Brunnen- und Sachsenringlauf in Bad Driburg: Brand und Derksen wollen hoch hinaus
Nahen siegt auf Heimkurs

Bad Driburg (WB/nf). Respekt vor der Halbmarathonstrecke des Bad Driburger Sachsenringslaufs haben alle. »Das ist schon ein echter Hammerlauf«, weiß Michael Amstutz, weil er die Strecke von vielen Teilnahmen her kennt.

Montag, 11.08.2014, 04:01 Uhr aktualisiert: 11.08.2014, 14:13 Uhr
Favorit Mathias Nahen (Nummer 291) bestimmt mit Niclas Hoppe (292) das Tempo über die Halbmarathondistanz des Sachsenringlaufs. Am Ende...
Favorit Mathias Nahen (Nummer 291) bestimmt mit Niclas Hoppe (292) das Tempo über die Halbmarathondistanz des Sachsenringlaufs. Am Ende gewann Nahen, Hoppe hatte sich verlaufen und kam nicht in die Wertung. Auf Platz zwei lief Thomas Dasch (298) vor Christoph Fraune (294), Michael Amstutz (337) und Devon Grass (259).

 Am Ende setzte sich Favorit Mathias Nahen (TV Jahn Bad Driburg) in seinem Heimrennen durch. Nach ihm kamen Thomas Dasch (TSV Schloß Neuhaus) und Christoph Fraune (Tri Club Paderborn) ins Ziel.

 Nahen profitierte allerdings von einem Fehler seines härtesten Kontrahenten Niclas Hoppe (TSV Kirchdorf), der vor einer Woche noch die Halbmarathondistanz in Vinsebeck gewonnen hatte. »Der war heute bärenstark und hatte sich bereits abgesetzt, obwohl ich am Limit gelaufen bin«, so Nahen. Die beiden waren schon während der Stadionrunde nach 500 Metern deutlich von allen Verfolgern in Führung gegangen. Doch nach der ersten Verpflegungsstelle scheint sich Hoppe verlaufen zu haben, er tauchte auch nicht in der Wertung auf. Dennoch bescheinigten die Läufer dem Ausrichter TV Jahn Bad Driburg eine gute Ausschilderung der Strecke. Der Vorsitzende Peter Kufner hatte am Morgen die Strecke selbst begutachtet und einige mutwillig verdrehte Schilder wieder in ihre richtige Position gebracht.

 Unter vielen Läufern gilt der Sachsenringlauf mit seinen schwierigen Passagen, Steigungen und Treppen als kleiner Hermannslauf, vor allem weil gerade am Ende nach kräftezehrenden Kilometern noch einige Härtetest warten. Auf den Plätzen freute sich insbesondere Fraune, zuletzt mit Abo auf dritte Plätze. Der Paderborner Läufer war dennoch zufrieden. »In der Hochstiftwertung habe ich heute einen großen Schritt in Richtung Gesamtsieg über die lange Distanz gemacht.«

 Am Start des Sachsenringlaufs war auch Michael Brand, der es aber gemütlich angehen ließ und zusammen mit Michael Amstutz einen reinen Trainingslauf absolvierte, denn er hat in zwei Wochen ein »hohes« Ziel vor Augen. Zusammen mit Anatoli Derksen geht es mit dem Mountainbike von Mittenwald zum Gardasee. »850 Kilometer in einer Woche über zahlreiche Pässe, darunter das 2700 Meter hohe Stilfserjoch und insgesamt 25.000 Höhenmeter haben wir uns vorgenommen«, so die beiden Ausdauerathleten.

 Eine Änderung hatte der 10-Kilometer-Brunnenlauf erlebt, der wie alle anderen Läufe im Iburg Stadion gestartet wurde. Die Strecke wurde dadurch etwas geändert und um 500 Meter länger. Gewonnen hat Andrew Buckley, auf Platz zwei landete Tobias Riesel (TuS Vinsebeck), im letzten Jahr ebenfalls Zweiter. Dritter wurde Anatoli Derksen, Vierter Klaus Menne (NSU Brakel) vor Stefan Rustemeier (TuS Willebadessen). Für die Strecke gab es Anerkennung: »Man muss schon taktisch laufen, um eine gute Zeit zu erzielen«, sagte Menne.

 Die Starter sämtlicher Läufe konnten eine Runde im Stadion zurückzulegen, auf der sie von den Zuschauern kräftig angefeuert wurden, ehe es hinaus auf die Strecke ging. Mit langen Schritten erreichte Nikolai Dorka das Ziel des 4,5-Kilometer-Laufs, mit Abstand folgte Sebastian Brandt. Der hatte aber seine Vielseitigkeit als Leichtathlet unterstrichen, nachdem er am Freitag den Kreisrekord im Hochsprung in der Altersklasse M 30 von 1,80 auf 1.84 gesteigert hatte.

 »Es war mein erster Start in Bad Driburg und gleich der erste Sieg. Streckenprofile mit viel auf und ab liegen mir«, freute sich der Sieger Nikolai Dorka von Dorka Sports. Auf Platz vier landete der Jugendliche Luca Soares.

 Die Bad Driburger Laufveranstaltung war die 29 seit der Premiere. Im nächsten Jahr plant der TV Jahn nach Angaben seines Vorsitzenden Peter Kufner im Rahmen des Bad Driburger Stadtjubiläums bei der 30. Auflage einige sportliche Akzente zu setzen. Im Gespräch ist als Highlight ein 24-Stunden-Lauf.

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