Fr., 12.10.2018

Capretti muss seinen SC Verl erneut umbauen – Aachen ist schon da Alemannia mit Plan C stoppen

Trotz seiner erst 20 Jahre hat sich der vom SC Paderborn für ein Jahr ausgeliehene Ron Schallenberg (links) schon zur festen Größe beim SC Verl entwickelt. Gegen Alemannia Aachen fehlt der Mittelfeldspieler heute Abend aufgrund einer Gelbsperre.

Trotz seiner erst 20 Jahre hat sich der vom SC Paderborn für ein Jahr ausgeliehene Ron Schallenberg (links) schon zur festen Größe beim SC Verl entwickelt. Gegen Alemannia Aachen fehlt der Mittelfeldspieler heute Abend aufgrund einer Gelbsperre. Foto: Wolfgang Wotke

Von Dirk Heidemann

Verl (WB). Wer keinen Plan A hat, der sollte zumindest einen Plan B in der Tasche haben. Wenn der SC Verl heute Abend in der Fußball-Regionalliga West um 19 Uhr Alemannia Aachen empfängt, dann wird Guerino Capretti wohl auf Plan C zurückgreifen müssen.

Denn die Personalrochaden, die der Verler Coach in den vergangenen Wochen bereits vollziehen musste, werden vermutlich um eine weitere Dimension erweitert. Hinter dem Einsatz von Daniel Mikic (Zerrung im Rücken sowie Knieprobleme) steht ein großes Fragezeichen. Sollte der Routinier ausfallen, dann müsste die Innenverteidigung ein weiteres Mal neu formiert werden. Dass ohne Ron Schallenberg (Gelbsperre) ein Loch im Mittelfeld gestopft werden muss, war Capretti hingegen bereits klar. Jetzt hofft »Rino« allerdings, dass es nur bei einem Spiel bleiben wird, denn Schallenberg hat sich im Training einen Nasenbeinbruch zugezogen. Hinzu kommen die verletzten Julian Schmidt, Julian Stöckner, Cinar Sansar und Daniel Hammel. Positiv: Nico Hecker ist nach seiner fiebrigen Erkältung wieder fit und Bastian Müller kehrt zumindest in den Kader zurück.

»Die Jungs, die noch verbleiben, müssen jetzt eben ihre Leistung bringen und gegebenenfalls über sich hinauswachsen«, hat Capretti eine klar Vorstellung davon, wie die Partie gegen die erstarkte Alemannia ablaufen soll. Die mit drei Niederlagen in die Saison gestartete Mannschaft von Trainer Fuat Kilic ist seit neun Meisterschaftspartien ungeschlagenen, die Wende wurde durch das 2:2 in der Nachspielzeit gegen den SC Wiedenbrück eingeleitet. Zuletzt gelangen dem früheren Europapokalteilnehmer vier Siege in Folge. »Uns erwartet eine ähnliche Aufgabe wie am vergangenen Samstag in Mönchengladbach«, glaubt Guerino Capretti.

Nach den qualvollen Erlebnissen bei der Anreise vor exakt zwei Jahren, als die Aachener am Freitag (14. Oktober) fünfeinhalb Stunden lang im Bus saßen und die Anstoßzeit um 30 Minuten verschoben werden musste, hat sich der Tross der Alemannia bereits am Donnerstag auf den Weg Richtung Ostwestfalen gemacht. Somit wird erstmals seit vielen Jahren vor einem Auswärtsspiel wieder in einem Hotel übernachtet. Ein paar Gönner, die sich als Gruppe »Fuat and friends« zusammengeschlossen haben, ermöglichen diese außergewöhnliche Dienstreise.

»Für uns ist es nicht außergewöhnlich, das unser Gegner einen Tag früher anreist«, meint Guerino Capretti lapidar und spricht lieber über eine »gute Trainingswoche«, die seine Mannschaft hingelegt hat: »Dass wir in Mönchengladbach nach einem 0:2-Rückstand noch zu einem 2:2 gekommen sind, hat die Jungs auf jeden Fall gepusht. Diesen positiven Impuls wollen wir jetzt mit in das Spiel gegen Aachen nehmen«, sagt der Verler Trainer.

So könnte der SC Verl spielen: Brüseke - Schmik, Schröder, Steringer (Mikic), Langemann - Kurzen, Maier (Brosowski), Schöppner, Stojanovic - Liehr, Haeder.

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