Mi., 22.05.2019

Leichtathletik: Jürgen Scherg startet beim Event in Tschechien Aus dem Flachland zur Berglauf-EM

Mit Bergläufen, wie hier am Wallberg/Tegernsee, hat Jürgen Scherg viel Erfahrung. 2013 war er sogar Team-Weltmeister. An diesem Wochenende startet er in Tschechien bei der Berglauf-Europameisterschaft.

Mit Bergläufen, wie hier am Wallberg/Tegernsee, hat Jürgen Scherg viel Erfahrung. 2013 war er sogar Team-Weltmeister. An diesem Wochenende startet er in Tschechien bei der Berglauf-Europameisterschaft.

Von Sylvia Rasche

Brakel (WB). Für Jürgen Scherg ist der Schwarze Berg am östlichen Rand des Riesengebirges kein Neuland. In Tschechien hat er vor sechs Jahren seinen größten sportlichen Erfolg gefeiert und ist mit der deutschen Nationalmannschaft Weltmeister im Berglauf geworden. An diesem Wochenende nimmt er die Strecke erneut in Angriff. Diesmal stehen die Europameisterschaften der Senioren im Berglauf auf dem Programm.

»Dass es wieder so gut läuft wie 2013, kann ich allerdings nicht versprechen«, lacht der 56-Jährige.

Berglauf im Münsterland ein Problem

Am Freitag macht er sich um 5.30 Uhr in Warendorf auf den Weg nach Tschechien. Der Athlet der Non-Stop-Ultra Brakel lebt und arbeitet im Münsterland – und genau das ist beim Berglauf eines seiner größten Probleme. »Es ist so flach, dass ich hier kaum trainieren kann. Einmal in der Woche versuche ich, nach Bad Driburg zu fahren«, berichtet Scherg. Dort verabredet er sich mit seinem Vereinskollegen Michael Brand zum Bergtraining. »Wir haben am Rosenberg die Strecke mit den meisten Höhenmetern gefunden. Manchmal laufen wir aber auch den ganzen Sachsenring ab«, berichtet Jürgen Scherg.

Am Samstag wird es für ihn ernst. An der Seilbahnstation am Fuße des Schwarzen Berges (Cera Hora) geht es los. »Die Strecke ist 8,5 Kilometer lang und 650 Höhenmeter sind zu bewältigen«, weiß der mehrfache Höxteraner Kreisrekordhalter über verschiedene Distanzen genau. Bisher sind in seiner Altersklasse M55 35 Athleten gemeldet. »Ich erwarte schon starke Konkurrenz, zumal die meisten der Teilnehmer in den Bergen zu Hause sind. Ich gehe trotzdem unbefangen an den Start«, erzählt Scherg.

Wenn ihm die Fahrten zum Training nach Driburg zu lang waren, wich er auch schon mal nach Bad Laer, Bad Iburg oder Steinhagen aus. »Zwar ist der Aufwand recht groß, aber aktuell fühle ich mich ganz gut und sehe dem Wettkampf positiv entgegen. Wichtig ist für mich vor solchen Meisterschaften, stets ausgeruht an den Start zu gehen. So stehen diese Wochen nur leichte Läufe auf dem Programm«, gibt Jürgen Scherg Einblick in seine Vorbereitung.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

Google-Anzeigen

© WESTFALEN-BLATT
Vereinigte Zeitungsverlage GmbH

Alle Inhalte dieses Internetangebotes, insbesondere Texte, Fotografien und Grafiken, sind urheberrechtlich geschützt. Verwendung nur gemäß der Nutzungsbedingungen.

Anzeige


https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6631417?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2198415%2F4850275%2F