Höxteranerin ist Deutsche Vizemeisterin im Judo – Becker und Hasenbein kämpfen famos 
Pauline die Starke 

Höxter (WB). Drei Höxteraner beeindrucken bei den Deutschen-Judomeisterschaften in Frankfurt an der Oder. Pauline Starke wird Vizemeisterin bei den Juniorinnen. Svenja Becker und Luca Hasenbein zeigen ebenfalls tolle Leistungen und stehen beim Bundestrainer auf der Liste.

Mittwoch, 11.03.2015, 04:01 Uhr aktualisiert: 11.03.2015, 09:29 Uhr
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Ganz stark bei den Deutschen Meisterschaften in Frankfurt/Oder: Pauline Starke (hier unten) setzt immer die richtige Griffe an und wartet mit exzellenten Techniken auf. Am Ende steht für die Höxteranerin der Titel Deutsche Vizemeisterin.

 »Pauline Starke hat wieder einmal ihr großes Kämpferherz bewiesen«, hob Bundestrainer Claudiu Pusa hervor. Die 17-jährige Sportlerin startet für das Judo-Team Hannover und wartete mit vier vorzeitigen Siegen sowie überragenden Techniken auf.

 Aufgeräumt und locker zeigte sich Starke in der Gewichtsklasse bis 57 Kilogramm. Das Talent aus dem Kreis Höxter wirkte sicher und souverän. »Pauline befand sich im Dezember bei einem Lehrgang in Japan bereits in sehr guter Form und hat hier bei den Deutschen Meisterschaften noch einmal eine Steigerung hingelegt«, lobte der Bundestrainer.

 »Der Leistungsdruck ist enorm hoch. Allein in der Gewichtsklasse meiner Tochter sind neun C-Kaderathletinnen des Deutschen Bundeskaders vertreten. Hier will der Bundestrainer bis zum Sommer noch stark reduzieren«, erklärte Vater Markus Starke. Im Eiltempo fegte die Sportlerin vom Judo-Team Hannover die Thüringerin Blei im ersten Kampf von der Matte. Die Berlinerin Krüger, fast einen Kopf größer als Starke, konnte ebenso wenig dagegen halten und musste nach 1:42 Minuten passen. Auch die Bayerin Amelie Stoll, die noch im Januar bei der DM der Frauen in Bonn Fünfte geworden war, hatte nach 1:41 Minuten das Nachsehen.

 Im Halbfinale siegte Starke drei Sekunden vor Ende der regulären Kampfzeit mit einem Haltegriff gegen die gut eingestellte Brandenburgerin Jennifer Vogel. Das Finale war erreicht. Theresa Stoll war die Gegnerin. Technik und Griff der Kontrahentin von Starke waren auf höchstem Niveau angesiedelt. Die Kreisstädterin, zweieinhalb Jahre jünger, musste die Überlegenheit der routinierten Kämpferin anerkennen. Bei der Siegerehrung lobte Bundestrainer Pusa das Talent von der Weser – schließlich war sie die jüngste Athletin auf dem Siegerpodest gewesen.

 Zwei weitere gute Auftritte von Höxteraner Judosportlern sollten folgen. Svenja Becker, die für den PSV Herford kämpft, eröffnete die Kämpfe bis 52 Kilogramm gegen die Thüringerin Anna Matveeva technisch hochklassig. Zwei äußerst geschickt angesetzte Konter brachten Becker nach 1:42 Minuten den vorzeitigen Sieg. In Runde zwei wartete mit der Badenerin, Patrycia Szekey die Dritte der Junioren-WM. Szekely war angesichts der Gegenwehr überrascht, beförderte Becker dann allerdings mit einem Haltegriff in die Trostrunde. Dort nahmen es die Kampfrichter mit den Regeln zu genau: Die Ärmel an der Judojacke von Svenja Becker sollten einen Zentimeter zu kurz gewesen sein. Ein fehlender Zentimeter, der ausreichte, der Gegnerin den Sieg zuzusprechen. »Ich bin nur noch fassungslos. Fast alle Sportlerinnen tragen diese Anzüge, doch nur bei Svenja ist gemessen worden«, kritisierte Mutter Birgit Becker. Trotzdem, die Becker-Auftritte bei der DM lassen noch einiges erwarten.

 Und dann war da noch mit Luca Hasenbei der dritte Höxteraner. Der Youngster vom HLC Höxter wartete mit einem verheißungsvollen DM-Debüt auf. Dem Württemberger Klemm macht Hasenbein das Wettkampfleben besonders schwer. Der spätere Deutsche Vizemeister konnte den Höxteraner lediglich eine mittlere Wertung abringen. Hoffnung auf weitere Kämpfe konnten sich Trainer Uli Krieger und sein Sprössling nach dieser Leistung in der Trostrunde machen. Doch der Rheinländer Max Bender raubte Hasenbein nach 2:19 Minuten die Hoffnung auf mehr. »Luca ist toll aufgetreten. Er gehörte bei den Deutschen zu den jüngsten Teilnehmern«, hob sein Coach Uli Krieger hervor.

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