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Sa., 19.07.2014

Koray Günter liebt Istanbul und will nun in die erste Elf von Galatasary  »Es ist wie in einem Traum« 

Ich will den nächsten Schritt machen. Koray Günter strebt bei Galatasaray Istanbul einen Platz in der Stammformation an und freut sich besonders auf die Champions League.

Ich will den nächsten Schritt machen. Koray Günter strebt bei Galatasaray Istanbul einen Platz in der Stammformation an und freut sich besonders auf die Champions League. Foto: Jürgen Drüke

Von Jürgen Drüke

Höxter/Istanbul (WB). Der neue Trainer ist wieder ein Italiener. Nach Mancini führt Prandelli Regie bei Galatasaray Istanbul. Koray befindet sich beim türkischen Spitzenklub seit zwei Wochen in der Vorbereitung auf die Saison und ist nicht nur vom neuen Coach angetan. WB-Redakteur Jürgen hat beim talentierten Fußball-Profi aus Höxter nachgefragt.

Herr Günter, Cesare Prandelli ist mit Italien in der Vorrunde bei der WM in Brasilien ausgeschieden. Jetzt ist der Italiener Coach von Gala und will das Team in die europäische Spitze führen. Wie ist der Neue?

Günter: Nach Roberto Mancini, der mich im Januar nach Istanbul geholt hat, verfügt der Verein wieder über einen erstklassigen Coach. Cesare Prandelli legt Wert auf Disziplin, Taktik und die Entwicklung einer Mannschaft. Wir Spieler und der Coach sind bereits jetzt eine Einheit.

Es sollen auch deutsche Trainer bei Gala hoch im Kurs gestanden haben. Können Sie Namen verraten?

Günter: Gala will neue Wege gehen. Junge Spieler sollen der Mannschaft noch mehr Dynamik verleihen. Das kommt mir natürlich zugute. Dazu passt ein Fußballlehrer, der innovativ denkt. Anfragen der Verantwortlichen sind vor einigen Wochen auch an Jürgen Klinsmann, Ottmar Hitzfeld und Bruno Labbadia gegangen. Das zeigt, wie hoch die Trauben in diesem Verein hängen. Das Beste und das Höchste wird bei Galatasaray stets angestrebt.

Am 30. Januar 2014 haben Sie bei Ihrem neuen Verein unterschrieben. Sie dürften in den vergangenen sechs Monaten viel erlebt haben. Wie hat sich Ihr Leben verändert?

Günter: Komplett. Istanbul ist eine Weltmetropole und ich bin dort mit offenen Armen empfangen worden. Es ist wie in einem tollen Traum. Den Medien-Rummel um meine Person hätte ich nie und nimmer erwartet. Gala ist wie eine neue Welt. Die Möglichkeiten in dieser Stadt sind ungemein groß. Das Leben pulsiert. Disziplin ist deshalb oberstes Gebot. Darauf achten die Verantwortlichen des Klubs bei allen Akteuren. Sportlich läuft es für mich gut. Ich habe seit Januar ein Dutzend Einsätze in der starken Mannschaft gehabt. Damit war ich in der Hälfte der Begegnungen dabei. Mein Ziel ist natürlich ein Stammplatz. Diesen will ich in dieser Saison erreichen.

Sie sind für 2,5 Millionen Euro von Borussia Dortmund nach Istanbul gewechselt. Ihr Ex-Verein Borussia Dortmund kann Sie mit Beendigung der kommenden Saison für sieben Millionen zurückkaufen. Können solche Summen einen jungen Spieler auch belasten?

Günter: Nein. Damit beschäftige ich mich überhaupt nicht. Es zeigt natürlich im wahrsten Sinne des Wortes eine Wertschätzung. Zunächst zählt die kommende Spielzeit. Mit Gala wollen wir in der Champions League eine gute Rolle spielen und natürlich in der türkischen Meisterschaft wieder ganz oben dabei sein.

Sie spielen mit Weltklassespielern zusammen. Gibt es einen Akteur, zu dem Sie einen ganz besonderen Draht haben?

Günter: Bei der Weltmeisterschaft waren unser Torwart Fernando Muslera mit Uruguay, Innenverteidiger Aurelien Chedjou mit Kamerun und Wesley Sneijder mit den Niederlanden dabei. Das zeigt, wie hoch das Niveau bei uns ist. Wesley Sneijder gibt mir sehr viele Hinweise, zeigt mir professionelles Verhalten und kümmert sich um mich. Für mich ist er sehr wichtig. Von der Hilfe eines der besten Spieler der Welt werde ich noch lange profitieren.

Die Weltmeisterschaft haben Sie intensiv verfolgt und sich gefreut. War der Titel für Deutschland verdient?

Günter: Die Mannschaft hat begeistert. Mit der U20-Nationalmannschaft waren wir in der Vorbereitung in Südtirol Testgegner. Da konnten wir bereits erkennen, dass es im Team passt. Das war eine Einheit und verschworene Gemeinschaft. Gerade deshalb ist Deutschland Weltmeister geworden. Und das absolut verdient.

Im U 20-Nationalteam sind Sie Kapitän. Das zeigt wie hoch Sie im Kurs stehen. Der Weg nach oben ist offen, wo wollen Sie hin?

Günter: Ganz wichtig ist die Gesundheit, sie ist für alle Menschen das höchste Gut. Ich hoffe, dass ich von schwerwiegenden Verletzungen verschont bleibe. Zunächst zählt das Jetzt. Bei Galatasaray fühle ich mich sehr wohl, deshalb kann sich einiges positiv entwickeln. Ich möchte noch lange Fußball spielen. Natürlich ist die Nationalmannschaft mein Traum.

Sie waren vor zwei Wochen einige Tage in Höxter. Wann werden Sie wieder kommen?

Günter: Sobald es möglich ist. Mein Bruder Ferdi und meine Mutter Naziye besuchen mich im Wechsel regelmäßig.

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