Boris Hartmann trifft für SV Höxter zum 2:1-Sieg gegen den FC Bad Oeynhausen 
Hammer-Tor aus 50 Metern 

Höxter ( WB). Was für eine Flugbahn – und was für ein Tor! Boris Hartmann zieht in der 66. Minute im Mittelkreis in der eigenen Hälfte ab. Der Ball fliegt 50 Meter und landet im Kasten des FC Bad Oeynhausen. Das 2:1 für den SV Höxter ist der Siegtreffer.

Montag, 13.04.2015, 04:01 Uhr aktualisiert: 13.04.2015, 09:30 Uhr
Der Mann des Tages befindet sich hier noch im Sturzflug: Boris Hartmann (links) im Zweikampf mit dem Bad Oeynhausener Tobias Seeger. In...
Der Mann des Tages befindet sich hier noch im Sturzflug: Boris Hartmann (links) im Zweikampf mit dem Bad Oeynhausener Tobias Seeger. In der zweiten Halbzeit sorgt der Höxteraner Routinier mit dem Tor aus 50 Metern für den SVH-Höhenflug.

 »Tor des Jahres«. Oder: »Der Hammer der Saison«. Wie auch immer, es war ein Volltreffer. In der Drangphase der Gäste zeigte Hartmann seine ganze Klasse. Der Routinier hatte nämlich ganz genau hingeschaut und ausgemacht, dass sich FCO-Schlussmann Mirko Göhner fast an der Strafraumgrenze positioniert hatte. Deshalb zog der SVH-Mittelfeldspieler kurz entschlossen ab. Über den zurück eilenden Keeper senkte sich der Ball in die Netzmaschen – 2:1. Ungläubige Gesichter bei allen auf dem Platz und im weiten Rund.

 »Ich hatte Boris vor einigen Tagen verboten, aus einer Torentfernung von 30 Metern abzuziehen. Deshalb hat er sich hier die 50-Meterdistanz ausgesucht«, flachste SVH-Trainer Werner Koch nach dem Schlusspfiff. Dafür gab der 51-jährige Coach seinem 30-jährigen Leitwolf ein Bierchen aus. »Das Spielobjekt hat die ideale Flugbahn genommen«, sprach Hartmann noch Stunden später wie der Flugkapitän einer Boeing.

 Es war die spielentscheidende Szene gewesen. Nach dem »Tor des Jahres« wollten die SVH-Protagonisten ihren Helden nur noch herzen und umarmen. Aber zunächst einmal waren noch 24 Minuten zu absolvieren und die Messe noch lange nicht gelesen.

2:1 fällt zum perfekten Zeitpunkt

 Zu einem besseren Zeitpunkt hätte der zweite Höxteraner Treffer nicht fallen können, denn die Blauen des FCO hatten die Roten mit Beginn des zweiten Durchgangs erheblich in Bredouille gebracht. In der 58. Minute war dem Schlusslicht der nicht unverdiente 1:1-Ausgleich gelungen. Julien Mädler hatte sich gegen eine unentschlossene Defensive der Gastgeber in den Strafraum gespielt und abgezogen. Der Ball wurde abgefälscht und war für Nummer eins Timo Nietsch nicht zu halten gewesen.

 Höxter aus dem Tritt und Bad Oeynhausen in Fahrt. Dabei hatte der Tabellenneunte das Geschehen im ersten Durchgang kontrolliert. Sascha Zeisberg vergab in der 18. Minute die Führungschance. Ganz allein war der Stürmer auf FCO-Schlussmann Göhner zugelaufen und konnte diesen nicht überwinden. Dafür machte es Kevin Malena mit gekonnten Heber über Göhner hinweg in der 36 Minute besser und traf zum 1:0.

 Mit Beginn der zweiten Halbzeit setzte der Tabellenzweite auf die Offensive. Die Defensivabteilung des SVH, die in der ersten Halbzeit so gut funktioniert hatte, war aus den Fugen geraten. Höxter wackelte. Und dann zielte Boris Hartmann ganz genau. Der Ball beschrieb einen hohen Bogen, der in den Netzmaschen mündete. Jubel pur. Über das Tor wurde bis in die späten Abend gefachsimpelt. FCO-Akteur Julien Mädcler sah noch die Rote Karte (90.).

SV Höxter: Nietsch – Speith, Krause, Beer (46. Keles), Sa. Zeisberg (72. Rössing), Hartmann, Malena, Ifland (46. Trepschick), Wöhler, Werner, Tewes

 FC Bad Oeynhausen: Göhner – Müller (46. Rinnelt), Seeger, Reimer (73. Martens), Mädler, Atilgan, Vossenkämper, Stegen, Marciniak (86. Celik), Bley, Eckert

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