Tischtennis-Bundesliga: TuS Bad Driburg unterliegt Meister TTC Berlin 0:6 
Zwei Nummern zu groß

Bad Driburg (WB). Die Königinnen Europas regieren auch in Bad Driburg. Der amtierende Champions-League-Sieger TTC Berlin hat beim Bundesliga-Aufsteiger deutlich mit 6:0 gewonnen und bleibt damit Tabellenführer.

Montag, 15.09.2014, 04:03 Uhr aktualisiert: 15.09.2014, 15:22 Uhr
Man ist nie chancenlos. Mit diesem Motto geht Driburgs Neuzugang Sarah De Nutte in ihre Partien – auch wenn sie aussichtlos erscheinen wie...
Man ist nie chancenlos. Mit diesem Motto geht Driburgs Neuzugang Sarah De Nutte in ihre Partien – auch wenn sie aussichtlos erscheinen wie gegen Berlin. Die Luxemburgerin hat den einzigen Satz für ihr Team geholt.

 Für die tapfer, aber aussichtslos kämpfenden Driburgerinnen ist das kein Drama. Sie wussten vorher, dass der Triplesieger der vergangenen Saison eine ordentliche Nummer zu groß für sie sein würde. »So krass habe ich mir das allerdings nicht vorgestellt«, gab Driburgs Manager Franz-Josef Lingens nach der deutlichen Niederlage zu.

 Er hatte zumindest auf einen Ehrenpunkt gegen den übermächtigen Gegner spekuliert. Dass das schwierig werden würde, zeigte sich schon in den Doppeln. Beide Driburger Formationen waren gegen die amtierenden deutschen Meisterinnen chancenlos.

 Dabei musste der TuS wie erwartet auf seine Topspielerin Nina Mittelham verzichten. Die 17-Jährige, die sich nach ihrer langen Verletzungspause noch im Aufbautraining befindet, übernahm diesmal die Coaching-Funktion an einem der beiden Tische. »Wir hätten aber auch mit Nina verloren. Berlin ist einfach zu stark«, stellte Franz-Josef Lingens heraus.

 Trotzdem sahen die Zuschauer teilweise hochklassige Ballwechsel. Sie gingen begeistert mit, als Andrea Todorovic die Ungarin Gina Pota im ersten Satz in die Verlängerung zwang und auch als Driburgs Neuzugang Sarah De Nutte im Spitzeneinzel der deutschen Nationalspielerin Shan Xiaona einen Satz abnahm – es sollte der einzige am gesamten Nachmittag bleiben.

 »Ich habe mein bisher bestes Spiel bei der Weltmeisterschaft gegen Korea gemacht. Dort habe ich gegen eine Spielerin gewonnen, die noch besser ist als Shan. Man geht also nie chancenlos in eine Begegnung«, erklärte Sarah De Nutte nach ihrem 1:3 gegen Shan Xiaona. Auch wenn es am Ende nicht zu mehr reichte, zeigte die 21-Jährige bei ihrer Heimpremiere eine gute Vorstellung. Ihr attraktives Angriffsspiel wird die Zuschauer sicher noch in anderen Partien begeistern. Für Luxemburg wird sie Ende September an der Team-Europameisterschaft in Portugal teilnehmen. Andrea Todorovic ist für Serbien am Start.

 Das Berliner Team wird (fast) komplett bei der EM aufschlagen. Shan Xiaona und Petrissa Solja wollen mit der deutschen Nationalmannschaft ihren Titel verteidigen. Gina Pota, die am Samstag mit den Flandern Open noch ein internationales Turnier gewonnen hatte und direkt aus Belgien nach Bad Driburg gekommen war, ist für Ungarn dabei. Einzig Kristin Silbereisen fehlt wegen ihrer aktuellen Ausbildung zur Physiotherapeutin.

 In Bad Driburg zeigte sie aber erneut, dass sie zu den besten deutschen Spielerinnen gehört und besiegte Katharina Michajlova ebenso in drei Sätzen wie Petrissa Solja Elena Waggermayer.

 So fand der Auftritt des aktuellen Champions-League-Siegers in der Grundschulhalle ein (zu) schnelles Ende. »Unsere Spielerinnen haben sehr gute Bälle gespielt,. Gegen andere Gegnerinnen sind das Punkte, hier kommen noch bessere Schläge zurück«, analysierte Lingens und versprach, »dass wir gegen keine andere Mannschaft der Liga so unterlegen sein werden.«

 Die TuS-Statistik

TuS Bad Driburg - TTC Berlin 0:6Todorovic/De Nutte - Shan/Solja 0:3, Waggermayer/Todorovic - Pota/Silbereisen 0:3, Todorovic - Pota 0:3, De Nutte - Shan 1:3, Michajlova - Silbereisen 0:3, Waggermayer - Solja 0:3.

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