Kücüker will mit dem SV Bredenborn in der Fußball-B-Liga Nord noch Rang eins erobern 
Germanen fahren Achterbahn 

Bredenborn (WB). Der Absteiger fährt in der Fußball-B-Liga Nord Achterbahn. Auf gute Leistungen folgen schwache. Der SV Germania Bredenborn überwintert deshalb mit 27 Zählern nur auf Rang fünf.

Samstag, 27.12.2014, 04:03 Uhr aktualisiert: 29.12.2014, 15:35 Uhr
Einsatz pur im Kampf um den Ball: Frank Willberg (links) geht hier energisch gegen Daniel Simon vom TuS Lütmarsen zur Sache. Der SVB besitzt...
Einsatz pur im Kampf um den Ball: Frank Willberg (links) geht hier energisch gegen Daniel Simon vom TuS Lütmarsen zur Sache. Der SVB besitzt sieben Zähler Rückstand auf Spitzenreiter Lütmarsen und setzt in der Rückrunde auf die Aufholjagd.

 »Wenn wir in dieser ausgeglichenen Liga eine kleine Serie von drei Siegen in Folge hinlegen können, dann ist wieder alles möglich«, ist Cengiz Kücüker überzeugt und setzt auf die zweite Saisonhälfte. Der Spielertrainer ergänzt: »Ich will nach oben.« Das wiederum bedeutet Aufstieg. Der Betriebsunfall Abstieg soll umgehend repariert werden – das war der Anspruch der Gelb-Schwarzen vor Saisonbeginn.

 »Mit der Mannschaft hätten wir in der A-Liga-Endabrechnung ohne Probleme Platz sieben erreichen müssen. Es ist für mich selbst nach einem halben Jahr unverständlich, dass wir den Weg in die B-Liga gehen mussten«, erlaubt sich der 36-jährige Kücüker wenige Tage vor dem Jahreswechsel die Rückblende.

 Der Blick nun ist eindeutig nach vorn gerichtet. In der Winterpause beträgt der Abstand auf Spitzenreiter TuS Lütmarsen allerdings bereits sieben Punkte. Dabei haben die Bredenborner im vorletzten Spiel des Jahres 2014 noch einmal gezeigt, dass sie Potenzial besitzen. Gegen den TuS Lütmarsen dominierte das Team am 29. November auf eigenem Platz. »Wir haben sieben hundertprozentige Möglichkeiten ausgelassen und mussten uns mit einem 2:2 begnügen«, spricht der Coach von »90 denkwürdigen Minuten«. Die Begegnung mit dem Primus war irgendwie ein Spiegelbild des bisherigen Saisonverlaufs: Zu oft hatten sie zu viele Möglichkeiten ausgelassen. Zu oft hatten dem Gegner wenige Chancen gereicht, um den Germanen den Gar auszumachen. Im letzten und 16. Spiel der ersten Saisonhälfte kam der SVB dann nicht über ein 1:1 gegen die abstiegsgefährdete SG Sandebeck/Langeland hinaus. »Das Endergebnis war sogar in Ordnung, weil sich unser Gegner den Punkt mit einer kämpferischen überzeugenden Leistung verdient hat«, ist der Bredenborner Trainer über einige andere Auftritte seines Teams im ersten Saisonabschnitt mehr enttäuscht gewesen.

 Ganz besonders ist es die 3:4-Niederlage gegen den aktuell Tabellendritten TuS Amelunxen gewesen. Diese war am 26. Oktober völlig überflüssig, gab der SVB doch nach überlegenem Spiel noch eine 3:1-Führung her. Und dann waren da noch die sicherlich nicht einkalkulierten Niederlagen: 1:3 gegen den TuS Hembsen, 1:4 gegen die SG Bellersen/Bökendorf und 0:2 gegen den FC Aa-Nethetal. Ein Lichtblick auf der anderen Seite war das 3:2 am vierten Spieltag gegen den spielstarken Tabellenzweiten SV Steinheim.

 Die Achterbahnfahrt des SV Bredenborn hatte es in sich. Die Mannschaft steht mit 14 Punkten aus acht Heimspielen auf Platz sechs der Heimtabelle und mit 13 Zählern aus acht Partien auf Rang vier der Auswärtstabelle. Diese Bilanzen sind nur befriedigend und zu wenig für den traditionell ambitionierten SV Bredenborn.

 »Ausreden gibt es nicht mehr«, sagt Kücüker. Und außerdem sei es falsch, dass die Mannschaft jung ist und deshalb Leistungsschwankungen normal sind. »Nein, wir verfügen über ein erfahrenes Team und greifen jetzt an«, gibt sich der Spielertrainer unmissverständlich kämpferisch.

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