Beim Landesligisten SV Höxter jammern sie nicht – Comeback von Gröne beeindruckt 
Koch findet immer Lösungen 

Höxter (WB). Der Blick auf die Tabelle löst keine Freude aus – Platz elf. In der Fußball-Landesliga bleibt der SV Höxter hinter den Erwartungen zurück. Trotzdem lösen sie die akuten Probleme gut.

Donnerstag, 30.10.2014, 04:01 Uhr aktualisiert: 30.10.2014, 13:07 Uhr
Beim Landesligisten SV Höxter jammern sie nicht – Comeback von Gröne beeindruckt  : Koch findet immer Lösungen 
Das Comeback: Pierre Gröne (rechts) kehrt mit 37 Jahren zurück auf dem Platz. Mit dem Routinier sind (von links) Matthias Krause, Christopher Speith, Max Wöhler und Philipp Werner auf der Höhe.

 Seit der Vorbereitung im Juli fehlen den Rot-Weißen wichtige Spieler. Sieben, acht oder neun Kräfte kann keine Mannschaft ersetzen. Langzeitverletzte und Urlauber sowie Akteure, die aufgrund von Beruf und Studium verhindert sind. »In der Vorbereitung ist schnell deutlich geworden, dass sich die Lage so schnell nicht entspannen würde«, sagt Trainer Werner Koch.

 Am vergangenen Sonntag hat dann ein Team, dem im Vorfeld kaum etwas zugetraut wurde, dem bis dato Leader der Liga ein Unentschieden abgetrotzt: 1:1 gegen RW Mastholte. Die Höxteraner brachten das spielstarke Ensemble an den Rande der Niederlage. Am Ende fehlten Nuancen.

 Neuster gelungener Zug des Übungsleiters war vorher die Überzeugung eines Routiniers gewesen: Seit Oktober 2010 hatte Pierre Gröne nicht mehr Fußball in der ersten Mannschaft gespielt. »Ich habe schon immer einen guten Draht zu Pierre gehabt. Vor zehn Jahren hat mir dieEinstellung des Spielers bereits imponiert«, blickte Koch auf seine erste Trainer-Tätigkeit bei den Kreisstädtern zurück.

 Am 1. Juli 2014 übernahm der Bad Lippspringer Koch ein zweites Mal die sportliche Regie beim SV Höxter. Gröne trainiert seit zwei Jahren die A-Jugend des SVH. Der Coach der ersten Mannschaftbeobachtete genau, wie intensiv die Übungseinheiten der 16- bis 18-jährigen Spieler waren. »Pierre Gröne hat die Jungen auf ein tolles Niveau gebracht. Die Einstellung stimmt, taktisch und spieltechnisch sind sie sehr gut ausgebildet«, betont der 50-Jährige.

 Und am vergangenen Sonntag stand der A-Jugendtrainer mit 37 Jahren in der Anfangsformation. Der SVH bot dem Spitzenreiter trotz aller Personalnöte Paroli. Der Auftritt war beeindruckend. »Es gab in der Halbzeitpause und nach dem Schlusspfiff Applaus von unseren Fans. Das geschieht in Höxter selten«, weiß Koch und fügt an: »Die Zuschauer wussten zu schätzen, was vom Team geleistet worden ist.«

 Auf der Bank saßen mit Fabian Tewes und Ersatztorwart Andre Durdel nur noch zwei Spieler aus der Ersten. Die weiteren Akteure waren aus der A-Jugend und der zweiten Mannschaft aufgerückt. Mit Nico Trepschick spielt seit drei Wochen ein A-Jugendlicher eine wesentliche Rolle. »Nico macht seine Sache ausgezeichnet. Der Junge hat sich ganz schnell ins Team integriert«, hebt der Coach hervor und hat für die zahlreich verletzten Leistungsträger mehr als eine Alternative gefunden. Mit Leon Krüger sitzt ein weiterer A-Jugendlicher bereits in den Startlöchern und hat einen Kurzeinsatz auf seinem Konto. Trepschick und Krüger sind übrigens zwei Glücksgriffe, die Gröne mit seinem Co-Trainer derA-Jugend, Stefan Zeisberg, im Sommer getätigt hat. Die beiden talentierten Youngster kommen vom SV Brenkhausen/Bosseborn und haben beim Verein von der Schelpe seit der F-Jugend alle Jugendteams durchlaufen.

 Pierre Gröne hilft in der aktuellen Situation doppelt. Der Routinier ist ein Glücksfall für den Landesligisten. »Bis zur Winterpause dürfte sich die Lage kaum entspannen«, schätzt Koch. Sieben Akteure der Ersten können aktuell nur regelmäßig trainieren. »Diese ziehen alle Anderen mit«, schätzt der SVH-Coach die Charaktere, der Teamgeist passe.

 Nach Alternativen für die zweite Saisonhälfte schauen sich die Verantwortlichen des SVH um. Koch denkt auch über interne Lösungen nach. »Es gibt Akteure, die haben aufgehört. Vielleicht können wir diese vom Comeback überzeugen.« Namen will der Trainer nicht nennen. Doch Daniel Schwager, der vor vier Monaten Servus gesagt hat, wird gehandelt. Koch hat die ersten Gespräche geführt.

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