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Do., 10.07.2014

Tischtennis-Topspielerin Mittelham hat sich für Jugend-EM in Italien viel vorgenommen  Gemischte Gefühle 

Die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes ist bei der Europameis- terschaft in Italien an Nummer eins gesetzt worden. Die Mädchen (von links): Nina Mittelham vom TuS Bad Driburg, Alena Lemmer, Caroline Hajok, Chantal Mantz und Yuan Wan. Nina Mittelham hat sich nach ihrer langen Verletzungspause im Frühjahr sehr viel vorgenommen und will einen Titel.

Die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes ist bei der Europameis- terschaft in Italien an Nummer eins gesetzt worden. Die Mädchen (von links): Nina Mittelham vom TuS Bad Driburg, Alena Lemmer, Caroline Hajok, Chantal Mantz und Yuan Wan. Nina Mittelham hat sich nach ihrer langen Verletzungspause im Frühjahr sehr viel vorgenommen und will einen Titel. Foto: Foto: Marco Steinbrenner

Von Marco Steinbrenner

Bad Driburg (WB). Eigentlich hätte Nina Mittelham allen Grund, sich auf die Jugend-Europameisterschaften in Riva del Garda (Italien) von morgen Freitag, bis Sonntag, 20. Juli, zu freuen. Es gibt allerdings Fragezeichen.

 Der Publikumsliebling des Tischtennis-Bundesligisten TuS Bad Driburg ist nach schweren Wochen mit zahlreichen Verletzungen endlich schmerzfrei und reist als dreifache Titelverteidigerin nach Italien.

 Beim letzten Vorbereitungslehrgang im Deutschen Tischtennis-Zentrum in Düsseldorf ist davon allerdings nur wenig zu sehen. Die 17-Jährige wirkt vor ihrer fünften EM-Teilnahme nachdenklich. »Mein Gefühl ist nicht wirklich da«, sagte Mittelham nach den drei Vorbereitungslehrgängen.

 Das soll sich ganz schnell und mit dem Beginn des Team-Wettbewerbs ändern. Die Auswahl des Deutschen Tischtennis-Bundes (DTTB), der neben Mittelham auch Chantal Mantz (SV DJK Kolbermoor), Yuan Wan (TTG Bingen/Münster-Sarmsheim), Alena Lemmer (TuSEM Essen) und Caroline Hajok (MTV Tostedt) angehören, wurde an Position eins gesetzt. »Wir sind von der Papierform klarer Favorit auf den Titel«, nimmt Bundestrainer Tobias Kirch kein Blatt vor den Mund.

 Allerdings müsse eine gesunde Mischung gefunden werden, »denn der Druck darf nicht zur Last werden«. Im vergangenen Jahr verloren die Kirch-Schützlinge im Endspiel 0:3 gegen Rumänien. Der Titelverteidiger zählt ebenso wie Russland und Frankreich zu den Deutschland-Jägern. Zuvor warten jedoch in der Vorrunde morgen ab 13 Uhr Israel (13 Uhr) und Kroatien (19 Uhr) sowie am Samstag. 12. Juli, um 13 Uhr die Auswahl Schwedens.

 »Die Vorbereitung verlief nicht optimal und war zudem auch noch sehr kurz«, blickte der Coach zurück. Drei Lehrgänge standen auf dem Programm. Vor zwei Wochen habe sich Mittelham bei den Trainingseinheiten mit den französischen Mädchen- und Schülerinnen-Nationalmannschaften in »sehr guter Form« gezeigt. Das änderte sich jedoch nur ein paar Tage später, als der letzte Feinschliff in Düsseldorf geholt wurde. »Wenn das Turnier beginnt, wird Nina auf den Punkt da sein. Da bin ich mir sicher«, blickt Tobias Kirch den Titelkämpfen trotzdem optimistisch entgegen. »Sie wird sich voll fokussieren und dann von Tag zu Tag steigern. Ihre mentale Stärke ist enorm.

 Nina Mittelham selbst hält sich dagegen mit einer Prognose zurück. Nach den Einzel-Titeln bei den Schülerinnen in Kasan (2011) und Mädchen in Ostrava (2013) könnte sie bei ihrer altersbedingt letzten EM-Teilnahme noch einmal zum großen Wurf ausholen.

 In der U18-Europarangliste hat Mittelham 225 Punkte mehr auf ihrem Konto als die ZweiteChantal Mantz. Die Goldmedaille im Doppel kann die Wahl-Driburgerin mit der altersbedingt fehlenden Theresa Kraft (TV Busenbach) nicht verteidigen. Am Gardasee soll es mit Alena Lemmer auf das Treppchen gehen. Es muss sich zeigen, wie das neue Duo aufeinander abgestimmt ist.

 Dagegen können Nina Mittelham und Kilian Ort (TSV Bad Königshofen) im Mixed wieder ganz oben auf dem Siegerpodest stehen. Auch die so genannten Experten räumen den Beiden beste Chancen ein. »Wir spielen gut zusammen«, sagt Mittelham.

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