Fußball-Bezirksliga: SV Dringenberg - VfR Borgentreich 3:4
Der Joker sticht

Dringenberg (WB). Jubel beim VfR Borgentreich, Enttäuschung bei den Gastgebern aus Dringenberg. Der Favorit hat im Derby eine 2:0-Führung noch verspielt und muss die Orgelstädter mit drei Punkten im Gepäck aus dem Burgstadion ziehen lassen.

Sonntag, 18.10.2020, 20:56 Uhr aktualisiert: 18.10.2020, 21:00 Uhr
Bis an die persönliche Schmerzgrenze: Borgentreichs Abwehrhüne Dennis Göke, einer der Garanten für den unerwarteten 4:3-Auswärtssieg im Dringenberger Burgstadion, im Zweikampf mit Viktor Schmidt (rechts) Foto: Wolfgang Tilly
Bis an die persönliche Schmerzgrenze: Borgentreichs Abwehrhüne Dennis Göke, einer der Garanten für den unerwarteten 4:3-Auswärtssieg im Dringenberger Burgstadion, im Zweikampf mit Viktor Schmidt (rechts) Foto: Wolfgang Tilly

Nach einem furiosen Beginn führte der SVD nach acht Minuten mit 2:0. In der Halbzeitpause stand es dann nur noch 3:2 und am Ende sogar 4:3 für den Gast aus Borgentreich. Nach dem 3.3 am vergangenen Sonntag in Peckelsheim wollte es die Schmidt-Elf besser machen. Sie startete wie die Feuerwehr. Gleich nach dem Anpfiff umkurvte Dringenbergs Lukas Schöttler Borgentreichs Torwart Hendrik Dohmann und schob zum 1:0 ein (1.). Sieben Minuten später drückte Thomas Rex mit dem Kopf den Ball an die Latte und Daniel Neumann vollstreckte in Abstaubermanier aus kurzer Distanz (8.). Borgentreich befand sich zu dieser Zeit noch scheinbar in der warmen Kabine und Dringenberg schoss mit Viktor Schmidt aus allen Lagen. Nach zwanzig Minuten stabilisierte sich das Gästeteam immer mehr und wurde im Zweikampf giftiger.

Darüber und auch aufgrund der beiden in der Dringenberger Innenverteidigung fehlenden Alexander Rempe und Lars Künemund kam der Borgentreicher Sturm immer besser ins Konterspiel und machte durch einen sehenswerten Seitwärtsvolley vom freistehenden Jonas Güthoff den Anschlusstreffer (25.).

Der Flankengeber vorn der linken Seite, Frederik Schumacher, sah die Dringenberger Seite weit im Abseits. Kurz darauf sorgte der schnelle Vorbereiter zum ersten Treffer nun selbst nach einer langen Flanke quer über das Spielfeld für den 2:2-Ausgleich (29.). Nachdem Dringenbergs Abwehrspieler Christian Nölle nach einem unglücklichen Umknicken sich verletzte, setzte Teamchef Sven Schmidt ganz auf eine offensivere Ausrichtung und brachte Jonathan Kros. Mit ihm kam mehr Leben ins eigene Spiel und einen Strafstoß zum 3:2 durch den sicheren Schützen Schmidt (44.). Patrick Stiewe wurde im Strafraum unsanft zu Fall gebracht.

Nach Wiederanpfiff sorgte wieder eine ungenaue Dringenberger Abwehrleistung für den Gästeausgleich. Niklas Mertens konnte mit dem Kopf ungehindert zum Ausgleich einnetzen (54.). Jetzt entwickelte sich ein Spiel auf ein Tor. Dabei wuchs Borgentreichs Keeper Hendrik Dohmann über sich hinaus und vereitelte zahlreiche Dringenberger Einschussmöglichkeiten. Immer wieder stand auch der zähe Dennis Göke den Dringenbergern im Weg, so dass ein 3:3 wie im vergangenen Derby in Peckelsheim im Raum stand – aber nicht für den eingewechselten Routinier Marcel Oestreich. Sträflichst allein gelassen, sorgte er aus spitzem Winkel für das 4:3-Endergebnis.

Entsprechend bedient war Dringenbergs Trainer Sven Schmidt: „Wir schießen alle Tore selber.“ Dagegen frohlockte Borgentreichs Christopher Brand: „Unsere kämpferische Leistung passte, wir können jeden Gegner schlagen:“

Dringenberg: Heisener, Nölle (38. Kros), Frederkind, Rex, Stuwe, Stiewe, Steinig, Neumann, Schmidt (74. Richter), Schöttler, Unger (83. Falke)

Borgentreich: Dohmann, D. Schumacher, Rehrmann (81. Oestreich), N. Mertens (90.+1 Brand), Cloidt, Robrecht, Güthoff, L. Mertens, F. Schumacher (63. Goldstein), Fögen, Göke.

 

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