Extrem-Hindernislauf: Amelunxer Filip Radamm fährt zur EM nach Polen
Im Eiltempo durch den Schlamm

Amelunxen (WB). Draußen ist es kalt und ungemütlich. Der Amelunxer Extrem-Hindernisläufer Filip Radamm lässt sich davon nicht abhalten. Im Gegenteil: Er bereitet sich intensiv auf seine erste Europameisterschaft in Polen vor.

Dienstag, 22.01.2019, 18:42 Uhr aktualisiert: 22.01.2019, 18:44 Uhr
Den schlammigen Berg hat der Amelunxer Filip Radamm bereits bezwungen. Jetzt muss er auf der anderen Seite wieder herunter auf die mit weiteren Hindernissen gespickte Laufstrecke. Der 34-Jährige hat sich für die Europameisterschaften im Extrem-Hindernislauf in Polen qualifiziert. Foto: Sportograf
Den schlammigen Berg hat der Amelunxer Filip Radamm bereits bezwungen. Jetzt muss er auf der anderen Seite wieder herunter auf die mit weiteren Hindernissen gespickte Laufstrecke. Der 34-Jährige hat sich für die Europameisterschaften im Extrem-Hindernislauf in Polen qualifiziert. Foto: Sportograf

»Die EM findet im Juli statt. Aber auch im Winter gibt es Wettkämpfe, bei denen man durchs Wasser muss«, berichtet der 34-Jährige. Vor zwei Jahren hat er durch Zufall den Extrem-Hindernislauf für sich entdeckt und war sofort begeistert. »Das ist genau mein Sport«, sagt der Amelunxer.

Die ersten beiden Rennen am Möhnesee und in Arnsberg steigerten seine Motivation weiter. »Ich habe im Internet nach einem Verein hier in der Nähe gesucht und bin auf die Trailwoodrunners in Trendelburg aufmerksam geworden. Wir trainieren zweimal in der Woche dort gemeinsam. Das macht natürlich viel mehr Spaß als alleine«, sagt Radamm.

In Trendelburg hat er beim LakeRun im vergangenen Herbst auch die Qualifikation für die Europameisterschaft in Danzig geschafft. »Das ist für mich etwas ganz besonderes, weil ich in Danzig geboren wurde und dort elf Jahre gelebt habe«, freut sich der Amelunxer, dass es mit der Quali auf Anhieb geklappt hat und er nun einen Familienbesuch in Polen mit dem bisherigen sportlichen Höhepunkt seiner Laufbahn verbinden kann. »Dort wird das Feld allerdings extrem stark. Alleine in Deutschland gab es elf Qualifikationsläufe. Dazu kommen die Athleten aus anderen Nationen«, berichtet der Familienvater, der getreu dem Motto »Dabeisein ist alles« in der Ostseemetropole an den Start gehen wird.

15 Kilometer muss er dort absolvieren und dabei stolze 60 Hindernisse überwinden. »Das können Wasserelemente wie Tauchstrecken, Sprünge aus mehreren Metern Höhe ins Wasser oder klassische Elemente wie Klettergerüste, Strohballen, Seilklettern oder Kriechstrecken sein«, erzählt Filip Radamm. Gerade am Seil habe er noch Nachholbedarf. »Da möchte ich die richtige Technik erlernen«, so der Amelunxer.

Vor allem das Zusammenspiel von Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Geschicklichkeit haben es dem ehemaligen Bundeswehrsoldaten angetan. »Der Extrem-Hindernislauf hat seine Ursprünge in der militärischen Ausbildung«, weiß Radamm. Auch beruflich hat er viel mit Sport zu tun. Nach seiner Bundeswehrzeit absolviert er aktuell ein duales Studium zum Sportpädagogen und ist seit Jahresbeginn in einer Einrichtung tätig, die sich um die Resozialisierung straffällig gewordener Jugendlicher kümmert. »Da ist der Sport ein ganz wichtiger Baustein«, betont Radamm.

Er selbst spielt in seiner Freizeit zudem Fußball und hält sich durch Kraftsport fit. Priorität haben aber die Trainingseinheiten mit den Trailwoodrunners in Trendelburg. »Wir freuen uns auch über neue Trainingskollegen«, sagt Radamm. Infos gibt es auf der Facebook-Seite der OCR-Trailwoodrunners (OCR ist die internationale Bezeichnung des Sports »Obstacle Course Racing«) oder direkt bei Trainerin Carina Körber (carinakorber@yahoo.de).

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