Fußball-Bezirksliga: Busch löst Kagerbauer ab – Büsse bleibt in Dringenberg 
Driburg im Derby unter Druck 

Dringenberg/Bad Driburg (WB). In der Fußball-Bezirksliga hat der TuS Bad Driburg heute Abend in Dringenberg ein hartes Stück Arbeit vor sich. In der Trainerfrage sind die Kurstädter bereits einen Schritt weiter: Der Altenbekener Michael Busch löst in der kommenden Saison Sepp Kagerbauer ab.

Donnerstag, 16.04.2015, 04:01 Uhr aktualisiert: 16.04.2015, 10:01 Uhr
Als Trainer stehen für Sepp Kagerbauer die letzten Spiele an. In der kommenden Saison wird sich der Bad Driburger vollends seiner Aufgabe...
Als Trainer stehen für Sepp Kagerbauer die letzten Spiele an. In der kommenden Saison wird sich der Bad Driburger vollends seiner Aufgabe als erster Vorsitzender der TuS-Fußballabteilung widmen können.

 Das Hinspiel (1:1) ist eine schwere Geburt gewesen. Driburg war als Aufsteiger heiß auf diese Derby, bei Dringenberg lief der Motor noch nicht so rund wie im späteren Saisonverlauf. Trotzdem mahnt SVD-Coach Frank Ziegeroski vor dieser Partie. »Wenn ich auf die Tabelle schaue, muss Dringenberg der klare Sieger sein. Doch so einfach ist das nicht. Dieses Derby steht unter ganz anderen Vorzeichen.« Er rechnet mit einem Gegner, der seine letzte Chance im Kampf um denKlassenerhalt sucht und »gerade hier bei uns noch mal 20 bis 30 Prozent draufpacken kann«. Während sich die Dringenberger in der Spitzengruppe eingenistet haben, muss Driburg um den Klassenerhalt zittern.

 »Uns traut gegen Dringenberg niemand etwas zu. Vielleicht ist gerade das unsere Chance«, orakelt TuS-Trainer Sepp Kagerbauer. Dabei muss er sein Team erneut umstellen. Waldemar Huhn fehlt wegen seiner Gelb-Rot-Sperre, dazu sind »drei bis vier weitere Spieler beruflich verhindert«, so Kagerbauer. »Unser Problem ist, dass wir noch nie zweimal hintereinander mit der gleichen Formation auflaufen konnten«, berichtet der Coach. Er sieht die englische Woche als Wegweisung im Abstiegskampf. Gegen Dringenberg am Donnerstag und gegen Thüle am Sonntag müsse man punkten, sonst helfe nur noch ein Wunder auf dem Weg zum Klassenerhalt. »Noch sind 30 Punkte zu vergeben. Wir müssen nur endlich mal anfangen, unsere Spiele zu gewinnen«, spricht Kagerbauer Klartext.

 Derweil haben sich unter der Burg weitere Personalentscheidungen für die kommende Saison ergeben. Mittelfeldmotor Dirk Büsse wird ein weiteres Jahr beim SV Dringenberg bleiben und hat Angebote anderer Vereine ausgeschlagen. »Wir haben hier noch einiges vor. Ich fühle mich hier sehr wohl und habe somit auch die optimale Verbindung mit meinem Sportstudium in Paderborn«, nennt der 22-jährige seine Beweggründe. Den Verein verlassen wird dagegen Manuel Trost. Er wechselt zum BV Bad Lippspringe. »Wir bedauern seine Entscheidung. Manu hat immer alles für den Verein gegeben und wird hier einen tollen Abschied von uns bekommen«, sagt Vorsitzender Klaus Rehermann. Damit ist der Verein nun auf der Suche nach neuen Offensivkräften. »Wir haben in der Winterpause Philippe Soethe verloren. Nach der Saison geht Manuel Trost. Spieler dieser Qualität gibt es nicht wie Sand am Meer«, erklärt Trainer Frank Ziegeroski.

 Busch übernimmt

 Derweil ist beim Nachbarn TuS Bad Driburg die wichtigste Personalentscheidung im Hinblick auf die kommende Saison gestern ebenfalls verkündet worden: »Michael Busch wird in der kommenden Saison unsere erste Mannschaft trainieren und bringt mit Marc Fingerhut auch noch einen Co-Trainer mit. Die Beiden sind ein eingespieltes Team«, freut sich TuS-Sportdirektor Ingo Schulte auf das Duo aus Altenbeken. Hier ist Busch mit dem TuS Altenbeken von der C- in die A-Liga aufgestiegen und hat die Verantwortlichen der Kurstädter nicht nur mit diesem sportlichen Erfolg beeindruckt »Michael Busch hat bei uns bereits vor 20 Jahren in der Landesliga gespielt und mit seiner guten Einstellung unseren damaligen Trainer, das war 1997 auch Sepp Kagerbauer, beeindruckt«, erinnert sich Schulte.

 »Busch ist ein selbstbewusster junger Coach und denkt innovativ«, hat Noch-Trainer Sepp Kagerbauer im Abschlussgespräch mit dem Kandidaten ausgemacht. Der TuS stehe vor einem Neuanfang und benötigeIdeen und Impulse. Das Trainer-Duo aus Altenbeken hat die Zusagen unabhängig von der Liga-Zugehörigkeit gegeben. »Unser neuer Übungsleiter kennt sich im Paderborner Raum gut aus und besitzt entsprechende Kontakte zu Spielern. Wir erhoffen uns vor diesem Hintergrund sicherlich Neuzugänge aus dem benachbarten Sportkreis« , betont Schulte.

 Bezirksliga oder A-Liga? Diese Frage steht beim Traditionsverein im Vordergrund. »Wir wissen, dass in der Liga andere Mannschaften schwächeln. Wenn wir es allerdings nicht schaffen, Siege einzufahren, können wir davon nicht profitieren«, appelliert Kagerbauer, dessen ruhmreiche Trainerkarriere nun noch die zehn ausstehenden Meisterschaftsspiele dauern wird, hervor. »Es waren wunderschöne Jahrzehnte als Spieler und als Trainer. Ab Mitte Juni kann ich mich ganz und gar auf meine Aufgabe als erster Vorsitzender der Fußballabteilung konzentrieren«, würde sich Kagerbauer gerne mit dem Klassenerhalt verabschieden.

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