Tischtennis-Bundesliga: TuS Bad Driburg gewinnt auch gegen Schwabhausen
Der Monat der Siege

Bad Driburg (WB). Das ist der nächste Streich: Tischtennis-Bundesligist TuS Bad Driburg hat gegen Tabellennachbar TSV Schwabhausen überraschend deutlich mit 6:1 gewonnen und ist damit auf den siebten Platz geklettert.

Montag, 20.04.2015, 04:02 Uhr aktualisiert: 20.04.2015, 09:24 Uhr
Ungewohnte Kombination: Elena Waggermayer und Nina Mittelham haben erstmals gemeinsam Doppel gespielt. Nach 0:2-Rückstand harmonierte das...
Ungewohnte Kombination: Elena Waggermayer und Nina Mittelham haben erstmals gemeinsam Doppel gespielt. Nach 0:2-Rückstand harmonierte das Duo immer besser und holte mit einem 3:2-Erfolg die Führung für Driburg.

 Nach dem deutlichen Siegen in Leipzig vor zwei Wochen und zu Hause gegen Watzenborn am Vorsonntag war es bereits der dritte TuS-Bundesligasieg in diesem Monat. In der Rückrundentabelle belegen die Driburgerinnen aktuell mit einem positiven Punktekonto Platz fünf. »Wir haben in diesem Monat endlich gezeigt, was in uns steckt. Der Sieg gegen Schwabhausen war erneut eine ganz starke Teamleistung«, freut sich TuS-Manager Franz-Josef Lingens.

 Dabei standen schon die Eingangsdoppel gegen den Mitaufsteiger auf ganz hohem Niveau - sowohl spielerisch als auch von der Spannung her. Beide Partien wurden erst im fünften Satz entschieden. Beide Male gingen die Driburger Duos als Siegerinnen aus der Box. »Das war schon eine dicke Vorentscheidung«, analysiert Lingens.

Sieg nach Fünfsatz-Spiel

 In den Spitzeneinzeln setzten sich die ausgeglichenen Partien fort. Nina Mittelham schien gegen die Ex-Driburgerin Andrea Bakula im ersten Satz auf der sicheren Siegesstraße zu sein, benötigte in einem tollen Offensiv-Spiel dann aber doch fünf Sätze zum Erfolg. Das war ganz nach dem Geschmack der Zuschauer. Am Nebentisch kämpfte Elena Waggermayer gegen Schwabhausens chinesische Topspielerin Ting Yang nach Kräften, zeigte gegen die Abwehrspielerin tolle Ballwechsel, um ihr am Ende doch den Punkt überlassen zu müssen. »Ich war zu ungeduldig, wollte zu schnell zu viel«, meinte Waggermayer selbstkritisch. Im Pokalspiel vor der Saison hatte sie dieses Duell noch für sich entschieden.

 Damit führte Driburg zur Pause 3:1. »Unten darf eigentlich nicht viel anbrennen. Da sind wir stärker besetzt«, meinte Franz-Josef Lingens – und sollte Recht behalten. Die Luxemburger Meisterin Sarah DeNutte machte mit der ehemaligen ungarischen Nationalspielerin Agnes Kokai kurzen Prozess, Andrea Todorovic verlor gegen Christina Feierabend zwar den ersten Satz, holte dann aber den sicheren Punkt. Den Sack zu machte anschließend Nina Mittelham im Duell der »Einser« gegen Ting Yang.

 Damit haben die Driburgerinnen vor guter Zuschauerkulisse ihren Hinspielsieg wiederholt und träumen jetzt schon vom nächsten Schritt. »Wir haben Platz sieben erreicht und möchten jetzt den sechsten Platz in Angriff nehmen«, blickt Lingens voraus. Den belegt derzeit mit zwei Punkten Vorsprung der SV Böblingen. »Dazu müssten wir unsere beiden noch ausstehenden Spiele gewinnen. Das wird nicht leicht«, meint Lingens.

 Erst einmal überwiegt aber die Freude über den Sechs-Punkte-Monat April. »Wir haben gezeigt, was für eine tolle , junge Mannschaft wir haben. Es fahren nicht umsonst gleich drei unserer Spielerinnern zur Weltmeisterschaft nach China.« Nach der WM-Pause steht Anfang Mai das Bundesliga-Finale auf dem Programm. Der Klassenerhalt ist längst in trockenen Tüchern. Es geht (nur) noch um die Kür.

 Die TuS-Statistik TuS Bad Driburg - TSV Schwabhausen 6:1Nina Mittelham/Elena Waggermayer - Andrea Bakula/Christina Feierabend 3:2, Sarah DeNutte/Andrea Todorovic - Agnes Kokai/Ting Yang 3:2, Mittelham - Bakula 3:2, Waggermayer Yang 1:3, DeNutte - Kokai 3:0, Todorovic - Feierabend 3:1, Mittelham - Yang 3:0.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/3203865?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2447933%2F2198415%2F2514657%2F
Rentner schießt auf Nachbarn
Justizbeamte brachten den gehbehinderten Angeklagten von der Pflegeabteilung der Justizvollzugsanstalt Hövelhof zum Landgericht nach Detmold, wo sich der 76-Jährige am Montag verantworten musste. Foto: Althoff
Nachrichten-Ticker