Fr., 09.11.2018

NRW-Staatssekretärin Andrea Milz besucht Kreis Höxter – Ehrenamtsbus geht auf Tour Vereine bekommen Geld vom Land

Im Gespräch mit Vereinsvertretern in Brakel (von links): Reiner Stuhldreyer (Vorsitzender des Kreissportbundes Höxter), Klaus Schumacher (Kreisdirektor), Markus Schrader (DAV-Kletterzentrum OWL in Brakel), Matthias Goeken (Mitglied des Landtages), Andrea Milz (NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt), Hermann Temme (Bürgermeister Brakel).

Im Gespräch mit Vereinsvertretern in Brakel (von links): Reiner Stuhldreyer (Vorsitzender des Kreissportbundes Höxter), Klaus Schumacher (Kreisdirektor), Markus Schrader (DAV-Kletterzentrum OWL in Brakel), Matthias Goeken (Mitglied des Landtages), Andrea Milz (NRW-Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt), Hermann Temme (Bürgermeister Brakel). Foto: Katharina Schulte

Von Katharina Schulte

Brakel (WB). 300 Millionen Euro umfasst das Sportförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, das die Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt, Andrea Milz, jetzt vor Vereinsvertretern im DAV-Kletterzentrum OWL in Brakel vorgestellt hat.

Milz hielt sich einen ganzen Tag im Kreis Höxter auf und besuchte dabei unter anderem den VfL Eversen und den Kreissportbund Höxter. Nach ihrer Ernennung zur Sport-Staatssekretärin in der Landesregierung NRW hatte sie versprochen, alle 54 Kreis- und Stadtsportbünde des Landes in der laufenden Legislaturperiode besuchen zu wollen. »Mir ist es wichtig, die Unterschiede im ganzen Land mitzuerleben«, stellte Milz in Brakel heraus.

Reiner Stuhldreyer, Vorsitzender des Kreissportbundes, begrüßte die heimischen Vertreter aus Politik und Sport in Brakel, um unter dem Motto »Der Sport im Kreis Höxter – Kreissportbund und Vereine im Dialog mit der Landesregierung NRW« zum Austausch aufzufordern.

Andrea Milz erläuterte das 300-Millionen-Euro-Programm zur Modernisierung und Sanierung von Sportstätten. Dabei gehe es um ein Förderprogramm, mit dem das Land Nordrhein-Westfalen die Sportvereine unterstützen möchte. Vereine, die ihre Sportstätten kostenlos von den Kommunen zur Verfügung gestellt bekommen, wie es in einigen Städten des Kreises der Fall ist, sollten langfristige Nutzungsverträge abschließen und könnten so auch in den Genuss der finanziellen Mittel gelangen, riet Milz.

Derzeit werden die genauen Details und die weiteren Verfahrensschritte zu diesem Förderprogramm abgestimmt. Die NRW-Staatssekretärin betonte, dass es sich bei dem Geld nicht um Kredite handle, die Vereine es also nicht zurückzahlen müssten. »Ich kenne die Problematik der Sportstätten aus eigener Erfahrung als Übungsleiterin«, stellte sie heraus.

Einer der rund 40 anwesenden Vereinsvertreter lenkte die Diskussion auf die immer schwerer werdende Gewinnung von ehrenamtlichen Mitarbeitern in den Vereinen. Hierzu sei eine Ehrenamtsstrategie des Landes aufgestellt worden, erläuterte Andrea Milz. Eine Ehrenamtsbustour sei bereits gestartet und werde alle 54 Kreis- und Stadtsportbünde im Land ansteuern. Hier sollen Erfahrungen vor Ort gesammelt werden. Gerne gesehen sei auch Kritik, betonte die Staatssekretärin. Langfristig sollen in den Kommunen so genannte »Kümmererstellen« aufgebaut werden, in denen Hauptamtler die Ehrenamtler unterstützen.

Landtags-Abgeordneter Matthias Goeken wies darauf hin, dass Unternehmen auch ein großes Augenmerk auf die sozialen Kompetenzen richten. Das soziale Engagement spiele in Bewerbungsgesprächen eine wichtige Rolle. Daher sei es wichtig, dass das junge Ehrenamt publik gemacht werde.

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