Furkan Simsek will ins Profi-Geschäft – Brakeler spielt mit Bielefeld in der A-Junioren-Bundesliga
Arminia als Sprungbrett

Brakel/Bielefeld (WB). Er träumt vom Profifußball, spielt bei den A-Junioren des DSC Arminia Bielefeld in der Bundesliga und streift das Trikot der türkischen Nachwuchs-Nationalmannschaft über. Furkan Simsek aus Brakel plant Großes.

Donnerstag, 14.08.2014, 10:52 Uhr aktualisiert: 14.08.2014, 11:46 Uhr
Furkan Simsek will ins Profi-Geschäft – Brakeler spielt mit Bielefeld in der A-Junioren-Bundesliga : Arminia als Sprungbrett
Furkan Simsek (rechts) spielt für die U19 des DSC Arminia Bielefeld. In der Nachwuchs-Bundesliga will der 17-Jährige viele Einsätze verzeichnen. Sein Traum ist der Sprung in den Profifußball. Dafür trainiert der Steinheimer hart. Foto: Thomas F. Starke

»In den kommenden zwei Jahren will ich den Sprung in den Profibereich schaffen«, sagt der selbstbewusste 17-Jährige. Nach Stationen beim TuS Hembsen und der SpVg. Brakel wechselte der in Höxter geborene Simsek in den Nachwuchsbereich des SC Paderborn. Bei den Schwarz-Blauen avancierte Furkan Simsek zum Stammspieler, verpasste kaum eine Partie und spielte sich auf den Zettel von einigen Bundesliga-Nachwuchsteams.

»Meine Entscheidung ist auf Borussia Mönchengladbach gefallen. Der Verein wollte mich unbedingt verpflichten«, berichtet der Brakeler. Nach eineinhalb erfolgreichen Jahren am Niederrhein gab es einige Unstimmigkeiten, die einen Wechsel veranlasst hatten. »Ab der Rückrunde sind viele Sachen schief gelaufen. Ich habe mich einfach nicht mehr wohl gefühlt«, sagt Simsek.

Der Sprung in die Nationalmannschaft

Doch noch zu Gladbacher Zeiten erlebte der Filigrantechniker einen besonderen Höhepunkt seiner noch jungen Karriere. Im September vergangenen Jahres nominierte Trainer Hakan Tecimer den Steinheimer für den Kader der türkischen U17-Nationalmannschaft. Bei zwei Testspielen gegen die finnische Auswahl spielte er 67 Minuten. »Ich werde viel arbeiten, um auch in die U18-Nationalmannschaft berufen zu werden«, sagt der offensive Mittelfeldspieler.

Über Einsätze in der U19 des DSC Arminia Bielefeld will er sich in den Vordergrund spielen. Gegner wie Bayer 04 Leverkusen, Borussia Dortmund oder Schalke 04 werden den Steinheimer auf die Probe stellen. »Auf meiner Position gibt es viele Spieler, die in der kommenden Saison schon nicht mehr in der U19 eingesetzt werden. Ich will mich durchsetzen und natürlich jedes Spiel bestreiten«, sagt Simsek, der mit seiner Familie in Paderborn lebt.

Um einen Platz in der ersten Elf zu ergattern, trainiert der Fan des spanischen Spitzenklub FC Barcelona fünf Mal in der Woche – sonntags ist Ligabetrieb. Die Trainingsstätte der Arminen erreicht Simsek mit dem Zug. »Wir werden mit mehreren Spielern vom Bahnhof in Bielefeld abgeholt«, berichtet er. Auch neben dem Fußballplatz hat sich für das heimische Nachwuchstalent etwas verändert. Seit Anfang August absolviert der 17-Jährige eine Ausbildung als Kaufmann im Einzelhandel.

Doch nicht nur auf den Start beim neuen Arbeitgeber blickt Simsek gerne zurück. Die vergangene Saison verlief für den Brakeler optimal. Das primäre Ziel, der Klassenerhalt, wurde frühzeitig gesichert. Seine beiden Saisontore in der Bundesliga erzielte der »Zehner« gegen den 1. FC Köln (1:0) und ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein Borussia Mönchengladbach (1:1). In 1837 Einsatzminuten verzeichnete Simsek acht Siege, neun Unentschieden und neun Niederlagen. »Zum krönenden Abschluss der Saison haben wir das Pfingstturnier in Theesen gewonnen«, blickt Simsek zurück. Als seinen Lieblingsspieler bezeichnet der Steinheimer Mesut Özil, auch er hat einst in der selben Liga gekickt.

An Furkan werden wir noch sehr viel Spaß haben

Oliver Krause

Sein Trainer Oliver Krause beschreibt Simsek als eleganten und technisch starken Spieler. »Furkan muss körperlich noch etwas zulegen. Da mache ich mir aber keine Sorgen. An ihm werden wir noch sehr viel Spaß haben«, ist der 30-jährige Coach überzeugt.
Das nächste Spiel für den talentierten Türken steht am Sonntag, 17. August, bei Fortuna Düsseldorf auf dem Programm. Und dann will Furkan Simsek einen weiteren Schritt in Richtung Profi-Fußball machen.

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