Di., 12.02.2019

Schwimmen: Steinhagener Damenmannschaft schafft Aufstieg in die 2. Bundesliga Grandioser Auftritt schreibt Geschichte

Gemeinsam mit Trainer Klaus Völcker feiern die SCSA-Schwimmerinnen den Erfolg – hinten von links: Lucia Penzel, Christina Cordes, Karolin Kuhlmann, Nicola Winkler, Ella Wagner, Johanna Heidemann und Celestina Kansy; vorne: Bette Buttwill.

Gemeinsam mit Trainer Klaus Völcker feiern die SCSA-Schwimmerinnen den Erfolg – hinten von links: Lucia Penzel, Christina Cordes, Karolin Kuhlmann, Nicola Winkler, Ella Wagner, Johanna Heidemann und Celestina Kansy; vorne: Bette Buttwill. Foto: SCSA

Steinhagen (WB). Im »Direktflug« aus der Landesliga über die Oberliga in die 2. Bundesliga: Die Schwimmerinnen des SC Steinhagen-Amshausen haben in Oberhausen den triumphalen Durchmarsch in der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft (DMS) mit einem weiteren Aufstieg vollendet.

»Das war ein grandioser Auftritt unserer Damentruppe«, lobte SCSA-Trainer Klaus Völcker die Gesamtleistung, stöhnte aber auch: »Dahinter steckte eine brutale Planung.« Denn so ein Mannschaftswettbewerb verläuft nie ohne personelle Probleme. Auch die Steinhagenerinnen blieben nicht verschont: Karolin Kuhlmann mit einer Fingerblessur, Lucia Penzel mit einer Blockade im Oberarm, Celestina Kansy mit Magenproblemen im Lauf der Woche oder Erkältungen wie bei Nicola Winkler. Ergänzungsstarterin Ramani Köppe (Jahrgang 2005) musste mit Fieber im Bett bleiben, sodass Klaus Völcker auf acht Damen vertraute.

Unter zehn Oberliga-Teams im Rahmen der Deutschen Mannschaftsmeisterschaften war Steinhagen nach der Vorjahreswertung an dritter Stelle eingestuft, nur die ersten beiden konnten aufsteigen. Das Pensum: zwei Durchgänge mit jeweils 13 Rennen, eine Stunde Pause, jede Teilnehmerin war maximal nur viermal startberechtigt. Den Namen des James-Dean-Kultfilms »Denn sie wissen nicht, was sie tun« konnte man getrost umdrehen: Die SCSA-Athletinnen wussten, was sie konnten und wollten. Trainer Klaus Völcker, seine Ehefrau Anne und Mariola Niegoth hatten getüftelt und als erste Schwimmerin die wettkampfstabile Bette Buttwill aufgestellt. Die Sechzehnjährige legte den Grundstein, blieb über 200 m Freistil zum ersten Mal unter 2:10 Min. (2:09,59).

Perfekte Planung und Wettkampfhärte lösen alle Personalprobleme

Vom zweiten Rennen an übernahmen die SCSA-Frauen die Gesamt-Führung. Auf dem Weg in die NRW-Jahrgangsspitze verbesserte sich Johanna Heidemann (2004) über 200 m Rücken um 2,5 Sekunden auf tolle 2:24,85. Dass auch die längeren Strecken gut abgedeckt waren, dazu trug Christina Cordes (2001) mit 10:32,95 über 800 m Freistil bei. Hochwertige Zeiten knallte Ella Wagner (2003) über 200 m (2:25,20) und 400 m Lagen (5:12,47) heraus. »Karo« Kuhlmann (95), im ersten Durchgang nur einmal eingesetzt, ersprintete über 50 m Freistil (26,21 Sek.) die höchste Punktzahl des Vormittags. Celestina Kansy (95) zog die 200 m Schmettern (2:36,52) in langer Streckung durch, Nicola Winkler (86) legte über 200 m Brust schon lange nicht mehr geschwommene 2:51,79 hin. Großes Aufatmen im SCSA-Lager: Lucia Penzels (2001) Oberarm hielt, nach schnellen 1:08,86 über 100 m Rücken musste Trainer Völcker nicht umplanen.

Mit mehr als 200 Punkten Vorsprung auf Bayer Wuppertal ging das heimische Team in die Pause. Dann war Johanna Heidemann über 200 m Freistil nicht zu halten, steigerte sich um mehr als drei Sekunden auf tolle 2:10,23. Die clevere Aufstellung sorgte für den deutlichen Punkteausbau – zum Beispiel mit »Karo« Kuhlmanns Schmetterlingspower über 100 m (1:03,43) und 200 m (2:26,12/Bestzeit). Dazwischen Bette Buttwills Bestzeiten: 800 m (9:45,16) und 400 m Freistil (4:44,45).

Auch in der letzten Phase kam keine Hektik im SCSA-Lager auf. Selbstbewusst schlugen Ella Wagner mit 2:42,02 (Altkreisrekord über 200 m Brust), Johanna Heidemann mit exzellenten 1:06,59 über 100 m Rücken und Celestina Kansy mit kluger Einteilung über 400 m Lagen (starke 5:23,15) zu. Nach »Karo« Kuhlmanns 57,42 (100 m Freistil) setzten die verdienten Steinhagener Freudentänze ein: Aufsteiger SCSA lag mit 688 Punkten Vorsprung vor den Mönchengladbacherinnen und Bayer Wuppertal-Uerdingen.

Weitere Ergebnisse – 100 m Brust: N. Winkler 1:18,21; 200 m Rücken: L. Penzel 2:30,79; 50 m Freistil: J. Heidemann 27,33; 400 m Freistil: C. Cordes 5:06,66.

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