Do., 06.12.2018

Seit 25 Jahren zieht der Christkindllauf Wiedenbrück in seinen Bann Sie wissen, wie der Hase läuft

Neben Englein und Weihnachtsmännern hat sich im Dezember 2017 auch ein Hase unter die rund 1200 Läufer des Christkindllaufs durch das festliche beleuchtete Wiedenbrück gemischt. Am Freitag geht’s wieder auf die Strecke.

Neben Englein und Weihnachtsmännern hat sich im Dezember 2017 auch ein Hase unter die rund 1200 Läufer des Christkindllaufs durch das festliche beleuchtete Wiedenbrück gemischt. Am Freitag geht’s wieder auf die Strecke. Foto: Markus Nieländer

Von Christian Bröder

Rheda-Wiedenbrück (WB). Dass sich am Freitag ab 19 Uhr wieder ein 1200 Menschen umfassender Lindwurm durch die engen Gassen der Emsstadt seinen Weg bahnt, bereitet Martin Masjosthusman keine Sorgen. Im Gegenteil. Dem Cheforganisator bereitet die Bewältigung des 26. Wiedenbrücker Christkindllaufs schon im Vorfeld riesige Freude.

Kein Wunder, denn: »Wir wissen ja mittlerweile, wie der Hase läuft«, sagt der 55-Jährige, der seit neun Jahren hauptverantwortlich für den reibungslosen Ablauf ist. Ihm stehen beim festlichen Klassiker auch diesmal wieder rund 100 Helfer zur Seite, die sich aus den Reihen der veranstaltenden LG Burg mit ihren 250 Mitgliedern rekrutieren.

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Es klingt abgedroschen, aber wir bieten einen Lauf von Läufern für Läufer

Martin Masjosthusmann

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»Das ist eine Zutat für unser Erfolgsrezept. Es klingt abgedroschen, aber wir bieten einen Lauf von Läufern für Läufer«, erklärt Masjosthusmann, der sich im Vorjahr über 1196 Finisher freuen durfte – darunter auch Zielläufer im obligatorischen Weihnachtsmann-Kostüm sowie Engel und ein Osterhase.

Wer am besten »Haken schlägt«? Weldemichael und Riechers gemeldet

Wer diesmal sportlich am besten »Haken schlägt« ist offen. Fest steht aber, dass der neunmalige Sieger Elias Sansar (2001 bis 2009) wieder mit der Startnummer neun gelistet ist, zudem haben sich bei den Männern der Vorjahreszweite Robil Weldemichael (Delbrück) und Nicolai Riechers (Osnabrücker TB) angekündigt. Nicht angemeldet ist neben Vorjahressieger Karsten Meier (LG Braunschweig, 30:35 Minuten) auch Streckenrekordhalter Amanal Petros, der 2014 sein Programm in 30:18 Minuten abspulte. »Für den Fall der Fälle hätten wir aber vier bis fünf Wildcards in der Hinterhand«, sagt Masjosthusmann.

Michelle Rannacher legt mit der Startnummer eins los

Den Sonderstatus benötigt Michelle Rannacher nicht. Die 24-jährige Topläuferin der DJK Gütersloh hat ihr Ticket nämlich auf dem herkömmlichen Wege während der Online-Anmeldephase am 10. Oktober gebucht. Darüber war Michael Reker vom Meldebüro genauso erstaunt wie über die Tatsache, dass der Lauf nach 2:20 Minuten ausgebucht war und damit »erstaunlicherweise genau die gleiche Zeit wie im Vorjahr« zustande kam. Vorjahressiegerin Rannacher (37:16 Minuten) erhält als Belohnung für ihre Treue und ihren Status als Titelverteidigerin übrigens die Startnummer eins. Zu ihren Konkurrentinnen zählen auch Daniela Wurm und die Vorjahreszweite Christl Dörschl (37:34 Minuten) von der SG Wenden.

Strecke neu vermessen: exakt 10.024 Meter – Noch geheim: Ehrung geplant

Gelaufen werden am Freitagabend wieder vier Runden, die Strecke ist bestenlistentauglich. Weil nach zehn Jahren die DLV-Vermessung ausgelaufen war, ist Vermesser Ortwin Roye aus Soest im Juli zur Tat geschritten. »Er hat die Strecke mit seinem Eichgerät am Fahrrad sechs Mal vermessen. Herausgekommen ist, dass eine Runde 2506 Meter misst«, verrät Masjosthusmann. Für sich behält der Cheforganisator den Namen der Person, die am Freitagabend vor dem Startschuss noch eine offizielle FLVW-Ehrung erfährt: »Das ist noch geheim.«

Auch das »Drumherum« trägt zum Erfolg bei

Nicht geheim sind ist das Erfolgsrezept des Christkindllaufs: Neben Helfern wie Dietmar Sander und Rolf Isenbort (Strecken-Organisation) oder Elisabeth Nottelmann (Teestand) ist für Martin Masjosthusmann auch »das Drumherum« entscheidend. Der Weihnachtsmarkt, die beleuchtete City, die vielen Zuschauer und die Atmosphäre sorgen am Freitag wieder für Festtagsstimmung.

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