Mo., 14.01.2019

Handball-Oberliga: SF Loxten gewinnt 32:22 und verpflichtet Harnacke Erfolgreiche Arbeitsteilung

Endlich wieder mehr Futter für den Kreis: Gegen Ferndorfs offensive Deckung erzielte Loxtens Jan Patzelt beim 32:22 sechs Tore und holte einige Siebenmeter heraus. Nach 40 Minuten machte er für die »Spätschicht« Platz, Malte Weigel übernahm.

Endlich wieder mehr Futter für den Kreis: Gegen Ferndorfs offensive Deckung erzielte Loxtens Jan Patzelt beim 32:22 sechs Tore und holte einige Siebenmeter heraus. Nach 40 Minuten machte er für die »Spätschicht« Platz, Malte Weigel übernahm. Foto: Sören Voss

Von Sören Voss

Versmold-Loxten   (WB). Zwei Punkte und eine Neuverpflichtung für die kommende Saison: SF Loxten hat TuS Ferndorf II problemlos 32:22 (17:12) geschlagen und Philipp Harnacke mit einem Zweijahresvertrag ausgestattet.

Durch die Verpflichtung des Rechtshänders (siehe Kasten) werden bei den Fröschen die offenen Kaderplätze für die kommende Spielzeit immer weniger, zumal die Verantwortlichen angekündigt haben, das aktuell 17-köpfige Aufgebot reduzieren zu wollen.

Ein möglicher Streichkandidat, der noch nicht verlängert hat, betrieb gegen Ferndorf vor 500 Zuschauern Werbung in eigener Sache. Simon Schulz verwandelte alle sieben Siebenmeter sicher, erzielte drei Feldtore und spielte in der ersten Halbzeit als vorgezogener Deckungsspieler in der 5-1-Abwehr einen überzeugenden Part. Abgesehen von der mäßigen Chancenauswertung gab es bei den Gastgebern ohnehin wenig zu bemängeln. »Wir hätten schon zur Pause mit zehn Toren führen können. Trotzdem bin ich nach dem knappen Hinspiel zufrieden, dass wir souverän gewonnen haben«, lobte Trainer Dirk Schmidtmeier.

Besonders das verbesserte Zusammenspiel im Angriff dürfte »Schmidti« gefallen haben. Loxten erspielte sich deutlich mehr Chancen als in vielen Partien der Hinrunde, was auch an Sebastian Hölmer lag. Der Routinier zeigte, dass er immer noch wertvoll ist und zelebrierte regelrecht das blinde Zusammenspiel mit Jan Patzelt. »Das Kreisläuferspiel war zuletzt eine Baustelle. Heute hat es viel besser geklappt«, fand Hölmer. Es ist naheliegend, dass der langjährige Leistungsträger seinen Platz mit 32 Jahren am Ende der Saison räumt, offiziell wollte sich Hölmer zu einem möglichen Ende seiner Laufbahn aber nicht äußern.

Der Sieg gegen Ferndorf verdeutlichte jedenfalls erneut, wie breit SFL aktuell personell aufgestellt ist. Marian Stockmann, Hölmer, Schulz, Patzelt und Co. legten im ersten Durchgang nach dem 7:7 (18.) mit Zwischensprints zum 11:7 und 17:12 den Grundstein zum Erfolg. Danach funktionierte einmal mehr die Arbeitsteilung, als in der zweiten Halbzeit die »Spätschicht« mit Steinkühler, Possehl, Harting, Menger und Weigel übernahm und gegen körperlich unterlegene Sauerländer nichts anbrennen ließ. Mit seinem ersten Saisontor erzielte Paul Blankert den krachenden Endstand.

Daten & Fakten

Loxten: Welge (bis 49.), Possehl (ab 49.); Menger (2), Stockmann (4), Blankert (1), Hölmer (3), Harting, J. Patzelt (6), Harnacke (1), Weigel (2), Steinkühler, Schulz (10/7), Steinlechner (1), Schröder (3).

TuS Ferndorf II: Hottgenroth, Broszinski; John (3), Haupt, Siegle, Irle (2), Dischereit (3), Sorg (4), Klein (4/4), Ronge (3/2), Michel (3), Rengel.

Stationen: 0:1, 2:3, 6:3 (11.), 7:7 (18.), 10:7, 12:8, 14:10, 17:12 (HZ), 19:14, 25:16 (43.), 29:19, 33:22.

Zeitstrafen: 3:3. Zuschauer: 500.

So geht es weiter: Sa., 26. Januar, 19.30 Uhr, FC Schalke 04 (A).

Brüderpaar vereint: Verstärkung aus der dritten Liga

Philipp Harnacke wechselt vom Drittligisten TBV Lemgo II nach Loxten. Der 21-jährige Rückraumspieler stand gegen Flensburg sogar im Bundesligakader. »Auf den ersten Blick ist es für mich ein Abstieg, aber Loxten gehört zur Oberliga-Spitze und ist die Nummer eins im Handball-Kreis Gütersloh«, sagte Har­nacke bei seiner Vorstellung vor Spielbeginn. Die Tatsache, dass er jetzt mit seinem Bruder Max, der ebenfalls bei den Fröschen verlängert hat, zusammenspielen kann, habe die Entscheidung erleichtert.

 

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