Mi., 13.02.2019

Herforder Jugendsportlerwahl – Folge 1: Frida Buchtmann Von Bestleistung zu Bestleistung

Gekonnt: Frida Buchtmann steuert ihr Kunstrad freihändig mit den Füßen auf dem Lenker durch die Halle. 2018 wurde sie Dritte bei der NRW-Meisterschaft.

Gekonnt: Frida Buchtmann steuert ihr Kunstrad freihändig mit den Füßen auf dem Lenker durch die Halle. 2018 wurde sie Dritte bei der NRW-Meisterschaft. Foto: Lars Krückemeyer

Von Lars Krückemeyer

Herford (WB). Frida Buchtmann schwingt sich auf ihr Kunstrad, dreht eine Runde und nur wenige Augenblicke später steht sie freihändig auf dem Lenker. Als Dritte der NRW-Meisterschaft 2018 ist die Zwölfjährige vom RSV Wittekind Herford für die Jugendsportlerwahl des Jahres nominiert.

Beim Nachnamen Buchtmann werden die Herforder Radsportfans hellhörig. Und richtig: Fridas Vater Uwe Buchtmann (50) war ein überaus erfolgreicher Bahnradfahrer und wurde unter anderem fünfmal Deutscher Meister sowie im Jahr 1988 Vize-Weltmeister auf dem Tandem. Die Wettbewerbe seiner Tochter lässt sich der heutige Physiotherapeut nicht entgehen.

Kunstradfahren seit dem vierten Lebensjahr

Frida hat sich seit ihrem vierten Lebensjahr dem Kunstradfahren verschrieben. »Dieser Sport gibt mir Selbstbewusstsein. Denn es ist gar nicht so einfach, vor vielen Zuschauern sein Programm zu präsentieren. Außerdem kann man viele Freundschaften mit anderen Fahrerinnen knüpfen«, sagt die Zwölfjährige, die auch gerne turnt. Denn gute Körperbeherrschung ist ganz wichtig für diesen anspruchsvollen Sport.

Beim Kunstradfahren geben die Mädchen (und die wenigen Jungen) ihre Punktzahl selbst vor. Diese erreichen sie aber nur ohne Fehler. Schon während der Vorstellung ziehen die Richter Punkte ab, zu sehen ist der neue Stand live auf einer Leinwand. »Wir haben fünf Minuten Zeit und müssen vorher einen Knicks vor dem Publikum und dem Kampfgericht machen«, berichtet Frida Buchtmann von den Gepflogenheiten im Kunstradfahren. Übrigens: Für das Sportgefährt mit speziellem Schwerpunkt sowie Vorwärts- und Rückwärtstritt werden locker mehr als 1000 Euro verlangt.

Größter Erfolg im Mai 2018

Im Mai des vergangenen Jahres gelang Frida Buchtmann ihr bisher größter Erfolg. Bei der nordrhein-westfälischen Meisterschaft in Lemgo holte sie mit 51,54 ausgefahrenen Punkten die Bronzemedaille in der Altersklasse U13. »Dabei war ich so aufgeregt«, erinnert sich die Schülerin der Ernst-Barlach-Realschule.

Wenig später steigerte sie ihre Bestleistung als Zweite bei der NRW-Pokalvorrunde in Lengerich auf 52,52 Punkte und belegte in der Endrunde Rang zwei. Weitere gute Platzierungen rundeten das erfolgreiche Jahr 2018 für Frida Buchtmann ab: 51,67 Punkte als Siegerin beim Schlossstadtpokal in Velbert sowie Platz zwei beim Arag-Schüler-Cup in Köln (51,19).

In der U15 geht’s weiter

Diese Platzierungen gelangen ihr in der Altersklasse U13. Weil Frida Buchtmann in diesem Jahr 13 Jahre jung wird, muss sie nun in der U15 antreten und sich gegen ältere und erfahrenere Mädchen behaupten. Dafür trainiert sie dreimal pro Woche beim RSV Wittekind Herford bei Tanja Markmann, Spitzenfahrerin Christina Biermann und Nadine Richter.

Und das weiterhin mit Erfolg. Denn bei der OWL-Rangliste am vergangenen Sonntag in der Gesamtschule Friedenstal steigerte Frida Buchtmann ihre persönliche Bestleitung auf 59,80 Punkte. Und die nächste Herausforderung steht bevor. Bei der Bezirksmeisterschaft am Sonntag in Augustdorf geht es um die Qualifikationen für die Landesmeisterschaft. Klar, dass Frida Buchtmann da wieder dabei sein will.

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