Fußball-Kreispokal: 8:0-Sieg in Brenkhausen – FC Nieheim und SpVg. Brakel jubeln
SV Dringenberg stürmt ins Viertelfinale

Kreis Höxter (WB). Das Vater-Sohn-Duell im Fußball-Kreispokal entscheiden Philippe und Dominique Soethe eindrucksvoll für sich: Mit 8:0-besiegt der SV Dringenberg den SV Brenkhausen/Bosseborn, trainiert von Richard Soethe. Im Achtelfinale setzen sich auch der FC Nieheim (1:0 gegen TuS Erkeln) und die SpVg. Brakel (7:1 bei TIG Brakel) durch. C-Ligist SSV Würgassen überrascht mit einem 3:1-Erfolg gegen A-Ligist FC Stahle.

Freitag, 03.10.2014, 18:16 Uhr aktualisiert: 03.10.2014, 23:33 Uhr
Fußball-Kreispokal: 8:0-Sieg in Brenkhausen – FC Nieheim und SpVg. Brakel jubeln : SV Dringenberg stürmt ins Viertelfinale
Dringenbergs Philippe Soethe (links) ist im Zweikampf gegen Brenkhausens Thomas Ahlemeyer gefordert. Foto: Rene Wenzel

SV Brenkhausen/Bosseborn – SV Dringenberg 0:8 (0:4). Schiedsrichter Walter Boblest pfeift pünktlich zur Halbzeit. Dominique Soethe bleibt gleich auf dem Platz. Der Keeper der Gäste will sich fit halten. »Das mache ich immer, wenn ich nicht oft gefordert werde. So bleibe ich konzentriert«, sagt die Nummer eins. Denn der Bezirksligist führt zu diesem Zeitpunkt bereits 4:0. Und das nach einer starken Vorstellung. Bereits nach 180 Sekunden ereignete sich der erste Höhepunkt im Vater-Sohn-Duell: Dennis Kriger legte quer auf Philippe Soethe, der die Kugel im zweiten Versuch im Kasten versenkte. Nur vier Minuten später bestrafte Kriger einen Ballverlust im Spielaufbau der Hausherren mit dem 2:0. »Meine Mannschaft hat keine Einstellung und Charakter gezeigt. Schon nach dem zweiten Treffer war das Spiel gelaufen«, sagte SVB/B-Trainer Richard Soethe.

Nach einer Viertelstunde zappelte das Leder bereits zum dritten Mal im Netz – erneut spitzelte Philippe Soethe den Ball an Andre Wiedermeier vorbei in den Kasten. In der 25. Minute setzte Manuel Trost noch einen drauf. Nach Zuspiel von Raphael Micus blieb der Angreifer eiskalt und schob zur 4:0-Führung ein. Von den Hausherren war in Durchgang eins nur nach 32 Minuten eine Offensive-Aktion zu verzeichnen: Nach einem Schuss Andre Dierkes zielte Chris Ferlemann aus vier Metern zu ungenau.

Für ein Spitzenteam der A-Liga ist Brenkhausen sehr schwach aufgetreten.

Frank Ziegeroski

Und das änderte sich auch in Durchgang zwei nicht. Der SV Dringenberg spielte ab der 55. Minute in Überzahl – der eingewechselte Marius Siebrecht verletzte sich (Verdacht auf Bänderriss am rechten Fuß), Richard Soethe tauschte bereits zur Pause dreimal aus. In Überzahl gelang den Blau-Gelben erst nach 74 Minuten der fünfte Treffer. Diesmal lauerte Christopher Kröger nach einer Ecke am zweiten Pfosten und drückte die Kugel über die Linie. Spätestens jetzt lief die Torfabrik der Gäste wieder. Dennis Kriger (80.), Dirk Büsse (87.) und Philippe Soethe (89.) schraubten das Ergebnis noch auf 8:0 in die Höhe.

Jubel nach dem 5:0: (von links) Dirk Büsse, Christopher Kröger und Philippe Soethe.

Einziger Wermutstropfen im Spiel des Bezirksligisten: Philippe Soethe setzte einen Elfmeter in der 69. Minute über den Kasten. Doch diese Szene spielte schon nach dem Schlusspfiff keine Rolle mehr. »Ich habe schon vor dem Spiel gesagt, dass Dominique und ich das Spiel entscheiden können, nicht mein Vater«, berichtete der dreifache Torschütze. Richard Soethe zeigte sich nach der Klatsche verärgert. Dennoch hatte der Übungsleiter einen lockeren Spruch parat: »Philippe und Dominque bekommen heute nichts mehr zu essen.« Das lässt sich wohl kaum verhindern. Denn für viele Spieler des SV Dringenberg geht es nach dem 8:0-Kantersieg auf die Warburger Oktoberwoche. Und da gibt es sicher nicht nur Wiesnbier.

SV Brenkhausen/Bosseborn: Wiedermeier – Dierkes, Weber, Ja. Wöstefeld, Reinhard, Ahlemeier, Jö. Wöstefeld. Beverungen (46. Dobrott), Ferlemann (46. Pesa), Wilms, Fiege (46. Siebrecht).

SV Dringenberg: D. Soethe – Kimmel, Jacobi (66. Stiewe), Hottenträger (66. Möbuß), P. Soethe, Rempe, Kriger, Büsse, Trost (79. Sablotny), Micus, Kröger.

Favorit setzt sich durch

Die SpVg. Brakel entscheidet das Stadtderby gegen TIG mit 7:1 (3:0) für sich. Schon in der Anfangsphase haben die Rot-Schwarzen die Weichen auf Sieg gestellt.

»Wir wollten ein schnelles Tor, um hier keine Hektik aufkommen zu lassen. Unser Ziel war es, das Spiel früh zu entscheiden«, sagte SpVg.-Coach Burkhard Sturm. Sein Team setzte diese Maßgabe perfekt um. Bereits in der 9. Minute bediente Tim Lüddecke Sturmpartner Christopher Wetzler, der gekonnt mit der Hacke zum 1:0 einschob. Nur drei Zeigerumdrehungen später legte wieder Lüddecke auf, diesmal war Frank Seltrecht sein Anspielpartner. Der Stürmer netzte zum 2:0 ein. In der 18. Minute erhöhte dann Lüddecke auf den 3:0-Halbzeitstand. »Wir haben zu früh die Gegentore bekommen. Wenn man nach 20 Minuten 3:0 hinten liegt, ist das Spiel schon fast gelaufen. Wir waren in der Anfangsphase gar nicht auf dem Platz«, bemängelte TIG-Trainer Sener Özdemir. Die SpVg. hatte im ersten Durchgang noch einige gute Gelegenheiten, dass Ergebnis zur Pause noch in die Höhe zu schrauben, doch es blieb beim 3:0.

Christopher Wetzler (links) im Duell mit Erkan Topal. Foto: Jan-Hendrik Schrick

Direkt nach dem Seitenwechsel meldete sich TIG zurück. Bayram Sener zog aus 30 Metern einfach mal ab. Seine Bogenlampe landete zum 3:1 im Brakeler Tor. »Wir müssen nach der Pause hellwach sein. In dieser Situation haben wir alle gepennt«, ärgerte sich Sturm. In der Folge spielte dann aber weiter nur noch der Bezirksligist. Im Laufe der zweiten Halbzeit erhöhten Seltrecht (55.), Kai Fähnrich (76.), Kadir Gündogan (78.) und Andre Kleine (86.) auf 7:1.

»Wir haben die Aufgabe gut gelöst. Wir sind von Beginn an hohes Tempo gegangen und wurden dafür belohnt. Meine Spieler haben versucht auf dem Aschenplatz schnell und direkt zu spielen und damit sind wir immer wieder hinter die Abwehr gekommen. Wir freuen uns jetzt auf den nächsten Gegner«, berichtete Sturm. »Wir hatten keine Chance heute. Meine Jungs waren zu weit weg von den Leuten und haben sich nicht rein gekämpft. Die Gäste konnten sich oft ungestört den Ball zuschieben und wir haben nicht richtig reagiert. Wir haben uns mehr vorgenommen. Deshalb bin auch auch etwas enttäuscht«, ärgerte sich TIG-Coach Özdemir.

TIG Brakel: Gökce -  Topal, Acar, Moumin (58. G. Gökce), H. Uzun, B.Sener, U. Uzun, Garnim (58. Conde), Senel, Kahya, T. Sener (72. Ersu).

SpVg. Brakel: Siks - Derenthal, Brandl, Lüddecke (46. Fähnrich),Seltrecht, Wetzler, Wiechers, Ziemann (46. Kling), Kühlert, Riechmann (68. Gündogan), Kleine.

Akman macht den Unterschied

A-Ligist FC Nieheim wirft nicht ganz so überraschend Bezirksligist TuS Erkeln mit 1:0 (0:0) aus dem Pokal. Die Mannschaft von Mark Meinhardt war in einem hart umkämpften Spiel mit vielen Verletzungen spielerisch besser. Die Gäste beschränkten sich im gesamten Spiel ausschließlich auf Konterfußball.

»Wir sind  verdient weitergekommen, da wir einfach mehr in das Spiel investiert haben. Erkeln hat sich fast nur auf das Verteidigen beschränkt«, stellt Mark Meinhardt nach dem Spiel heraus. Beide Mannschaften begannen ziemlich verhalten. Nach zehn Minuten kam Kemal Akman zum ersten Torabschluss der Partie. In der 20. Spielminute vergab Christian Martens eine Kopfballgelegenheit nach guter Vorlage von Kemal Akman. Die Offensivbemühungen von beiden Mannschaften hielten sich in Grenzen. Erst in der 29. Spielminute kam Piero Osvaldo Rizzello Margari zur einzigen und besten Chance der Erkelner in der ersten Halbzeit. Doch wirklicher Spielfluss kam bei Erkeln nicht auf. Nach 35 Minuten scheiterte Kemal Akman nach einem Freistoß am gut reagierenden Torhüter Kemal Dülgeroglu. Noch vor der Halbzeit vergaben Aydin (38.) und Akman (43.) weitere gute Chancen. »Schon in der ersten Halbzeit war Nieheim bissiger und hat gezeigt, dass die Mannschaft das Spiel mehr gewinnen wollte als wir«, erzählt Erdogan Acar. In der 50 Minute musste Erkeln einen ganz schmerzhaften Ausfall hinnehmen. Abwehrchef Michal Pietrzyk verletzte sich in einem Zweikampf und konnte nicht mehr weitermachen. »Er ist einer der wichtigsten Spieler hinten in der Abwehr. Letzte Woche in Bad Driburg mussten wir schon ohne ihn auskommen und konnten trotzdem gewinnen«, erklärte Erkelns Spielertrainer Erdogan Acar.

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Nach 63 Minuten vergab der eingewechselte Thomas Isenrath die Riesenchance zur 1:0 Führung für den Gastgeber. Erst in der 82. Spielminute fiel das erlösende Tor für die Nieheimer: Torjäger Kemal Akman schoss den Ball nach Vorlage von Tuncay Aydin in eiskalter Manier flach rein. Akman verletzte sich beim Tor, konnte aber leicht angeschlagen weiterspielen. Nur zwei Minuten später sah der Nieheimer Christopher Scherf unnötiger Weise die gelb-rote Karte auf Höhe der Mittellinie. »Wir haben uns diesen Sieg vielleicht ein wenig zu teuer erkauft. Der Platzverweis und die Verletzungen einzelner Spieler machen mir ein wenig Sorge für die kommenden Spiele«, sagte Mark Meinhardt. Nach dem Tor kam von Erkeln offensiv reichlich wenig.  In der Nachspielzeit vergab Dennis Thoremeier noch die Chance zum 2:0. »Letztendlich hat Nieheim verdient gewonnen. Ich habe ja auch schon vorher gesagt, dass dieses Spiel für uns nicht ganz so wichtig ist. Wir konzentrieren uns voll auf die Liga«, bemerkte Erdogan Acar abschließend.

FC Nieheim: Schnatmann - Lemberger, Weskamp, Martens (55. Isenrath), Vuletic, Thorenmeier, Koch (46. H. Nassery), Akman, Scherf, Aydin, Curic (73. Klassen).

TuS Erkeln: Dülgeroglu - Ahmed, Meme, Pietrzyk (52. Sener), Hajdarevic, Cigla, Gökgöz (67. Kücüker), Masdjidi, Carmisciano, Rehrmann, Rizzello Margari (74. Acar).

Die weiteren Spiele:

SV Alhausen/Pö./Re. - TuS Willebadessen 5:2 (2:2) n.V. Die Gäste erwischten einen perfekten Strart und gingen nach 18 Minuten durch Mario Scholtz in Führung. Im Anschluss vergab der TuS einige gute Möglichkeiten. Auf Seiten der Hausherren versemmelte Andre Ludwig einen Strafstoß. Der Gastgeber wurde erst nach der Pause stärker und glich durch Lukas Becker aus (53.). Doch lange hielt das Unentschieden nicht. Vier Zeigerumdrehungen später war erneut Mario Scholtz zur Stelle und erzielte die 2:1-Führung für Willebadessen. Nach 81 Minuten stellte Thomas Wille die Weichen auf Verlängerung. Kurz vor Spielende sah Jonas Franke glatt Rot. In Überzahl agierten die Hausherren stärker und machten dank Tobias Reitemeyer (95.) und zweimal Andre Ludwig (116., 119.) den 5:2-Sieg perfekt.

SSV Würgassen – FC Stahle 3:1 (1:1). Mit Konterfußball den A-Ligisten ausgebremst: C-Ligist SSV Würgassen konzentrierte sich auf die Defensive und setzte nur vereinzeilt Akzente in der Offensive. Die Stahler benötigten 37 Minuten, um in Führung zu gehen - Lars Krekeler war per Kopf zur Stelle. Doch noch vor der Pause sorgte Jens Buhmann für den 1:1-Ausgleich (44.). Ab der 62. Minute agierten die Hausherren in Überzahl. Helge Borgolte sah nach wiederholtem Foulspiel die Ampelkarte. Fünf Minuten vor Spielende dann die Sensation: Maurice Rolf markiert das 2:1 für den Außenseiter. Den Sieg perfekt machte Robin Schulz in der 92. Minute mit dem dritten Treffer für die Heimelf.

SV Drenke – SV Altenbergen/Vörden 1:2 (1:1) n.V. Auch in diesem Spiel tat sich der A-Ligist schwer. Für die Gäste traf Daniel Schlickwei mit dem Pausenpfiff. Im zweiten Durchgang dauerte es nur neun Minuten, ehe Jean-Claude Wittkowski den 1:1-Ausgleich erzielte. Der Gastgeber stand tief und stellte den SV Altenbergen/Vörden vor große Probleme – es ging in die Verlängerung. Die Gäste erspielten sich mehrere Chancen. Eine davon verwertete wiederum Daniel Schlickwei zum 2:1-Endstand (114.).

Alle Ergebnisse im Überblick

TIG Brakel - SpVg. Brakel 1:7

SV Alhausen/Pö./Re. - TuS Willebadessen 5:2 n.V.

SSV Würgassen - FC Stahle 3:1

SV Drenke - SV Altenbergen/Vö. 1:2 n.V.

FC Nieheim - TuS Erkeln 1:0

SV Brenkhausen/Bo. - SV Dringenberg 0:8

Das Spiel zwischen der SG Bellersen/Bökendorf und dem SV Höxter findet am Samstag, 22. November, um 14.30 Uhr statt.

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