Di., 12.02.2019

Klaus Rubart hängt nach zehn Moderationsjahren das Mikrofon an den Nagel Die letzte Zeitreise in die Historie

Wurden am Sonntagvormittag in der Aula der Michaelisschule für 60- beziehungsweise 65-jährige Vereinstreue zum Gütersloher TV geehrt: Karin Kastien (von links), Kirsten Herrmann, Dietlind Rocklage, Helmut Tromm, Helga Schnell, Fritz Diethard Güth und Rainer Ahnepohl.

Wurden am Sonntagvormittag in der Aula der Michaelisschule für 60- beziehungsweise 65-jährige Vereinstreue zum Gütersloher TV geehrt: Karin Kastien (von links), Kirsten Herrmann, Dietlind Rocklage, Helmut Tromm, Helga Schnell, Fritz Diethard Güth und Rainer Ahnepohl. Foto: Jens Dünhölter

Von Jens Dünhölter

Gütersloh (WB). Ehre, wem Ehre gebührt. Die im Rahmen einer liebevoll zelebrierten Feierstunde vollzogene Auszeichnung seiner altgedienten, verdienten Mitglieder gehört seit 1975 zum festen Jahresprogramm des Gütersloher Turnvereins von 1879.

Am Sonntagvormittag versammelte der Vorstand um seine Vorturnerin Sabine Röhrs insgesamt 51 nicht mehr ganz taufrische, dem GTV aber noch immer im Herzen verbundene Jubilarinnen und Jubilare und in der Aula der Michaelisschule. Zu feiern gab es dabei die stolze Summe von insgesamt 2005 Jahre andauernder Verbundenheit zum ältesten Gütersloher Sportverein.

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Ich hätte gerne weiter gemacht, aber man wird eben nicht jünger.

Klaus Rubart

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Unter dem Motto »Ein Verein, ist genau das, was die Mitglieder daraus machen« nahm Moderator Klaus Rubart (74) die Honoratioren, Freunde und Verwandte mit auf eine eineinhalbstündige Zeitreise in die Historie des in diesem Jahr seinen 140. Geburtstag begehenden Vereins. Für den moderierenden Reiseleiter war es gleichzeitig seine Abschiedsvorstellung. Nach zehn Moderationsjahren hängt die Stimme des GTV sein Mikrofon unwiderruflich an den Nagel. »Nächstes Jahr werde ich 75. Ich hätte gerne weiter gemacht, aber man wird eben nicht jünger. Es geht leider nicht mehr«, begründete Rubart die von allen Anwesenden bedauerte Entscheidung. Der Gentleman alter Schule hinterlässt große Fußstapfen.

Ganze Familien im Einsatz für den GTV

Anhand etlicher Beispiele zeigte Klaus Rubart auf: Die oft zitierte Turnerfamilie lebt auch von der Blutauffrischung samt Übergabe des Mitgliedsausweises von der einen auf die nächste Generation sowie dem Einsatz ganzer Familien. In diese Kategorie fällt die Familie Vorderwisch-Behr, die mit Marion Vorderwisch-Behr und Harald Behr zwei 25-er Jubilare stellte. Mit Christian (für 40 Jahre) und Michael (50 Jahre) Hark wurden am Sonntag auch die beiden Söhne des Ehrenmitglieds Ernst Hark ausgezeichnet. Zweimal fiel ebenfalls der Name Rubart. Seine verbalen Lorbeerkränze durfte Moderator Klaus Rubart auch seinen beiden Brüdern Rudi (81 Jahre) und Gerd (79 Jahre) für jeweils 65-jährige Verbundenheit aufsetzen.

Wer GTV sagt, kommt seit Jahrzehnten beim Turnen, Reha-Sport, Fußball oder der in unzähligen Strenge-Cup-Mensa-Einsätzen bewährten Familie Dankow/Schnell nicht vorbei. Philipp Schnell feierte sein 50-jähriges GTV-Jubiläum, seine Nichte Ramona Dankow ihr 25-jähriges. Addiert man aus dem Familienclan die Schwestern Ulrike und Annette Dankow, deren Mutter Gerda sowie das Brüderpaar Harald und Roland Schnell dazu, kommen unter dem Strich »schnell« mehr als 350 Jahre GTV heraus.

2335 Mitglieder verteilen sich auf 16 Abteilungen

Bei allem Bemühen gelebte Werte wie Tradition zu bewahren, verdeutlichte Rubart auch die mannigfachen Veränderungen, mit denen die Turnerfamlie sich immer wieder dem modernen Zeitgeist angepasst hat. 1976 gingen 2257 Mitglieder verteilt auf acht Abteilungen in 16 Turnhallen sowie drei Sportplätzen und 75 Übungsgruppen ihrem Hobby nach. Heute sind die aktuell 2335 Mitglieder dezentral auf 16 Abteilungen, zwei Kurssysteme, drei Sportplätze, 20 Turnhallen sowie diverse Kursorte verteilt.

Etwas unerwartet musste die Jubilarehrung ohne ihren eigentlichen Höhepunkt auskommen. Der Blumenstrauß sowie die Anstecknadel für das in diesem Jahr mit 70 Vereinsjahren verdienteste Mitglied Hannelore Meyer blieb auf dem Ehrungstisch liegen. »Sie ist aus gesundheitlichen Gründen verhindert und leider nur in unseren Herzen dabei«, stellte Rubart bedauernd fest.

Die Geehrten

70 Jahre: Hannelore Meyer.

65 Jahre: Kirsten Herrmann, Karin Kastien, Helga Schnell, Rainer Ahnepohl, Dietlind Rocklage, Fritz Diethard Güth, Gerd Rubart, Rudolf Rubart.

60 Jahre: Helmut Tromm.

50 Jahre: Anny Kramm, Karin Schöppner, Luise Vaupel, Marianne Kalies, Ingrid Knopp, Philipp Schnell, Michael Hark.

40 Jahre: Olaf Herold, Ingried Hinsen, Eberhard Kraak, Lisa Strothotte, Annelies Thieme, Dietlind Walkenhorst, Franz-Josef Börger-Schlie, Christian Hark, Maren Beimdiek, Gerhard Kronsbein, Ulrich Nordhorn, Rolf Streßler.

25 Jahre: Ramona Dankow, Sylvia Dettmer, Ina Merklinghaus, Beate Otte, Marion Vorderwisch-Behr, Kornelia Wagener, Brunhild Wildeboer, Gisela Seifert, Jörg Balk, Markus Kamp, Marie Carolin Leweke, Frederik Peterburs, Kai Reckeweg, Klaus Jürgen Ulrich, Erhard Hartmann, Frank Papesch, Klaus Dieter Schlichting, Harald Behr, Kirsten Fingberg, Sigrid Temme-Birkenhake, Petra Raschke.

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