Fr., 07.12.2018

SC Verl wird beim 0:4 gegen Rödinghausen phasenweise nass gemacht Derbyschmach im Dauerregen

Au Backe! Matthias Haeder und der SC Verl erleben am Freitagabend einen unschönen Jahresabschluss vor heimischer Kulisse. Im Regionalliga-Derby gegen den SV Rödinghausen gehen die Schwarz-Weißen bei Dauerregen richtig baden und verlieren mit 0:4.

Au Backe! Matthias Haeder und der SC Verl erleben am Freitagabend einen unschönen Jahresabschluss vor heimischer Kulisse. Im Regionalliga-Derby gegen den SV Rödinghausen gehen die Schwarz-Weißen bei Dauerregen richtig baden und verlieren mit 0:4. Foto: Carsten Borgmeier

Von Christian Bröder 

Verl (WB). Plitsch, platsch, Derbyklatsch! Dem SC Verl ist es am Freitagabend in der Fußball-Regionalliga West nicht vergönnt gewesen, sich mit einem Sieg von seinen eigenen Fans fürs Jahr 2018 zu verabschieden. Beim 0:4 (0:1) gegen den SV Rödinghausen werden die Schwarz-Weißen vom Dauerregen durchnässt und (was schlimmer ist) vom Gegner phasenweise nass gemacht.

Eine eiskalte Dusche kurz vor der Winterpause! Wie schon im Abschlussspiel der Saison 2017/18 setzt es wieder vier Gegentore – diesmal im letzten Heimspiel des Jahres. »Wir sollten überlegen, nicht immer als letztes gegen Rödinghausen zu spielen, sondern lieber mitten in der Saison«, unkt SCV-Vorsitzender Raimund Bertels nach »der verdienten Pleite«.

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Wir sollten überlegen, nicht immer als letztes gegen Rödinghausen zu spielen, sondern lieber mitten in der Saison

Raimund Bertels

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Als rund 60 Minuten gespielt sind, setzt ein heftiger Platzregen ein. Zu diesem Zeitpunkt ist die Partie im Grunde genommen entschieden, da die Gäste um Trainer Enrico Maaßen (34) durch zwei Tore zum richtigen Zeitpunkt deutlich an Oberwasser gewinnen.

Maaßen-Elf schießt Tore zum passenden Zeitpunkt – 43. und 46. Minute

Direkt vor dem Pausenpfiff gelingt »den Grünen« auf dem aufgeweichten und tiefen Boden der Sportclub-Arena durch das Eigentor von Daniel Mikic das 0:1 (43.). 26 Sekunden nach Wiederbeginn kombiniert sich der Bayern-Gegner aus dem DFB-Pokal sehenswert und zielstrebig zum 0:2 durch Nico Knystock (46.).

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Das war eine Lehrstunde in Sachen Effektivität.

Guerino Capretti

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»Das war eine Lehrstunde in Sachen Effektivität und wie man bei solchen Witterungsbedingungen Fußball spielt«, redet Trainer Guerino Capretti nicht um den heißen Brei herum. Aus insgesamt acht Chancen erzielt der Gegner vier Tore, Verl aus fünf kein einziges! Zumindest im ersten Durchgang liefert sich seine Elf mit dem Tabellendritten noch ein taktisch geprägtes Duell auf Augenhöhe. »Es war ordentlich, wir hatten den Gegner im Griff«, erklärt der 36-Jährige, der seine Startelf auf zwei Positionen verändert. Jonas Acquistapace rückt anstelle von Julian Stöckner in die Viererkette, Bastian Müller ersetzt den gelb-gesperrten Jannik Schröder.

Eigentor durch Mikic – das 0:1 fällt aus dem Nichts

Dann sehen die 738 Zuschauer, zu denen auch Ex-Trainer Andreas Golombek und der frühere Nationalspieler David Odonkor zählen, ein 0:1 (43.) aus dem Nichts. Innenverteidiger Daniel Mikic macht eine unglückliche Figur und fälscht den Ball beim Rettungsversuch ins eigene Tor ab. Beim 0:3 (55.) wird er zudem von Ex-Verler Simon Engelmann abgehängt. Vor dem 0:4 (65.) prallt Jonas Acquistapace der Ball vom Schienbein ab. Der Fanclub »Harte Kern« nimmt’s mit Humor, stimmt »O du fröhliche« an, während Julian Stöckner die fünfte Saisonpleite präzise zusammenfasst: »Das war ein miserabler Abend.«

Verl verbleibt zumindest über Nacht auf Tabellenrang elf

Zumindest über Nacht rückt Rödinghausen auf Tabellenrang zwei vor, während Verl vorerst Elfter bleibt. Trost für Raimund Bertels: »Wir wissen, dass wir es besser können.« Das kann der SCV am nächsten Samstag zum Jahresabschluss in Wuppertal beweisen.

Statistik: SC Verl - SV Rödinghausen 0:4 (0:1)

SC Verl: Brüseke - Schmik (61. Kurzen), Acquistapace, Mikic, Stojanovic (61. Brosowski) - Hecker, Schallenberg, Müller, Langemann - Haeder (61. Stöckner), Hammel. SV Rödinghausen: Heimann - von Piechowski, Flottmann, Wolff - Verlagic, F. Kunze (82. Traore), Pfanne, Knystock - L. Kunze (85. Schlottke) - Engelmann, Serra (73. Mickels). Schiedsrichter: Selim Erk (28), Herne, Verein: SpVg. Arminia Holsterhausen. Gelbe Karten: Schallenberg (64.) – F. Kunze (51.), Flottmann (62.). Chancen: 5:8 (3:2). Ecken: 5:2 (3:0). Zuschauer: 738.

Tore

• 0:1 Daniel Mikic (43./Eigentor). Beim Zweikampf im Mittelfeld setzt sich Nico Knystock gegen Sergej Schmik durch. Danach jagt er im Vollsprint über die linke Angriffsseite, dringt in den Strafraum ein und visiert das lange Eck an. Doch Mikic gibt dem Ball per Grätsche die entscheidende Richtungsänderung ins kurze Eck. • 0:2 Nico Knystock (46.). Zack, zack, zack! Über drei Stationen gelangt der Ball auf die linke Seite zu Knystock. Der geht drei Schritte und schließt aus 14 Metern ins lange Eck per Flachschuss ab.• 0:3 Simon Engelmann (55.). Jetzt darf auch der Ex-Verler ran – und wie. Nach einem Pass von Lukas Kunze setzt er sich im Laufduell gegen Daniel Mikic halblinks durch und lupft das Leder rechts an Keeper Brüseke vorbei – sein 10. Saisontor!• 0:4 Nikola Serra (65.). Nun wird’s richtig übel: Von links jagt Engelmann den Ball durch den Strafraum. Acquistapace kann per Kopf nicht klären. Ein Schuss aus der Tiefe springt ihm ans Bein und den Abpraller setzt Serra flach in die Maschen.

 

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