So., 22.03.2020

Basketball: Driburger Herren sind Meister. Damen haben Aufstiegschance TV Jahn beantragt Wildcard

Trainer Marius Müller (Mitte) ist mit den Herren des TV Jahn Bad Driburg Bezirksligameister geworden. Ob das Team den Aufstieg in die Landesliga wahrnimmt, steht noch nicht fest.

Trainer Marius Müller (Mitte) ist mit den Herren des TV Jahn Bad Driburg Bezirksligameister geworden. Ob das Team den Aufstieg in die Landesliga wahrnimmt, steht noch nicht fest. Foto: Groddeck

Von Sylvia Rasche

Bad Driburg (WB). Der Westdeutsche Basketball-Verband hat die Saison für beendet und die aktuellen Tabellen zu Abschlusstabellen erklärt. Zudem sehen die Regeln eine Wildcard-Lösung vor. Der TV Jahn Bad Driburg ist von den Entscheidungen des Verbandes gleich doppelt betroffen.

In der aktuellen Tabelle der Herren-Bezirksliga stehen die Driburger mit zwei Punkten Vorsprung auf dem ersten Tabellenplatz. Da die Tabellen eingefroren werden, sind die Badestädter Meister und dürfen in der kommenden Saison in der Landesliga antreten. „Wir wären natürlich lieber auf sportlichem Weg Meister geworden. Ich bin sicher, dass wir das auch geschafft hätten“, sagt Trainer Marius Müller.

Vor der Saison habe sich das Team gegen einen möglichen Aufstieg ausgesprochen. Jetzt werde man die Frage noch mal thematisieren und dann entscheiden, berichtet Müller, der aber eher von einem Verbleib in der Bezirksliga ausgeht.

Etwas komplexer ist die Situation bei den Damen des Vereins. Die Basketballerinnen stehen derzeit auf dem zweiten Tabellenplatz der Bezirksliga und hätten laut Spielplan die Partie gegen Spitzenreiter BBG Herford noch austragen müssen. Bei einem Sieg wäre Driburg am Gegner vorbeigezogen. Für solche Fälle hat der Verband eine Wildcardregel eingeführt. Die Driburgerinnen können also einen Platz für die Landesliga beantragen.

„Ich werde die Wildcard in jedem Fall beantragen. Wir wollen uns die Option offenhalten. Ob wir tatsächlich aufsteigen wollen oder nicht, müssen wir noch besprechen. Das hängt von vielen Faktore ab“, erklärt Abteilungsleier und Trainer Georg Groddeck.

Unter anderem müsse geklärt werden, welche Spielerinnen überhaupt zur Verfügung stehen und ob diese den höheren Trainingsaufwand und die längeren Fahren in Kauf nehmen möchten. „Der Sprung in die Landesliga ist sehr groß. Ich habe mir kürzlich ein Landesligaspiel angeschaut, in dem es um den Klassenerhalt ging. Das Niveau war deutlich höher als in der Bezirksliga“, berichtet Groddeck. Er hätte mit seinen Damen das Topspiel gegen Herford gerne sportlich ausgetragen, „allein schon, um zu sehen, wo wir stehen.“

Der Westdeutsche Basketball-Verband hat seine Mannschaften aufgefordert, „verantwortungsvoll mit der Wildcardregel umzugehen. Diese kann dazu führen, dass die Ligen in der kommenden Saison mit mehr Teams an den Start gehen als üblich. Das hätte eine höhere Belastung im Spielbetrieb zur Folge“, teilt der Verband mit.

Grundsätzlich solle mit der Wildcardregelung ausgeglichen werden, „dass die letzten – vielleicht sogar entscheidenden – Spiele nicht mehr ausgetragen werden können. Keine Mannschaft soll durch den vorzeitigen Abschluss des Spielbetriebs einen entscheidenden Nachteil haben.“

Ein Kommentar von Sylvia Rasche

Der Westdeutsche Basketball-Verband hat seine Tabellen eingefroren und eine Wildcardregel im Auf- und Abstiegskampf beschlossen. Damit haben Verband und Vereine Planungssicherheit für die kommende Saison. In den meisten Hallensportarten ist der Großteil der Saison absolviert. Wann der Spielbetrieb wieder aufgenommen werden kann, ist fraglich. Daher ist die Lösung der Basketballer vielleicht auch für andere Verbände ein gangbarer Weg.

 

 

 

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