Mark Meinhardt duldet beim A-Liga-Primus FC Nieheim keinen Schlendrian 
»Das Remis war sehr wichtig« 

Nieheim (WB). Meisterlich souverän: Der FC Nieheim weist in der Fußball-A-Liga nach 15 Spielen 43 Zähler auf. Der große Favorit hat nur ein Unentschieden zugelassen und sich einen komfortablen Vorsprung auf die Verfolger geschaffen. Niemand zweifelt am Aufstieg. WB-Redakteur Jürgenund Mitarbeiter Fabianhaben bei FCN-Trainer Marknachgefragt.

Samstag, 31.01.2015, 04:01 Uhr aktualisiert: 05.02.2015, 17:28 Uhr
Hoch, höher am höchsten: Hier behauptet sich FCN-Routinier Christian Martens gegen Kapitän Nils Wöstefeld und Torwart Jonas Dähling vom...
Hoch, höher am höchsten: Hier behauptet sich FCN-Routinier Christian Martens gegen Kapitän Nils Wöstefeld und Torwart Jonas Dähling vom FC Stahle. Die Nieheimer können so früh A-Ligameister werden wie keine Mannschaft zuvor.

 Herr Meinhardt, warum tritt Ihre Mannschaft so souverän auf? Wo sehen Sie die Vorzüge und Stärken des FC Nieheim?

Meinhardt: Die Erklärung für das bisherige Abschneiden ist plausibel und einfach: Die Spieler haben meistens umgesetzt, was vorgegeben worden war. Die Bereitschaft, der Wille und die gute Trainingsbeteiligung sind neben der individuellen Klasse die Gründe für den ersten Platz in der Winterpause.

Sieg reiht sich an Sieg. Mit dem 3:3 gegen die SG Altenbergen steht nur ein Unentschieden. Gab es ein herausragendes Ereignis?

Meinhardt: Die Hinserie an sich war das Highlight. Sonntag für Sonntag hat die Mannschaft ihr Leistungspotenzial abgerufen und sich mit den jeweils drei zu vergebenden Punkten selbst beschenkt. Erfolge sorgen bei allen Beteiligten für Freude und Spaß – und die gute Stimmung ist neben der Einstellung mindestens die zweitwichtigste Voraussetzung für Erfolg.

Wurmt Sie das 3:3 gegen die SG Altenbergen/Vörden? Oder ordnen Sie es lediglich als Schönheitsfehler oder vielleicht als Rückschlag ein?

Meinhardt: Definitiv war das 3:3 am 5. Oktober kein Rückschlag, denn in den folgenden Spielen hat die Mannschaft Reaktion gezeigt. Trotzdem war das Remis für den weiteren Saisonverlauf wichtig. Jeder Spieler hat erkannt, dass Siege kein Selbstläufer sind und eine Top-Einstellung die Grundvoraussetzung ist.

Der FC Nieheim besitzt mit 55 erzielten Toren die beste Offensive und mit zwölf Gegentreffern die beste Defensivabteilung. Macht Sie das zusätzlich stolz und wie erklären Sie diese guten Zahlen?

Meinhardt: Die Werte sind in der Ausrichtung und Philosophie begründet. Der FC Nieheim hat die vorgegebene Taktik meistens Eins zu Eins umgesetzt und im Kollektiv überzeugt. Das gute Defensiv- und Offensivverhalten ist ein Verdienst des gesamten Teams. Im Training erarbeiten wir uns den Erfolg. Jede Einheit ist immens wichtig und bringt uns voran.

Gab es in der Hinrunde in FC-Reihen einen Spieler, der sich besonders hervorgetan hat?

Meinhardt: Wie bereits erwähnt, das Team hat im Kollektiv überzeugt. Zwangsläufig bin ich mit jedem Akteur zufrieden. Ausgemacht habe ich, dass einige Spieler in der Hinserie richtig aufgeblüht sind. Natürlich trägt der Erfolg dazu bei.

Daniel Plückebaum und Rene Bonath haben den FCN vor der Winterpause verlassen. Was sind die Gründe?

Meinhardt: Für Rene Bonath war der Aufwand zu groß gewesen. Daniel Plückebaum war auf einem guten Weg. Er ist ein junger, talentierter Fußballer, den wir gerne behalten hätten. Letztlich müssen wir seine Entscheidung, zum C-Ligisten SV Nieheim/West zu gehen, akzeptieren. Wir haben in der Breite verloren und können die Abgänge kompensieren.

Mit Raffaele Wiebusch und Roland Sitnikov, die sie bereits bei Suryoye Paderborn trainiert haben, konnte der FC in der Winterpause zwei exzellente Spieler verpflichten. Planen Sie angesichts eines Vorsprungs von elf Zählern auf die unmittelbaren Verfolger perspektivisch?

Meinhardt: Sicherlich ist es wichtig, dass uns beide Akteure über die Saison hinaus verstärken werden. Roland Sitnikov laboriert noch an einer Schambeinentzündung und wird so eine Verstärkung für die kommende Saison sein. Er ist ein sehr talentierter Spieler. Raffaele Wiebusch ist ein Routinier und Torjäger, er wird uns sofort weiterhelfen können und will seinen Anteil am Ziel Aufstieg haben. Generell ist es im Winter schwer, Spieler mit hoher Qualität zu verpflichten. Wir haben es geschafft und haben nun noch bessere Möglichkeiten.

Wie lautet das kurzfristige und wie das langfristige Ziel?

Meinhardt: Kurzfristig wollen wir den schnellsten Kurs zum Aufstieg einschlagen. Allerdings müssen wir hochkonzentriert bleiben und jede Aufgabe akribisch angehen, sonst könnte es ein böses Erwachen geben. In der Bezirksliga wollen wir dann in der kommenden Saison schnell Fuß fassen und oben mitspielen.

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