Do., 11.10.2018

Westfalenpokal: Brakel mit großem Kampfgeist – Gievenbeck siegt 1:0 Oberligist atmet erst spät auf

Felix Derenthal (am Ball) und Marcel Prib (links) haben mit der SpVg. Brakel gegen den Oberligisten Gievenbeck eine starke Leistung abgeliefert und mussten den Favoriten nur knapp ins Viertelfinale ziehen lassen.

Felix Derenthal (am Ball) und Marcel Prib (links) haben mit der SpVg. Brakel gegen den Oberligisten Gievenbeck eine starke Leistung abgeliefert und mussten den Favoriten nur knapp ins Viertelfinale ziehen lassen. Foto: Sylvia Rasche

Von Sylvia Rasche

Brakel (WB). Es sollte nicht sein. Fußball-Landesligist Spvg. 20 Brakel hat sich im Achtelfinale des Westfalenpokals gegen den Oberligisten FC Gievenbeck nach Kräften gewehrt, musste sich am Ende aber knapp mit 0:1-Toren geschlagen geben.

»Wir wollten eine ordentliche Leistung abliefern und es unseren Gästen so schwer wie möglich machen. Das ist uns gelungen. Trotzdem geht der Sieg von Gievenbeck völlig in Ordnung«, analysierte Brakels Trainer Burkhard Sturm nach den 90 spannenden Minuten im Thermo-Glas-Stadion.

Zwar war der Oberligist aus dem Münsterland drückend überlegen und erarbeitete sich im Gegensatz zu den Gastgebern eine gute Torchance nach der anderen. Doch sollte es bis zur 77. Minute dauern, ehe der Favorit das Tor des Tages erzielte.

Der Mann des Abends: Dennis Ferranti hat Brakel mit tollen Paraden lange im Spiel gehalten. Foto: Sylvia Rasche

Gievenbeck begann äußerst offensiv und hatte gleich in den ersten fünf Minuten drei Riesen-Chancen. Dennis Ferranti im Brakeler Tor hielt alles, was es zu halten gab und sein Team damit zu diesem frühen Zeitpunkt im Spiel. »So einen Power-Start hatte ich nach der langen Busfahrt gar nicht erwartet«, meinte FC-Trainer Benjamin Heeke nach der Partie und räumte ein, »trotzdem sehr angespannt gewesen zu sein.« Dafür sorgte die Erfahrung des Oberliga-Aufsteigers in der noch jungen Saison. Die spielerisch starke Truppe ließ hier vor allem zu Beginn viele Chancen und letztlich auch einige Punkte liegen. »Das habe ich nach den vielen guten Möglichkeiten in Brakel auch befürchtet. Glücklicherweise lief es diesmal anders. Aber Brakel hat uns das Leben wirklich schwer gemacht«, meinte Heeke.

Nach der Anfangs-Offensive der Gäste stellten sich die Nethestädter besser auf ihren Gegner ein und ließen nicht mehr ganz so viel. Selbst waren sie allerdings nie in der Lage, nach vorne Akzente zu setzen. In der ersten Hälfte gab es gerade mal einen Eckball für die Gastgeber. »Dafür war Gievenbeck hinten einfach zu sicher. Die haben keinen Fehler gemacht«, erklärte Brakels Coach Burkhard Sturm. Seine Mannen gingen bis an ihre Grenzen, leisteten vor gut 350 Zuschauern an diesem Pokalabend ein erhebliches Laufpensum und hielten das torlose Remis vor allem auch dank des starken Dennis Ferranti zwischen den Pfosten bis zur 77. Minute.

Dann war der Ball nach einer Ecke eigentlich schon aus der Gefahrenzone. Doch irgendwie bekam ihn Yasin Altun vor die Füße und zog aus 20 Metern ab. Ferranti kam dieses eine Mal zu spät. 1:0 für die Gäste. Schon die Art des Torjubels zeigte, wie erleichtert Gievenbeck war, das Brakeler Bollwerk geknackt zu haben. »Ausgerechnet Yasin. Der hat ein super Spiel gemacht, kann aber eigentlich gar nicht schießen«, lachte ein sichtlich entspannter Benjamin Heeke nach der Partie. Brakels Horly Moudouhy hatte zwar im direkten Gegenzug die einzig echte Chance des Landesligisten, brachte das Leder aber nicht im Tor unter.

So blieb es nach 90 Minuten beim knappen Sieg des Favoriten, der damit ins Viertelfinale des Westfalenpokals einzieht.

»Es war ein sehr hartes Stück Arbeit, aber ein verdienter Sieg«, unterteilte Gievenbecks Trainer. Heeke und wünschte Landesliga-Spitzenreiter Brakel »alles Gute im Aufstiegskampf.« Nach dem kraftraubenden Pokalabend ruft schon am Sonntag wieder die Pflicht. Da müssen die Nethestädter gegen Bad Westernkotten ihre Spitzenposition verteidigen.

SpVg. Brakel: Ferranti, Derenthal (78. Hengst), Prib, Büsse (81. Wetzler), Schmitt, Fofana (85. K. Fähnrich) Suermann, Menie, Neumann, Vogt, Moudouhy.

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