FLVW-Kreisvorsitzender Hermann Josef-Koch lobt nach der Fusion die großen Fortschritte 
»Es geht überall voran« 

Bad Driburg (WB). »Es passt bestens.« Drei Wörter, ein Satz. Hermann-Josef, Vorsitzender desneuen Fußball- und Leichtathletikkreises, bringt in Kurzform auf einen Nenner, was er im Interview mit WB-Redakteur Jürgenbegründet. Der Zusammenschluss der beiden Sportkreise Höxter und Warburg habe inzwischen die letzten Skeptiker überzeugt.

Freitag, 07.11.2014, 04:03 Uhr
Bild 1
Bild 1

Herr Koch, Sie waren einer der Vorreiter und Kämpfer für die Fusion der beiden Sportkreise. Wie fällt Ihr Fazit nach über einem Jahr des neuen Sportkreises aus?Koch:Es geht überall voran. Aus sportlicher Sicht ist es aufwärts gegangen, das war einer der wichtigsten Gründe für die Auflösung der beiden alten und die Gründung des neuen Sportkreises. Das Niveau in der eingleisigen Fußball-A-Liga ist beachtlich. Die Zuschauerzahlen sind in den meisten Vereinen stark angestiegen. Langfristig dürften A-Liga-Aufsteiger aus unserem Sportkreis bessere Aussichten in der Bezirksliga haben. Zu oft waren die Meister aus Warburg und Höxter auch gleichzeitig Abstiegskandidaten und zu oft erfolgte nach nur einer Saison die Rückkehr in den Kreis. In den beiden B-Ligen geht es im Auf- und Abstiegskampf spannend zu. Super, welche Leistungen die SG BW Desenberg in der B-Liga Süd bringt. Aktuell Platz eins vor der SG Dalhausen sorgt bei den Desenbergern für beste Stimmung. In der B-Liga Nord stehen drei Mannschaften punktgleich an der Spitze. Diese Spielklasse hat A-Liga-Niveau erreicht. Und noch eine Anmerkung: Es war gut, dass den Vereinen vor Saisonbeginn für den Beginn der Spiele ein Zeitfenster von elf bis 17 Uhr eingeräumt wird.

 

Und wie ordnen Sie das Abschneiden der überkreislichen Mannschaften ein?Koch:In der Fußball-Bezirksligaspielen die SpVg. Brakel und der FC BW Weser auf Augenhöhe mit den Paderborner Teams. Das bedeutet schon einiges. Ich glaube fest daran, dass die besten Fußballteams des Kreises Höxter auf lange Sicht den Leistungsstand der Konkurrenten aus dem Fußballkreis Paderborn erreichen können. Schade, dass mein Heimatverein TuS Bad Driburg nach dem Bezirksliga-Aufstieg gegen den Abstieg kämpft. Der SV Höxter hat es in der Landesliga schwer, weil seit Monaten zahlreiche Leistungsträger ausfallen.

 

Sehen Sie die positive Entwicklung auch in der Nachwuchsförderung?Koch:Sicherlich wird es hier vom Kreis-Jugendvorstand um Horst Sundermann noch Nachbesserungen geben. Mannschaften sollten aus meiner Sicht nicht aufgrund ihrer geografischen Lage, sondern nach Leistung eingeteilt werden. Ergebnisse wie 42:1 oder 32:0 darf es nicht geben, sie sind in dieser Hinserie leider vorgekommen. Unverständlich, dass einige Trainer ihre Schützlinge in total einseitigen Spielen nicht in ihrem Offensivdrang drosseln. So wird den schwächeren Kickern die Motivation genommen. Die SpVg. Brakel ist mit zwei Junioren-Landesligisten und weiteren Bezirksligisten die eindeutige Nummer eins in der Nachwuchsförderung. Es ist gut, dass es einen Verein in der Region gibt, der die heimischen Talente fördern kann. Auch wenn das von einigen Nachwuchstrainern und Vereinen bedauert wird. Auf der anderen Seite ist es schade, dass einige Eltern überziehen. Sie überschätzen die Möglichkeiten ihrer Kinder.

 

Zwei Kreisvorstände sind zusammengelegt worden. Wie klappt es mit der Zusammenarbeit im neuen Vorstand?Koch:Hervorragend. Die Aufgabengebiete werden von kompetenten Fachkräften bewältigt. Als Beispiel führe ich hier einmal das Miteinander zwischen mir und dem zweiten Vorsitzenden Martin Derenthal an. Martin ist für das Controlling und den Fußballbereich zuständig. Ich stehe für die sport - und kommunalpolitischen Belange. Beide zusammen schaffen wir für den Kreis sehr viel.

 

In welchem Bereich ist der größte Schritt nach vorne gemacht worden?Koch:Für unsere Schiedsrichter ist ein Quantensprung erfolgt. Obmann Marcel Rehermann hat innerhalb weniger Monate Großes bewegt und für den Schub nach vorne gesorgt. Es gibt Förderkader, die jungen Unparteiischen profitieren ungemein davon. Die Leistungen zahlreicher junger Schiris sind beachtlich. Die Schiedsrichter haben zudem eine komplett neue Ausrüstung erhalten. Das wertet sie auf und sorgt für das Wir-Gefühl. Es gab ein Trainings-Wochenende in Kassel, einen Ausflug und im kommenden Frühjahr eine Teambuilding-Maßnahme in Willingen. Vom Kreisvorstand ist mächtig investiert worden. Die Unparteiischen sind inzwischen eine Mannschaft.

 

Im Verband Westfalen haben sie großen Einfluss. Warum?Koch:Weil der Kreis Höxter sich top und innovativ präsentiert. Sicherlich habe ich großen Anteil daran. Ich bin in Kaiserau Vorsitzender eines Arbeitskreises und in einer Arbeitsgruppe tätig sowie in vielen Bereichen Wortführer. Davon profitiert auch unser Kreis.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/2858664?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2198415%2F2514657%2F
Geburtstagsfeier: Fast 1000 Schüler und Lehrer in Quarantäne
Nach der Familienfeier steigen die Coronazahlen weiter. Aktuell sind zehn Schulen betroffen. Foto: Bernhard Pierel
Nachrichten-Ticker