Bad Driburger Kicker senden im Bezirksliga-Abstiegskampf ein ganz wichtiges Signal 
Sie brüllen ihre Freude heraus 

Bad Driburg (WB). Der Trainer ist eben ein Fuchs. In der Halbzeitpause stellt Sepp Kagerbauer auf drei Sechser um. Fußball-Bezirksligist TuS Bad Driburg tritt in den zweiten 45 Minuten wesentlich kompakter auf und holt sich den ersten Dreier der Saison. Ihre Freude brüllen sie anschließend heraus.

Mittwoch, 29.10.2014, 04:09 Uhr aktualisiert: 29.10.2014, 15:09 Uhr
Bad Driburger Kicker senden im Bezirksliga-Abstiegskampf ein ganz wichtiges Signal  : Sie brüllen ihre Freude heraus 
Den Ball bekommst Du nicht. Maurice Pehle (rechts) behauptet sich gegen seinen Attelner Kontrahenten. Der TuS Bad Driburg sieht nach dem ersten Saisonsieg im elften Spiel im Kampf um den Klassenerhalt in der Fußball-Bezirksliga Land in Sicht. Der Trend ist plötzlich auf Seiten der Kurstädter, denn neben dem ersten Dreier ist die Mannschaft seit drei Spielen ungeschlagen.

 Im elften Spiel hat es endlich zum ersten Erfolgserlebnis gereicht. Die Erleichterung unter der Iburg war groß. »Nach dem ersten Durchgang konnte wohl kaum jemand im weiten Rund damit rechnen, dass unsere Mannschaft ein derartig klares Ergebnis einfahren würde«, sagt TuS-Sportdirektor Ingo Schulte im Rückblick. Das Resultat haben sie sich inzwischen immer und immer wieder vor Augen geführt und es genossen: 4:0 für den TuS. Dabei hätten sie beim Halbzeitpfiff bereits 0:4 im Hintertreffen liegen können.

 Denn in den ersten 45 Minuten spielte im Iburgstadion nur eine Mannschaft. Der SV Atteln ging ein wahnsinnig hohes Tempo und zwang die Blau-Gelben mitaggressivem Pressing immer wieder zu Fehlern. Die Gäste erarbeiteten und erspielten sich fünf hochkarätige Möglichkeiten – nur nutzen konnten sie diese nicht. »Weil uns Robert Kimmel vor einem Rückstand und wohl vor der Aussichtslosigkeit in dieser Partie bewahrt hat«, lobt und betont Schulte. Der TuS-Keeper zeichnete sich mit erstklassigen Paraden aus und sorgte bei der Attelner Offensivabteilung für anerkennende und verzweifelte Blicke zugleich. Die Nummer eins der Kurstädter war hochkonzentriert und wirkte unüberwindbar. Seine Vorderleute waren das allerdings eine Halbzeit überhaupt nicht.

Ungewiss, wie lange Torwart Robert Kimmel bleibt

 »Gut, dass wir Robert haben«, stellt Schulte heraus. Doch ungewiss ist, wie lange der zuverlässige Torwart noch bleiben wird. Nach abgeschlossenem Studium hat sich der Bad Driburger in ganz Deutschland beworben. Kimmel hatte sich vor fünf Wochen von der Wichtigkeit seines Comebacks überzeugen lassen, weil seinem Nachfolger Selim Yilanci eine schwerwiegende Knieverletzung zu einer Pause mit ungewissem Ausgang gezwungen hat. »Es kann gut sein, dass uns Robert im Winter endgültig verlässt, wenn er bis dahin einen Job gefunden hat«, weiß der Sportdiretktor allerdings nicht, ob Selim Yilanci dann wieder fit sein wird.

 Deshalb wollen sie bis zum möglichen Ausstieg nach dem Wiedereinstieg mit ihrer aktuellen Nummer eins bis zur Winterpause noch viele Punkte holen. Seit dem ersten Spiel am 17. August und dem damals gelungenen Start mit dem 1:1 gegen den SV Dringenberg haben sie elf lange Wochen sehnsüchtig auf den Sieg gewartet. »Wir sind seit drei Spielen ungeschlagen und gegen unmittelbare Konkurrenten wie gegen den TSV Rischenau und den SV Upsprunge spielen wir in der Hinserie noch«, hebt Schulte hervor und weiß: »Sechs bis sieben Mannschaften werden wohl bis zum Schluss um den Verbleib in der Liga zittern müssen.« Zu diesem Kreis zählt auch der TuS Bad Driburg. Zahlreiche verletzte Spieler waren der Hauptgrund für die Misere und dem aktuell vorletzten Platz.

 Nun ist der Trend endlich ihr Freund: 0:0 gegen den VfL Thüle, 0:0 beim RSV Barntrup und nun 4:0 gegen Atteln. Beim Turn- und Sportverein hat dreimal die Null gestanden. Kagerbauer und seine Jungs können zudem wieder siegen. Sie brüllen das in Richtung Konkurrenz hinaus. Der Aufsteiger ist in der Liga angekommen.

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