Fr., 14.09.2018

Fußball-Regionalliga: SVR muss beim Tabellenzweiten Viktoria Köln bestehen Rödinghausen peilt in der Domstadt dritten Dreier an

Nico Knystock (rechts), hier im Laufduell mit Dortmunds Mory Konate, und der SV Rödinghausen warten in der Meisterschaft seit fünf Spielen auf einen Sieg. Am Samstag wird es der SVR bei Viktoria Köln versuchen.

Nico Knystock (rechts), hier im Laufduell mit Dortmunds Mory Konate, und der SV Rödinghausen warten in der Meisterschaft seit fünf Spielen auf einen Sieg. Am Samstag wird es der SVR bei Viktoria Köln versuchen. Foto: Jens Göbel

Von Klaus Münstermann

Rödinghausen (WB). Mit einem Sieg bei Viktoria Köln kann der SV Rödinghausen die Spitzengruppe in der Fußball-Regionalliga dicht zusammenrücken lassen. Im Falle einer Niederlage müsste sich die Elf von Trainer Enrico Maaßen trotz aller Euphorie um das Pokalspiel gegen die Bayern in der Meisterschaft zunächst nach unten orientieren.

Nach dem 5:4-Sieg im Elfmeterschießen innerhalb des Westfalenpokals bei Westfalia Rhynern hat Maaßen die Regeneration noch in Hamm eingeleitet. »Das war ein langer Tag. Wir waren erst um 1 Uhr nachts zurück.« Der Donnerstag war somit trainingsfrei. Wer wollte, konnte sich massieren lassen. Nach der Einheit am Freitagnachmittag ging es mit dem Bus nach Köln ins Hotel.

Schönwälder wieder auf der Bank

Dass der Hype um das Bayern-Spiel die Konzentration seiner Spieler auf die Viktoria beeinflussen könnte, kann sich Maaßen nicht vorstellen. »Bis zum DFB-Pokal sind es noch mehr als sechs Wochen. Daran denkt niemand, wenn wir nach Köln fahren. Da bin ich mir zu 100 Prozent sicher«, sagt Maaßen, der im Tor wieder auf Niclas Heimann setzt, nachdem Jan Schönwälder in Rhynern gespielt hat. »Das ist die normale Rotation zwischen Meisterschaft und Westfalenpokal«, so Maaßen.

Für Verteidiger Julian Wolff käme ein Einsatz immer noch zu früh. Bei Azur Velagic müsse man ebenso abwarten wie bei Ishan Kalkan, der sich im Rhynern-Spiel laut Maaßen »vielleicht die Nase zumindest angebrochen« hat.

Köln ohne vier Stammkräfte

Die Viktoria wurde im bisherigen Saisonverlauf vom Verletzungspech verfolgt. Mit Kapitän Mike Wunderlich (Bruch im Sprunggelenk) sowie Verteidiger Sascha Eichmeier, Angreifer Nicolas Hebisch (beide Kreuzbandriss) und Simon Handle (Sehnenabriss im Adduktorenbereich) fallen bereits vier fest eingeplante Stammspieler langfristig aus. »Aber wenn bei denen der eine gute wegbricht, holen sie eben den nächsten«, kommentiert Maaßen, dass die Viktoria zuletzt den Ex-Profi Albert Bunjaku verpflichtete.

Bei der jüngsten 1:2-Niederlage in Düsseldorf wurde Bunjaku erstmals eingewechselt. »Viktoria ist das stärkste Team der Liga. In den vergangenen Jahren haben immer nur Kleinigkeiten zum Aufstieg gefehlt. Weil der in dieser Saison direkt möglich ist, haben sie nochmal eine Schippe drauf gelegt«, sagt Maaßen.

Standards trainiert

»Wir müssen als Kollektiv gut funktionieren, dann haben wir gegen Teams mit starken Individualisten eine Chance«, betont Maaßen. »So haben wir Essen, Dresden und Lotte geschlagen. Deshalb wissen wir, was wir können. Wir dürfen in Köln nicht in Ehrfurcht erstarren.« Vermehrt trainiert hat der SVR unter der Woche defensive Standardsituationen. Von den bisherigen sieben Gegentreffern resultierten gleich sechs aus Freistößen oder Ecken.

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