dem Kreis Minden-Lübbecke, wo das Thema zigfach diskutiert worden ist. Im Prinzip gibt es ja nur ein Vorbild, das richtig angenommen wird – nämlich im Kreis Bielefeld. Dort ist richtig Rambazamba.« Weil sein Team personell nach wie vor »am Stock geht«, kommt ihm der Termin nicht gerade gelegen, »aber wir nehmen es, wie es kommt.« Womöglich auch mit einer Neuverpflichtung: Dem Vernehmen soll Yannick Fingberg von Ligakonkurrent SG Neuenkirchen-Varensell zu den Schwarz-Gelben wechseln.

TVV: Männer dürfen nicht harzen, Frauen sind Favorit

Bei Landesligist TV Verl, der auch mit dem Harzverbot in Wiedenbrück zurecht kommen muss, lassen die Trainer Thomas Fröbel und Robert Vosshans »diejenigen spielen, die da sind«. Die Verler Handballerinnen um Trainer Hendryk Jänicke gehen als Oberligist hingegen als Favorit bei den Frauen ins Rennen. Es gilt aber, die Schmach des Vorjahres auszumerzen, als Verl in der Vorrunde ausschied. Titelverteidiger ist die TG Hörste, die 2018 Brockhagen mit 14:13 (8:7) bezwungen hat.

Johnny Dähne wechselt zu seinem Heimatklub TV Werther

»In deinem Spielerpass muss als erster und als letzter Verein TV Werther stehen.« Die Worte seines ersten Jugendtrainers Gerhard »Martha« Horstmann setzt Johnny Dähne (36) im Mai in die Tat um: Der ehemalige Zweitliga-Torwart (rund 100 Spiele für HSG 02 Bielefeld und TuS Spenge) wechselt vom Oberliga-Schlusslicht TSG Harsewinkel zu seinem Stammverein TV Werther in die Handball-Landesliga. »Ich habe von der F- bis zur A-Jugend beim TV gespielt, kenne alle Leute und wohne mit meiner Familie seit dem 1. Dezember auch wieder in Werther. Außerdem freue ich mich, in einer jungen und lernwilligen Truppe zu spielen und diese mit zu führen«, begründet Dähne den Wechsel. Derzeit steht er im achten Jahr für die TSG Harsewinkel zwischen den Pfosten, will aber künftig am Wohnort trainieren und spielen, weil die Familie Vorrang genießt. Seinem aktuellen Team hat Dähne am Mittwoch seinen Entschluss mitgeteilt. Manuel Mühlbrandt: »Das ist natürlich hart. Er hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern der TSG sicher.« (guf/cbr)

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