Tischtennis-Bundesliga: TuS Bad Driburg - LTTV Leutzscher Füchse 2:6
Aufsteiger landet unsanft

Bad Driburg (WB). Tischtennis-Bundesligist TuS Bad Driburg ist im rauen Alltag der 1. Liga angekommen. Das Kellerduell gegen die Leutzscher Füchse aus Leipzig haben die Driburgerinnen gestern mit 2:6-Spielen verloren.

Montag, 27.10.2014, 09:42 Uhr aktualisiert: 27.10.2014, 11:59 Uhr
Tischtennis-Bundesliga: TuS Bad Driburg - LTTV Leutzscher Füchse 2:6 : Aufsteiger landet unsanft
Stark und mit Übersicht: Katharina Michajlova ist an beiden Punkten des TuS Bad Driburg gegen Leipzig beteiligt. Sie hat ihr Einzel gewonnen und zusammen mit Elena Waggermayer auch das Doppel. Im Einzel weist sie nun eine starke 4:1-Bilanz auf. Foto: Sylvia Rasche

»Das ist richtig ärgerlich«, fasste TuS-Manager Franz-Josef Lingens die zweieinhalb spannenden Stunden zusammen. »Wir konnten 3:1 in Führung gehen, lagen stattdessen 1:3 hinten. Uns fehlt das Selbstvertrauen.«

In den Doppeln war die Welt noch in Ordnung. Katharina Michajlova und Elena Waggermayer gewannen in vier Sätzen, am Nebentisch unterlagen Andrea Todorovic und Sarah De Nutte in fünf Durchgängen. 1:1 – Damit konnte der TuS gut leben. Ohne die verletzte Spitzenspielerin Nina Mittelham und auch ohne den indischen Neuzugang Shamini Kumaresan ging es in die Einzel. Kumaresan war zwar gute 90 Minuten vor der Partie in Bad Driburg eingetroffen, nach der mehr als zwölfstündigen Anreise aber zu müde, um gleich ihr Bundesliga-Debüt feiern zu können. »Die Reise war schon sehr anstrengend. Da ist es nicht schlimm, dass ich erst mal nur auf der Bank sitze«, meinte die indische Nationalspielerin und machte sich als Coach nützlich. »Nächstes Wochenende spielt sie auch«, versprach Lingens.

Doch auch ohne Mittelham und Kumaresan war Driburg in den Einzeln auf einem guten Weg. In dramatischen Duellen gingen die beiden Topspiele aber an den Gegner. Andrea Todorovic brachte deutliche Führungen nicht nach Hause, Sarah De Nutte ließ sich von einer im Tischtennis sehr seltenen und daher um so ärgerlicheren Schiedsrichter-Fehlentscheidung aus dem Tritt bringen. Der Unparteiische hatte übersehen, dass ein Ball der Luxemburgerin noch den Tisch berührt hatte und ließ Proteste der Driburgerin nicht gelten. Statt Matchball für De Nutte gab es Satzball für die Leipzigerin Kathrin Mühlbach, die im Anschluss auch das ganze Spiel gewann.
Im unteren Paarkreuz patzte Elena Waggermayer nach starkem Auftakt. Lediglich Katharina Michajlova brachte ihr Einzel sicher nach Hause. »Sie ist die einzige, die im Moment bei uns Selbstvertrauen hat«, analysierte Lingens. Als im Anschluss in der zweiten Einzelrunde beide Spitzeneinzel an Leipzig gingen, war die Driburger Niederlage besiegelt.
Einen TuS-Sieg hätte gerne auch Ex-Fußball-Bundesligaspieler Ansgar Brinkmann bejubelt. Er war erstmals Gast bei einem TuS-Heimspiel und von den Leistungen angetan. »Das Niveau hier ist beeindruckend. Wir haben früher im Trainingslager auch oft Tischtennis gespielt. Aber schon beim Einspielen der Damen habe ich den Unterschied gesehen. Dabei dachte ich immer, dass ich einigermaßen gut Tischtennis spielen kann«, meinte Brinkmann und verfolgte die Partie aufmerksam.

Aufmerksam muss nun auch der TuS Bad Driburg sein. Die beiden gestern verlorenen Punkte sind im Abstiegskampf besonders bitter, weil es sich mit Leipzig um einen direkten Konkurrenten handelt. Gelegenheit zur Wiedergutmachung gibt es aber schon am kommenden Wochenende. Da stehen gegen Bingen und Kolbermoor zwei Heimspiele auf dem Programm. »Dann sind wir komplett«, verspricht Lingens und hofft gegen die beiden favorisierten Teams auf Bonuspunkte im Kampf um den Klassenerhalt der 1. Bundesliga.
 
Die TuS-Statistik

TuS Bad Driburg - LTTV Leutzscher Füchse: 2:6 Andrea Todorovic/Sarah De Nutte - Kathrin Mühlbach/Marina Shavyrina 2:3, Katharina Michajlova/Elena Waggermayer - Anna Helbig/Huong Do Thi 3:1, Todorovic - Shavyrina 1:3, De Nutte - Mühlbach 2:3, Michajlova - Do Thi 3:0, Waggermayer - Helbig 1:3, Todorovic - Mühlbach 0:3, De Nutte - Shavyrina 1:3

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