Fr., 09.11.2018

Fußball-Regionalliga: SVR fährt als Favorit zum Schlusslicht TV Herkenrath Die beste Hinrunde ist möglich

Kelvin Lunga (rechts, im Spiel gegen den 1. FC Köln II) und seine Offensivkollegen vom SV Rödinghausen sind laut Trainer Enrico Maaßen alle gut drauf. Mit mindestens einem Punkt soll in Herkenrath die beste Hinserie der Vereinsgeschichte perfekt gemacht werden.

Kelvin Lunga (rechts, im Spiel gegen den 1. FC Köln II) und seine Offensivkollegen vom SV Rödinghausen sind laut Trainer Enrico Maaßen alle gut drauf. Mit mindestens einem Punkt soll in Herkenrath die beste Hinserie der Vereinsgeschichte perfekt gemacht werden. Foto: Jens Göbel

Von Klaus Münstermann

Rödinghausen (WB). Der SV Rödinghausen peilt zum Abschluss der Hinserie in der Fußball-Regionalliga beim Schlusslicht TV Herkenrath den achten Saisonsieg an. Schon ein Punkt würde reichen, um mit dann 28 Zählern die erfolgreichste erste Saisonhälfte der Vereinsgeschichte zu feiern.

Herkenrath gelingt mit neuem Trainer Zdebel Sieg im Verbandspokal

Aber Vorsicht: der Aufsteiger aus Herkenrath hat erst vor wenigen Tagen den Trainer gewechselt. Unter dem neuen Coach Tomasz Zdebel (45) – ehemaliger Profi in Leverkusen, Bochum und Köln – gelang direkt ein Sieg. Am Dienstag setzte sich der TVH in der 1. Runde des Mittelrheinpokals gegen den Ligakonkurrenten Bonner SC 4:2 durch – trotz eines Rückstands und 60-minütiger Unterzahl. Unter Zdebels Vorgänger Chris Burhenne waren sieben der zuvor acht sieglosen Spielen in Folge verloren gegangen.

»Mit einem neuen Trainer wird jede Mannschaft zu einer Wundertüte«, sagt Rödinghausens Trainer Enrico Maaßen. Er hat beobachtet, dass Herkenrath unter Zdebels Regie etwas tiefer stand. »Sie haben ihre Stärken aber in der Offensive. Mit einem guten Umschaltspiel haben sie schon 23 Tore geschossen«, sagt Maaßen.

Herkenraths Lars Lokotsch sei mit seinen 1,90 Metern ein robuster und unangenehmer Stürmer. »Ein Mentalitätsspieler«, wie Maaßen findet. Achtmal hat der beidfüßige Angreifer bislang getroffen. Zudem habe der TVH mit Vincent Geimer einen sehr guten Standardschützen. »Wir dürfen sie nicht zur Entfaltung kommen lassen«, sagt Enrico Maaßen.

Zweieinhalb Tage frei, um das Erlebte zu verarbeiten

Nur vier Tage nach dem 1:2 im DFB-Pokal gegen den FC Bayern München hatte Rödinghausen am vergangenen Samstag den so genannten Charaktertest bestanden und den 1. FC Köln II in der Meisterschaft mit 2:0 bezwungen. »Die ersten 35 Minuten waren richtig gut. Die zweite Halbzeit war Murks. Aber dennoch haben wir keinen Gegentreffer kassiert«, sagt Maaßen. Er hatte seinen Spielern anschließend zweieinhalb Tage freigegeben.

»Sie müssen die Zeit bekommen, mental zu verarbeiten, was sie davor alles rund um das Bayern-Spiel erlebt haben«, sagt Maaßen, der anschließend ab Dienstag einmal täglich zum Training gebeten hat. Auf den Weg nach Herkenrath hat sich die Mannschaft bereits am Freitag gemacht.

Linus Meyer ist nach fünfter gelber Karte gesperrt

»Wir haben das Ziel vor Augen, die beste Hinrunde der Vereinsgeschichte zu spielen. Auch wenn dazu ein Punkt reicht, wollen wir natürlich gewinnen», sagt Maaßen und muss dabei ohne Linus Meyer auskommen. Der hatte nach seinem Tor zum 1:2 gegen die Bayern auch gegen den 1. FC Köln II zum 2:0-Endstand getroffen, dabei aber zugleich zum fünften Mal die Gelbe Karte gesehen und ist somit gesperrt.

Herkenrath hat mit Abstand die meisten Gegentore kassiert – 47 Stück. Deshalb sagt Enrico Maaßen: »In der Defensive haben sie ihre Schwächen. Am besten schießen wir selbst schnell ein bis zwei Tore, damit es keine unangenehme Aufgabe wird.«

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