Aufsteiger TuS Lüchtringen spielt in der A-Liga bis dato die launische Diva 
Komplex vor dem Tor 

Lüchtringen (WB). Platz zwölf. Der Aufsteiger hat sich in der Fußball-A-Liga Höxter ein Polster auf die Abstiegszone geschaffen. Trotzdem, so ganz zufrieden sind sie beim TuS Lüchtringen damit nicht.

Freitag, 28.11.2014, 04:10 Uhr aktualisiert: 28.11.2014, 15:51 Uhr
Der TuS Lüchtringen im Vorwärtsgang: Jens Missing (vorne), hier gegen Florian Hummel vom FC Stahle, hat mit acht Treffern die meisten Tore...
Der TuS Lüchtringen im Vorwärtsgang: Jens Missing (vorne), hier gegen Florian Hummel vom FC Stahle, hat mit acht Treffern die meisten Tore beim Aufsteiger erzielt. Die Verwertung der Chancen ist das Manko beim Tabellenzwölften der A-Liga.

 »Wir betreiben einen großen Aufwand und belohnen uns sehr oft nicht dafür«, bringt Trainer Andreas Fricke das Dilemma auf den Punkt. Sie heizen den Kontrahenten oft ein, spielen sich beste Chancen heraus – nur an der Verwertung hapert es zu oft. Der TuS hat einen Komplex vor dem Tor. So wie vor zwölf Tagen gegen den SV Brenkhausen/Bosseborn. Die Schwarz-Gelben standen unter Volldampf und setzten den Absteiger aus der Bezirksliga von Beginn an unter Druck. Nach einer Viertelstunde hätte es 3:0 für den TuS stehen können – das 0:0 war bis dahin schmeichelhaft für denSVB/B. Die Gäste nutzten ihre erste Möglichkeit prompt zum 1:0 und fuhren am Ende als 6:3-Sieger nach Hause.

 »Wir können jede Mannschaft in dieser Liga bezwingen«, ist diese Aussage von Fricke auch im Vergleich mit dem ungeschlagenen Primus FC Nieheim untermauert worden. Das Team von der Weser führten beim FCN bis eine Viertelstunde vor Schluss 1:0, doch stand nach 90 Minuten ein 1:2. »Gegen Nieheim haben wir uns auch taktisch sehr gut verhalten«, blickt der Coach trotz der knappen Niederlage gerne zum 2. November zurück. Gegen den FC Stahle hatte das TuS-Ensemble bereits am ersten Spieltag angedeutet, was möglich sein kann und beim Mit-Aufstiegsfavoriten 3:2 gewonnen. »Wir können es«, hebt Bundeswehrsoldat Fricke hervor.

 Es gibt allerdings das Aber. Es waren diese Spieltage, an denen beim TuS um Leitwolf Igor Mirkovic und dem talentierten Andre Schmitt so gut wie gar nichts lief. Lehrgeld haben sie beim Blick zurück nicht nur gegen den SV Brenkhausen/Bosseborn bezahlt. Beim Tabellenzweiten Warburger Sportfreunde 08 stand am 19. Oktober ein 0:5 nach indiskutabler Leistung im zweiten Durchgang. Und dann war da auch noch am 5. Oktober das Waterloo beim SV Kollerbeck – 2:7. »Auf dem engen Platz in Kollerbeck hatten wir größte Probleme. Der Gegner hat aggressives Pressing gespielt und uns damit von eine Verlegenheit in die andere gestürzt«, weiß Fricke um die noch nicht behobenen Probleme.

 Die Gelb-Schwarzen machen zu viele Fehler, wenn sie unter Druck gesetzt werden. Das könnte den langfristigen Ausfällen von drei etatmäßigen Innenverteidigern geschuldet sein. »Unsere Abwehrspieler werden nach der Winterpause wieder dabei sein, den Konkurrenzkampf schüren und für mehr Sicherheit sorgen«, schätzt der Coach die Qualitäten seiner Rekonvaleszenten, die sich inzwischen im Aufbautraining befinden. Marius Thauern und Sascha Obser haben jeweils Leistenprobleme über Wochen zugesetzt. Kapitän Tobias Brenneke hat sich im Sommer bei einem Hobbyturnier eine Meniskusverletzung zugezogen. Ein weiteres Problem des TuS: Auf gegnerischem Terrain haben sie ganze drei von 21 möglichen Zählern geholt. In der Fremde sind sie harmlos.

 »Nach der Winterpause legen wir zu«, ist Fricke überzeugt. Am Sonntag wollten sie im eigenen Stadion angreifen, doch das Derby gegen Stahle ist bereits abgesagt worden. Deshalb bereitet sich der TuS bereits auf das Frühlingserwachen in der A-Liga vor.

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