So., 04.11.2018

31:28 über Möllbergen – TSG Harsewinkel gelingt der erste Saisonsieg Explosion im Hasenbau

Sergej Braun, der sich hier gegen Jan Camen durchsetzen kann, ist am Sonntagabend mit acht Treffern erfolgreichster Torschütze der TSG Harsewinkel. Seine Gegenstöße bringt der Rechtsaußen mit traumwandlerischer Sicherheit im gegnerischen Kasten unter.

Sergej Braun, der sich hier gegen Jan Camen durchsetzen kann, ist am Sonntagabend mit acht Treffern erfolgreichster Torschütze der TSG Harsewinkel. Seine Gegenstöße bringt der Rechtsaußen mit traumwandlerischer Sicherheit im gegnerischen Kasten unter. Foto: Wolfgang Wotke

Von Dirk Heidemann

Harsewinkel (WB). Hallensprecher Hansi Feuß zählt die letzten Sekunden herunter, dann ist der historische Moment gekommen: Die Handballer der TSG Harsewinkel gewinnen das erste Oberligaspiel in ihrer Vereinsgeschichte, nach 0:14 Punkten leuchtet am Sonntagabend ein 31:28 (16:16) über den TuS 09 Möllbergen von der Anzeigetafel.

Während in der benachbarten Mehrzweckhalle die Kaninchenzüchter gerade mit dem Abbau ihrer zweitägigen Zuchtschau beschäftigt sind, explodiert ein paar Meter weiter der Hasenbau. Die 350 Zuschauer feiern ihre Handball-Helden mit stehenden Ovationen, während sich ein geschaffter TSG-Trainer Manuel Mühlbrandt erst einmal auf die Ersatzbank plumpsen lässt und sein Gesicht in beiden Händen begräbt.

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Der Knoten ist geplatzt und das hat sich die Mannschaft auch verdient. Die Jungs haben die ganze Zeit gekämpft, die Brust rausgestreckt und den Kopf oben getragen.

Manuel Mühlbrandt

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»Der Knoten ist geplatzt und das hat sich die Mannschaft auch verdient. Die Jungs haben die ganze Zeit gekämpft, die Brust rausgestreckt und den Kopf oben getragen«, freut sich »Mühle« über den großen Triumph.

Viele Väter: Braun, Öttking, Bröskamp und Dähne stechen hervor

Der Erfolg über Möllbergen hat viele Väter. Aus einer geschlossen starken Mannschaft stechen Gegenstoß-Spezialist Sergej Braun, der sichere Siebenmeter-Schütze Florian Öttking, der in der zweiten Halbzeit überragend haltende Torhüter Johnny Dähne sowie der in der Schlussphase aufdrehende Florian Bröskamp heraus. Voll in den Dienst der Truppe stellt sich Sven Bröskamp, der nach seiner dritten Zeitstrafe in der 40. Minute nur noch zuschauen darf. »Dafür hat es sich aber gelohnt«, zeigt der Kapitän stolz auf das Endergebnis. Hinten hält der Innenblock mit Nico Schmeckthal, Sebastian Dreiszis, Moritz Schneider und Nikola Krspogacin den Laden zusammen. »Wir hatten eine starke Abwehr mit ordentlich Körperlichkeit drin«, lobt Manuel Mühlbrandt.

Von 20:22 (44.) auf 24:22 (47.) – die Halle steht Kopf

Bei insgesamt neun Zeitstrafen muss die TSG am Sonntagabend lange Phasen in Unterzahl agieren, löst diese Situationen aber brillant. Aus einem 3:7 (11.) wird ein 10:10 (20.), obwohl die TSG zeitweise nur mit drei Mann auf der Platte steht. Auch daraus ziehen die Harsewinkeler den Glauben, dass es endlich mit dem ersten Saisonsieg klappen kann. Als die TSG in einem jederzeit engen Spiel nach dem 20:22 (44.) auf 24:22 (47.) stellt, steht die Halle Kopf. Möllbergen bleibt dran, gleicht zum 24:24 (50.) aus. Doch wieder gelingen der TSG vier Treffer am Stück, das 28:24 (55.) ist mehr als eine Vorentscheidung.

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Unterm Strich hatte Harsewinkel in der zweiten Halbzeit eine Torhüterleistung, wir über 60 Minuten keine

Andre Torge

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»Unterm Strich hatte Harsewinkel in der zweiten Halbzeit eine Torhüterleistung, wir über 60 Minuten keine«, sagt TuS-Trainer Andre Torge, der zudem das Überzahl-Spiel seiner Mannschaft kritisiert, zu viele Gegenstöße in Stress-Situationen sieht und die schlechte Verteidigung gegen Florian Bröskamp moniert. »Das alles summiert sich dann«, so Torge.

Chancen auf den Klassenerhalt sind wieder realistisch

Die TSG hat durch diesen einen Sieg nun wieder ganz realistische Chancen auf den Klassenerhalt. Oberaden ist punktgleich und der TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck sowie Möllbergen haben nur einen beziehungsweise zwei Zähler mehr auf dem Konto.

TSG Harsewinkel: Schröder/Dähne (ab 17.) - S. Bröskamp (2), Öttking (6/6), Krspogacin (3), Braun (8), Dreiszis, Kalter (3), St. Claire (1), F. Bröskamp (6), Doherty, Schneider, Schmeckthal (2).

TuS 09 Möllbergen: Donnecker/Rose (ab 40.) - Altvater (3), Wiemann (2), Fischedick (1), Berg (1), Camen (4), Luchtmeier, Kaatze (13/9), Kämper (3), Witte, Richter (1).

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