Fr., 11.01.2019

Die »kleine TSG« empfängt heute den großen Bruder aus Bielefeld Ohne Angst ins ungleiche Duell

Die handballerischen Fähigkeiten von Sven Bröskamp sind unbestritten. Doch auch der Mannschaftskapitän der TSG Harsewinkel muss sich noch mehr in das Kollektiv einbringen, damit das Ziel Klassenerhalt erreicht werden kann.

Die handballerischen Fähigkeiten von Sven Bröskamp sind unbestritten. Doch auch der Mannschaftskapitän der TSG Harsewinkel muss sich noch mehr in das Kollektiv einbringen, damit das Ziel Klassenerhalt erreicht werden kann. Foto: Carsten Borgmeier

Von Dirk Heidemann

Harsewinkel (WB). Drei deprimierende Niederlagen zum Ende des Handball-Jahres 2018 und Anfang 2019 gleich das Vorrunden-Aus im Kreispokal. Oberligist TSG Harsewinkel geht sportlich schwer angeschlagen in den heutigen Rückrundenauftakt gegen den selbst ernannten Meisterschaftsfavoriten TSG A-H Bielefeld (20 Uhr).

Dennoch ist beim Tabellenschlusslicht der Glaube an den Klassenerhalt nach wie vor vorhanden. Zumindest bei Trainer Manuel Mühlbrandt. Diesen Glauben will er nun endlich auch bei der Mannschaft sehen. »Die Jungs müssen jetzt den nächsten Schritt auf der Charakterebene machen. Ich will Mentalität und Teamgeist sehen. Da stehen Freunde auf der Platte, da muss jeder bereit sein, für den anderen einen Meter mehr zu machen«, fordert »Mühle« Leidenschaft für den Handballsport ein: »Der Funke muss von der Truppe kommen. Wenn der den Benzinkanister erreicht, dann können wir auch ein Feuerwerk entfachen.«

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Den Bielefeldern sind wir haushoch unterlegen.

Manuel Mühlbrandt

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Dieser Satz ist indes eher langfristig zu verstehen und sollte nicht auf den heutigen Abend gemünzt werden. »Den Bielefeldern sind wir haushoch unterlegen«, meint Mühlbrandt, der den Zuschauern im »Hasenbau« vorrangig ein »geiles Oberligaspiel« bieten will, in dem seine Mannschaft keine Angst zeigen und dagegenhalten soll: »Sonst werden wir überlaufen.« Die TSG vom Teutoburger Wald hinkt bei ihrem zweiten Anlauf in Richtung Aufstieg bei vier Zählern Rückstand auf Spitzenreiter LIT Tribe Germania erneut den eigenen Ansprüchen hinterher. Und zeigt sich nach der Trennung von Trainer Stephan »Apollo« Just demütiger denn je. »Wer meint, in dieser Oberliga könne auch nur ein Spiel im Vorbeigehen gewonnen werden, unterliegt einem fatalen Irrtum. Im Hinspiel hat Harsewinkel nicht sein komplettes Leistungsvermögen gezeigt«, sagt der neue TSG-Trainer Dr. Carl Moritz Wagner, der nach ausgiebigem Videostudium des Gegners orakelt: »Harsewinkel ist in der Liga angekommen. Ich halte viel von denen. Die haben Gladbeck zu Hause geschlagen und werden auch uns vor Aufgaben stellen.«

TSG fehlen Spielmacher und emotionaler Leader

Das kann aber nur über das Kollektiv funktionieren, wobei die Harsewinkeler Mannschaft gleich zwei Handicaps kompensieren muss: Neben dem klassischen Spielmacher fehlt auf der Platte auch ein emotionaler Leader. Der Forderung, er müsse es selbst richten, erteilt Manuel Mühlbrandt eine Absage (»Ich habe 20 Kilo zu viel auf den Rippen«) und setzt lieber auf weitere Lernprozesse innerhalb seiner jungen Mannschaft, die heute Abend maximal durch Sebastian Dreiszis zusätzliche Routine erfahren wird.

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