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Do., 16.10.2014

»Gehrdener Schwalben« werben mit ihrer Vereinshymne »Schwarz-Weiße Liebe« für Fußball auf dem Dorf Stadionrock im Strafraum

Im Fußballtrikot machen sie Musik im Sechzehn-Meter-Raum: Achim Mertens (von links), Schlagzeuger Jan Hendrik van Eijk, Sänger Carsten Zimmermann und Rafael Leisering präsentieren ihr Lied »Schwarz-Weiße Liebe« unterstützt von Teamkollegen und Freunden auf dem Sportplatz in Gehrden. Der rockige Song mit der eingängigen Melodie trifft mit seinem Text die Stimmungslage vieler Hobbyfußballer.

Im Fußballtrikot machen sie Musik im Sechzehn-Meter-Raum: Achim Mertens (von links), Schlagzeuger Jan Hendrik van Eijk, Sänger Carsten Zimmermann und Rafael Leisering präsentieren ihr Lied »Schwarz-Weiße Liebe« unterstützt von Teamkollegen und Freunden auf dem Sportplatz in Gehrden. Der rockige Song mit der eingängigen Melodie trifft mit seinem Text die Stimmungslage vieler Hobbyfußballer. Foto: Günter Sarrazin

Von Günter Sarrazin

Gehrden/Altenheerse (WB). Ein Lied sorgt für Begeisterung: Mit ihrem Song »Schwarz-Weiße Liebe« haben drei Fußballer der zweiten Seniorenmannschaft des SuS Gehrden/Altenheerse und ihr befreundeter Sänger einen Volltreffer gelandet. Die Vereinshymne und das dazugehörige Video sind Gesprächsthema weit über die beiden Nachbardörfer hinaus.

»Gehrden/Altenheerse – Du bist ein Mordsverein, Gehrden/Altenheerse – bei Dir will ich immer sein, auch wenn es mal nicht gut läuft, bleibe ich bei Dir. Gehrden/Altenheerse – denn Du gehörst zu mir«, lautet der Refrain des Liedes, das den Hörer mit seiner eingängigen Melodie und der schnellen, rockigen Art gleich mitnimmt. Das Stück geht nach vorn und trifft die Fußballer des SuS Gehrden/Altenheerse ins Herz. Auch viele andere Hobbykicker können sich damit identifizieren. Der Stadionrock aus Gehrden kommt an. Auf der Internetplattform Yootube haben »Die Gehrdener Schwalben«, wie sich die Gruppe nennt, bereits mehr als 13 000 Aufrufe. »Welche Resonanz unser Lied ausgelöst hat, ist schon ein bisschen verrückt. Damit hätten wir nicht gerechnet«, sagt Rafael Leisering und betont: »Wir haben das nur aus Spaß und für den Verein gemacht.« Welchen Spaß sie und ihre Teamkollegen hatten, zeigt das drei Minuten und 20 Sekunden lange Video.

Der 29 Jahre alte Willebadessener, der seit elf Jahren für den SuS Gehrden/Altenheerse spielt, ist Verwaltungsmitarbeiter an der Uni Paderborn und macht als Hobby neben dem Fußball Musik. Mit seinen Freunden Jan Hendrik van Eijk (28/Schlagzeuger), Achim Mertens (32/Bassist) und Carsten Zimmermann (27/Gitarrist und Sänger) hatte Leisering bis vor drei Jahren einige Auftritte mit der Gruppe »The Reverends«. In der Bandkasse hatte das fröhliche Quartett vom Schornsteinfeger van Eijk bis zum Uni-Lehrbeauftragten Zimmermann noch 300 Euro. »Das Geld lag seit drei Jahren brach, da haben wir uns gedacht, wir nehmen einen SuS-Song auf« , blickt Rafael Leisering zurück.

Die Idee wurde mit viel Fleiß, großem Zeitaufwand, Liebe zum Detail, zum Dorf und zum Verein in die Tat umgesetzt. In Paderborn, wo Zimmermann, Leisering und van Eijk wohnen, haben Gehr-dens Schwalben an einem Freitag und Samstag insgesamt 20 Stunden im Tonstudio eines Freundes verbracht, um das Lied einzuspielen. Eine Woche später wurden an einem Samstagnachmittag auf dem Gehrdener Sportplatz Fußball- und Musikszenen gefilmt. »Wir hatten alle Spieler aus unserer Mannschaft zum Mitmachen eingeladen und uns eine gute Kamera besorgt«, berichtet Rafael Leisering. In den schwarz-weißen Trikots des SuS Gehrden/Altenheerse stehen er und seine Bandkollegen in dem Video mit ihren Instrumenten im Strafraum und rocken ab. Im Hintergrund singen Teamkollegen den Refrain mit. Den Film haben die Musiker, Songschreiber und Produzenten dann in Leiserings Wohnung geschnitten. »Zehn Stunden lang haben wir daran gearbeitet«, sagt der 29-Jährige.

Der große Aufwand hat sich gelohnt. Schon bei der ersten Präsentation am 2. Oktober im Vereinslokal Rogge in Gehrden waren die Zuschauer begeistert. Spieler der ersten und zweiten Mannschaft, Vorstandsmitglieder und einige Jugendfußballer waren so angetan, dass sie sich die »Schwarz-Weiße Liebe« gleich viermal angesehen haben.

Ein Erfolgsgeheimnis liegt im Wiedererkennungswert der Beteiligten. Neben den Akteuren der Mannschaft haben die Produzenten weitere Bezugspunkte zum Verein und zum Dorf eingebaut. So ist Vereinswirt Friedhelm Rogge lächelnd am Zapfhahn zu sehen, so wird der Co-Trainer der Zweiten, Rene Ritter, besungen und gezeigt. Auch vom Fußballkenner Günter ist die Rede. Gemeint ist Günter Hochschulz, ein treuer Zuschauer der SuS-Reserve.

Mit ihrem Lied über den Amateurfußball haben die Musiker beste Werbung für ihren Verein und für Gehrden betrieben. Die Familien, Freunde und die Mitglieder des Spiel- und Sportvereins Gehrden/Altenheerse sind stolz auf das Quartett, das für die Fußballkultur auf dem Dorf wirbt.

Das Video »Schwarz-Weiße Liebe« ist auf www.youtube.de zu sehen. Interessierte können den Song im mp3-Format gratis auf www.soundcloud.com herunterladen.

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