Mo., 14.01.2019

VfL Mennighüffen: Beim Oberligisten beginnt jetzt die Trainersuche Eine einvernehmliche Trennung

Nur noch in der Rückrunde trainiert Zygfryd Jedrzej die Oberliga-Handballer des VfL Mennighüffen. Nach sechs erfolgreichen Jahren gehen Coach und Verein getrennte Wege. Das haben beide Seiten gemeinsam entschieden.

Nur noch in der Rückrunde trainiert Zygfryd Jedrzej die Oberliga-Handballer des VfL Mennighüffen. Nach sechs erfolgreichen Jahren gehen Coach und Verein getrennte Wege. Das haben beide Seiten gemeinsam entschieden. Foto: Sören Voss

Von Florian Weyand

Löhne (WB). Nach der 25:26-Niederlage beim SuS Oberaden teilt Zygfryd Jedrzej der Mannschaft in der Kabine mit, dass sein Vertrag beim VfL Mennighüffen am Saisonende nicht verlängert wird. Beim Handball-Oberligisten beginnt nun die Suche nach einem Nachfolger des Aufstiegstrainers von 2016.

Mennighüffens Vorsitzender Edwin Scheer legt im Gespräch mit dieser Zeitung großen Wert darauf, dass »Siggi« Jedrzej vom Verein nicht rausgeschmissen worden sei. »Dass Verein und Trainer sich nach sechs Jahren trennen, das ist eine Entscheidung, die beide Seiten gemeinsam getroffen haben. Nach so einer gemeinsamen Zeit ist es nicht ungewöhnlich, dass man mal etwas Neues macht. Wir gehen im Guten auseinander«, sagt der Vereinsboss.

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Zygfryd Jedrzej führte den VfL Mennighüffen in die Handball-Oberliga und schaffte es, das Team in dieser Klasse zu stabilisieren. Mit dem Abstieg hat die Mannschaft auch in diesem Jahr wieder nichts zu tun. Das ist ein Verdienst des Trainers, der es geschafft hat, die Spieler mit seiner akribischen Arbeit zu verbessern.

Dass der Coach am Saisonende gehen muss, ist für Außenstehende eine Überraschung. Sportliche Gründe haben nicht den Ausschlag gegeben. Mehr als das bisher erreichte, ist mit dem Kader kaum möglich.

Innerhalb der Mannschaft war der Coach nicht immer unumstritten. Einige Spieler fremdelten mit der emotionalen Art des ehemaligen Bundesligaspielers, der sehr auf Disziplin setzt.

Klar ist: Jedrzejs Abschied läutet in Mennighüffen einen Umbruch ein, der jetzt schon mit der Suche nach einem Nachfolger begonnen hat. Der neue Mann findet ein intaktes Umfeld vor, wird aber an den Erfolgen seines Vorgängers gemessen werden. Die Latte liegt auf jeden Fall hoch.             Florian Weyand

Für die Mennighüffer steht nun die Suche nach einem neuen Trainer an. »Bisher haben wir noch nicht gesucht, das läuft jetzt an«, sagt Scheer. Wichtig: Der neue Mann muss mit den Mennighüffer Gepflogenheiten umgehen können. »Wir brauchen jemanden, der vorne weg geht«, sagt der Vorsitzende. Eine Frist, bis wann die Verpflichtung des neuen Trainers unter Dach und Fach gebracht werden soll, haben sich die Verantwortlichen nicht gesetzt.

Mit Michael Boy (zuletzt TSG A-H Bielefeld) ist ein junger Coach auf dem Markt, der zudem über die A-Lizenz verfügt. Mit Michael Scholz ist im Sommer auch ein ehemaliger Mennighüffer frei. Scholz trainiert derzeit die HSG Löhne-Obernbeck in der Bezirksliga und ist für die kommende Spielzeit noch ohne Verein.

Auch der Name »Max« Rittersberger (derzeit beim Verbandsligisten TuS Brake) soll im Umfeld des Oberligisten schon gefallen sein. Eher nicht denkbar scheint die Rückkehr von Pierre Limberg, der die Mannschaft während der Krankheitsphase von »Siggi« Jedrzej schon einmal übernommen hatte. Auch André Torge ist immer ein heißer Kandidat. Der ehemalige VfL-Coach ist aber noch in Möllbergen gebunden und hat beim Oberliga-Konkurrenten für ein weiteres Jahr zugesagt.

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