Mo., 14.01.2019

Handball-Verbandsliga: CVJM Rödinghausen kämpft HSG Porta nieder Der letzte Wurf sitzt:Stender behält die Nerven

Die Entscheidung: Marvin Stender überwindet Portas Torwart Tristan Frerichs mit einem Gegenstoß und erzielt 56 Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer zum 31:30. Der CVJM Rödinghausen ist damit Hinrunden-Meister.

Die Entscheidung: Marvin Stender überwindet Portas Torwart Tristan Frerichs mit einem Gegenstoß und erzielt 56 Sekunden vor dem Abpfiff den Siegtreffer zum 31:30. Der CVJM Rödinghausen ist damit Hinrunden-Meister. Foto: Lars Krückemeyer

Von Lars Krückemeyer

Rödinghausen (WB). Zwei Gegenstöße hatte Marvin Stender schon frei vor dem Tor vergeben. Doch den dritten ließ sich der Rechtsaußen des CVJM Rödinghausen nicht entgehen und erzielte 56 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer zum 31:30 (17:17) gegen die starke und gleichwertige HSG Porta Westfalica.

»Auf dem Weg zum Tor geht einem alles mögliche durch den Kopf. Ich wollte das Ding nur irgendwie reinhauen«, schilderte Stender die entscheidende Szene.

Porta regt letzte Schiedsrichter-Entscheidung auf

Während der Tabellenführer ausgelassen feierte, musste der eine oder andere Portaner Spieler und Offizielle beruhigt und von den Schiedsrichtern ferngehalten werden. Denn mit der letzten Entscheidung von Arnulf Lohr und Oliver Lüchtefeld waren die Gäste überhaupt nicht einverstanden. »Eine Frechheit! Unser Spieler bekommt einen Schlag ins Gesicht. Das ist nach der Regel ein Siebenmeter für uns und die Blaue Karte für den Rödinghauser«, ärgerte sich Trainer Daniel Franke.

Beide Mannschaften boten im Spitzenspiel ansehnlichen Tempohandball, vernachlässigten allerdings die Abwehr. Rödinghausen kam 60 Minuten mit den Würfen von Mittelmann Jan-Christoph Hohlfeld und den Anspielen zum Kreis nicht klar. »Da wirst du als Trainer wahnsinnig! Wir haben uns genau darauf vorbereitet und sind immer wieder zu früh aus unserer 6:0-Abwehr rausgegangen«, monierte CVJM-Trainer Pascal Vette. Die Defensive kam kaum in die Zweikämpfe – die einzige Zeitstrafe gab es wegen Meckerns – und ließ ihre Torwarte im Stich.

Das 5:2 (6.) war die einzige Drei-Tore-Führung im Spiel. Der Tabellenführer legte dank des in der ersten Halbzeit nicht zu stoppenden Sven Barthel die Führung vor, die Portaner antworteten jedoch prompt. Bemerkenswert: Beim 9:8 revidierte ein HSG-Spieler eine Entscheidung der Schiedsrichter, der CVJM bekam Einwurf und erhöhte auf 10:8. Dafür gab’s Beifall von allen Rödinghausern auf dem Feld und auf der Bank.

Traubenzucker hilft Corbinian Krenz auf die Sprünge

Zu einer Pausenführung reichte es dennoch nicht. Benjamin Ziege vergab zwei Gegenstöße und der von Grippe geschwächte Corbinian Krenz brauchte eine Pause. »Wir haben ihn auf der Bank mit Traubenzucker aufgepäppelt«, verriet Pascal Vette.

Mit dem 17:18 (31.) geriet Rödinghausen zum ersten Mal in Rückstand, beim 27:29 (51.) sogar erstmals mit zwei Toren. Die Abwehr brachte den Portaner Angriff zwar häufig zum Stehen, verhinderte aber nicht konsequent genug die Würfe. Und vorne wurden Gegenstöße und ein Siebenmeter ausgelassen.

Lukas Zwaka und Corbinian Krenz glichen schließlich zum 29:29 aus. Nach dem 29:30 kassierte ausgerechnet Portas bester Spieler, Jan-Christoph Hohlfeld, eine Zeitstrafe. Zwaka per Siebenmeter und Stender sorgten dann für die erste und einzige Führung in der zweiten Hälfte. Die aber reichte zum 12. Sieg im 13. Spiel.

Der CVJM ist damit Hinrunden-Meister, einen Zähler vor der HSG Altenbeken/Buke. Der TV Isselhorst liegt nach dem 29:32 (nach 10:3-Führung!) bei Lit Tribe Germania II fünf Punkte zurück.

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