Fr., 09.11.2018

SC Verl steht gegen Rot-Weiß Oberhausen ein hartes Stück Arbeit bevor Raus aus der Komfortzone

Die Verler Fußballer Matthias Haeder (links) und Viktor Maier (rechts) müssen sich im Heimspiel am Samstag echt ins Zeug legen, um Zählbares zu holen. Der Rangdritte Rot-Weiß Oberhausen gastiert in der Sportclub-Arena.

Die Verler Fußballer Matthias Haeder (links) und Viktor Maier (rechts) müssen sich im Heimspiel am Samstag echt ins Zeug legen, um Zählbares zu holen. Der Rangdritte Rot-Weiß Oberhausen gastiert in der Sportclub-Arena. Foto: Wolfgang Wotke

Von Christian Bröder

Verl (WB). Ja ist denn heut’ schon Weihnachten? Keineswegs! Und die Befürchtung, dass die Fußballer des SC Verl fünf Spiele vor der Winterpause in der Regionalliga West gedanklich schon mal die Beine hochlegen, hat Trainer Guerino Capretti vor dem letzten Hinrundenspiel gegen Rot-Weiß Oberhausen am Samstag (14 Uhr) ebenfalls nicht.

Dabei hätten die Kicker von der Poststraße vor dem letzten Wochenende durchaus Grund genug gehabt, in den Gemütlichkeits-Modus zu schalten. Immerhin hatten sie sich mit dem 2:1 in Dortmund und der guten Leistung gegen Titelfavorit Viktoria Köln (2:3) eine kleine Komfortzone im Kopf erarbeitet, aus der sie spätestens nach dem 2:2 bei der SG Wattenscheid aber wieder heraustreten müssen.

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Das letzte Spiel war schon allein vom Tempo her weit entfernt von den beiden Partien davor und nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben.

Raimund Bertels

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»Das letzte Spiel war schon allein vom Tempo her weit entfernt von den beiden Partien davor und nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Der Trainer hat es dem Team deutlich gemacht und die Jungs sind ein Stück weit auf dem Boden der Tatsachen zurück«, ist sich der Vorsitzende Raimund Bertels vor dem neunten Saisonheimspiel sicher.

Sechs Punkte Vorsprung auf Abstiegzone und zwei Topspiele vor der Brust

Für Trainer Capretti ist geruhsame Besinnung aktuell schon deshalb »völlig ausgeschlossen«, da seinen Tabellenzwölften nur sechs Punkte von der Abstiegszone trennen und zudem mit dem Spiel gegen den Rangdritten Oberhausen und dem eine Woche später folgenden Derby gegen den SC Wiedenbrück (Freitag, 16. November, 19 Uhr) zwei mehr als reizvolle Begegnungen ins Haus stehen.

Capretti schwärmt von der individuellen Klasse der »Kleeblätter«

»RWO gehört jedes Jahr zum Kreis der Titelfavoriten oder Topteams. Das Team ist ein gestandener Regionalligist, gespickt mit jeder Menge individueller Qualität«, schwärmt der 36-Jährige von erfahrenen Einzelkünstlern des Spitzenteams. Den 2,01 Meter großen »Abwehrriesen« Jannik Löhden hebt er dabei ebenso heraus wie Führungsfigur Patrick Bauder, den pfeilschnellen Flügelflitzer Shaibou Oubeyapwa oder Stürmer Philipp Gödde. Weil diese auch im Kollektiv exzellent zusammenwirken können, wie am Freitag vergangener Woche beim 3:1 über den SV Lippstadt, rechnet Capretti vor allem mit einer Sache – harter Defensivarbeit für seine Verler.

Schwerpunkt Abwehrarbeit im Training

»Da wird einiges auf unsere Abwehr zukommen«, sagt der Lehrer, der in den Übungseinheiten unter der Woche den Schwerpunkt auch auf das Abwehrverhalten gesetzt hat. »Wir haben zuletzt zu viele und einfache Gegentore bekommen, dabei war das Verteidigen immer unsere Stärke. Daran haben wir gearbeitet«, hofft Capretti, dass gegen Rot-Weiß Oberhausen, das jüngst die Lizenz für die 3. Liga beantrag hat und mit Cihan Özkara einen Ex-Verler zum Kader zählt, die gewohnte Defensivstabilität zurückkehrt. Das Motto dafür ist klar: Raus aus der Komfortzone!

So könnte der SC Verl spielen: Brüseke - Schmik, Mikic, Acquistapace, Stojanovic (Sewing) - Kurzen, Müller, Schallenberg, Hecker (Heinz) - Haeder, Brosowski (Langemann).

Kurzen kehrt zurück, Schöppner mit Nasenbeinbruch

Personell gibt es beim SC Verl viel Positives: Patrick Kurzen kehrt nach seiner abgelaufenen Gelbsperre zurück. Zudem ist Stürmer Daniel Hammel wieder im Mannschaftstraining und Julian Stöckner steht kurz vor der Rückkehr. Ein kleiner Wermutstropfen ist dagegen die Verletzung von Jan Schöppner, der sich bei einem Zweikampf im Donnerstagstraining einen Nasenbeinbruch zugezogen hat und ausfällt. Verletzt fehlen noch Cinar Sansar und Julian Schmidt, dessen Rückkehr Raimund Bertels vom Zeitpunkt her mit einem »riesigen Fragezeichen« versieht. Der 51-Jährige wäre mit einer Resonanz von 800 Besuchern zufrieden, gut 250 Anhänger sind aus Oberhausen angekündigt. In der letzten Saison hat Verl im Heimspiel mit 2:0 gesiegt, auswärts gab’s ein 1:1.

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