Mo., 29.10.2018

Handball-Oberliga: 850 Fans sehen SF Loxtens 29:19-Triumph gegen TSG Harsewinkel Höchster Sieg vor Rekordkulisse

Treffsicher vor überfüllter Tribüne: Malte Weigel erzielt hier eines seiner drei Tore gegen den starken Florian Bröskamp und Jonas Kalter (19) in der Harsewinkeler Deckung.

Treffsicher vor überfüllter Tribüne: Malte Weigel erzielt hier eines seiner drei Tore gegen den starken Florian Bröskamp und Jonas Kalter (19) in der Harsewinkeler Deckung. Foto: Sören Voss

Von Sören Voss

Versmold (WB). 850 Handball-Fans sorgen für einen Rekordbesuch in der ausverkauften Versmolder Sparkassen-Arena seit der Einweihung im Jahr 2011. Sie sehen ein Oberliga-Derby mit erwartbarem Ausgang: SF Loxten schlägt TSG Harsewinkel 29:19 (15:10).

Schlangen an der Kasse wie bei Sonderangeboten im Supermarkt. Schon zehn Minuten vor Anpfiff bittet Hallensprecher Jörg Brockmann die Zuschauer zusammenzurücken. Sie sitzen in den proppevollen Aufgängen oder versuchen stehend hinter der Tribüne durch Dreier- und Viererreihen Blicke aufs Spielfeld zu erhaschen.

Trotz kuscheliger Atmosphäre ist die Stimmung aber nicht explosiv und der berüchtigte »Roar« hallt nur selten durch die Arena. Loxtens Trainer Dirk Schmidtmeier stellt das als positiv herausstellt: »Es war kein überkochendes Derby, weil wir den Gegner immer auf Abstand gehalten haben. Wir waren in der Deckung sehr diszipliniert, vieles hat gut geklappt. Ich bin total zufrieden«, kommentiert der Coach den bisher höchsten Saisonsieg.

Bei der Wahl der Startsieben hat »Schmidti« auf die Tempokarte gesetzt. Der Ball läuft über Marlon Meyer, Simon Schulz und Marian Stockmann im Rückraum auch gut durch die Reihen, aber sie scheuen gegen die harte Harsewinkeler Deckung oft den direkten Weg zum Tor. Das Angriffsspiel der Frösche ist überwiegend wieder zäh, immerhin sorgt Nils Patzelt von Rechtsaußen mit seinen vier gewitzten Toren für Spektakel.

Auf der Gegenseite zeigt Harsewinkel durchaus gute Anlagen. Das punktlose Schlusslicht erspielt sich seine Chancen und kommt auch regelmäßig zum Durchbruch, muss nach dem 4:4 (14.) aber den Kontakt abreißen lassen, weil die Wurfausbeute unterirdisch ist und dann mit zunehmender Spieldauer bei der Stammformation die Beine schwerer werden. »Zwischen Loxten und uns gibt es zwei große Unterschiede. Sie sind viel eingespielter als wir und haben quantitativ viel mehr Möglichkeiten«, bringt es TSG-Torwart-Routinier Johnny Dähne auf den Punkt.

So spielt Dirk Schmidtmeier frühzeitig die Breite seines Kaders aus, aus dem Samstag zwar keiner heraussticht, aber auch niemand qualitativ abfällt. Simon Schulz schraubt das Ergebnis mit 8/4 Toren in die Höhe, auf der Gegenseite zeigt Harsewinkels Sven Bröskamp das Paradebeispiel der TSG-Abschlussschwäche: Der Kapitän bringt das Kunststück fertig, den Ball aus fünf Metern sechs oder noch mehr Meter am Tor vorbeizuwerfen. »Super Kulisse, super Schiris. Wenn wir die tolle Atmosphäre weiterhin haben wollen, müssen wir uns steigern«, weiß Gäste-Coach Manuel Mühlbrandt.

Auf einen Blick

SF Loxten: Welge/Possehl (ab 52.) - Menger, Stockmann (4), Hölmer (3), Har­ting (1), J. Patzelt (1), Harnacke (2), Weigel (3), N. Patzelt (4), Schulz (8/4), Meyer (1/1), Steinlechner, J. Schröder (2).

TSG Harsewinkel: Dähne/M. Schröder (ab 27./ein Tor) - S. Bröskamp (3), Öttking, Krspogacin (2), Doherty, Braun (4), Kalter, Schmeckthal (1), St. Claire (3), Brown, F. Bröskamp (4/1), P. Pelkmann (1), Kreismann.

Stationen: 0:1, 4:4 (14.), 7:4, 10:8 (23.), 15:9, 15:10 (HZ), 20:13, 24:16 (50.), 29:19.

Zeitstrafen: 5:3. Zuschauer: 850.

So geht es weiter: Sa., 3. November, 19:30 Uhr. VfL Gladbeck (A).

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